Lieber Aljoman! Ich war wirklich nicht bei den Protesten, ich war zu Hause auf dem Sofa. Ich habe die Protest-Übertragung auf dem Handy verfolgt. Anfang, etwas dazwischen und Ende. Jani habe ich später gesehen und das widerlegt meine Aussage zur Musik, aber während ich die Übertragung geschaut habe, haben sie fremde Musik gespielt, gegen die ich nichts habe, aber für mich ist das Beweis für die Unorganisiertheit der Versammlung, na ja, das gehört auf Partys, nicht auf Anti-Faschismus-Kundgebungen, wo man prinzipientreu sein muss! So sehe ich das.
In der Luft hat wirklich eine chinesische Flagge geweht, was absurd ist, wie auch die Shirts mit Titos Bild (R.I.P.). Kannst du mir erklären, wie man sich mit Symbolen des Totalitarismus nur dagegen stellt? Ihm einen Spiegel vorhalten? Vielleicht. Ich schließe daraus, dass in Titos Zeiten allen von uns, die sich in einer Pan- al Plan-Demie widersetzen würden, der Arsch geraucht hätte, sie hätten uns eingesperrt und von den Straßen gejagt. Ich meine, im vorherigen Regime hätten wir viel härtere Maßnahmen beim Covid erlebt. Aber niemand weiß das sicher.
Noch was zum Faschismus. Faschismus, wenn man Einschränkung der Menschenrechte so nennt, ist allgegenwärtig und weit verbreitet, nicht nur auf die Regierungspolitik in der aktuellen Besetzung beschränkt. Die meisten slo-Unternehmen basieren auf Faschismus, ein guter Teil der Wirtschaft ist Faschismus und geht Hand in Hand mit der Politik und es ist dumm zu denken, dass man das durch Wechsel der Garde beseitigen könnte. Es ist ein tief verwurzeltes Muster im Blut. Arbeiter sind Werkzeuge faschistischer Ausbeutung, die aus Angst ums Überleben dem Herrn dienen, dem Chef für seinen Ruhm, der praktisch nichts wert ist! Wisse, dass das Ende des Faschismus das Ende des Staates bedeutet! Wenigstens für eine Weile.
Jetzt geh ich zurück aufs Sofa.