Japan - Indonesien - Slowenien
"In Japan halten sie sich an die Maßnahmen und haben keine Idioten wie bei uns. Bei ihnen reicht eine Warnung, keine Notwendigkeit sie mit Gesetz zu untermauern, halten sich trotzdem dran."
Wer solche epidemiologischen Blödsinns in drei Tagen schreibt, gilt für ihn: Wer verachtet, wird selbst verachtet, Grundlage ist die Ferse des Feindes.
Das Ziel epidemiologischer Maßnahmen ist die Eindämmung der Infektionsausbreitung und damit Hospitalisierungen und Todesfälle. Im Covid Worldometer kann man für jedes Land die Kurven der Infektionsausbreitung anschauen. Die erste Kurve, Gesamtzahl bestätigter Fälle, hat S-Form. Je flacher und glatter die Kurve, desto besser ist die Epidemie unter Kontrolle. Die zweite Kurve, tägliche Fälle, hat Glockenform. Je kegelförmiger, schmaler und höher diese Kurve, desto natürlicher verlaufen die Infektionen. Ziel der Einschränkungsmaßnahmen ist es, diese Kurve abzuflachen.
Man muss wissen: Daten im Worldometer sind nur Abbild einer Pandemie, bestätigte Fälle nur Teil aller Infizierten, je mehr Tests, desto näher kommen bestätigte an tatsächliche Infektionen. Japan hat 4 mal weniger Tests pro Million Einwohner als Slowenien gemacht.
Vergleichen wir die Kurven von Japan und Indonesien, haben sie besonders in der letzten Welle ähnlichen Verlauf. Sowohl diszipliniertes Japan als auch entspanntes Indonesien haben die letzte Welle ähnlich überstanden. Also ist die Kurvenform in der letzten Welle nicht Folge der Disziplin. Wenn Indonesien die letzte Welle hatte, für Japan Frage, ob sie sie auch hatte oder zugelassen. Beide Länder haben Ivermectin für Covid-Behandlung eingeführt.
Es gibt verschiedene Erklärungen für solchen Verlauf. Wahrscheinlich zeigt sich, dass entscheidend ist, was deutsch-amerikanischer Epidemiologe und Biostatistiker Knut Wittkowski zu Pandemiebeginn sagte (und sofort mit Lawine an Kritik überschüttet): Eine Atemwegsinfektions-Epidemie geht durch die Bevölkerung und in 6 Wochen ist alles vorbei. In dieser Zeit müssen vulnerable Gruppen geschützt werden, wenn alle sich schützen, haben Vulnerable keinen Vorteil mehr.
Schauen wir uns die Kurve täglicher Fälle für Slowenien an, sehen wir, dass nach Einführung der Maßnahmen im Herbst die Kurve deutlich abgeflacht ist. Slowenen haben sich nur zu Neujahr etwas Entspannung gegönnt. Vergleich mit allen Nachbarländern Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien zeigt, dass Slowenen die Maßnahmen am besten eingehalten haben. Sogar besser als Dänen oder Iren oder Portugiesen. Natürlich Frage, bei welcher Infektionshöhe mit Einschränkungen beginnen - Dr. Beović sagte, sie haben es verpasst? Für solches Verhalten keine Lob für Slowenen, im Gegenteil Schuld für Chaos in Altenheimen und Krankenhäusern zugeschoben, die voll im Staatsbereich sind. Aber wenn der Staat in jeden Friseur oder Fitness sticht, fehlt Zeit für wesentliche Probleme. Für Slowenien hat sich gezeigt, dass Leute Maßnahmen treu eingehalten haben, Infektionen nicht gestiegen, aber keine echten Ergebnisse gebracht, noch mehr keine geringere Sterblichkeit, direkt 1 Milliarde Euro verschwendet und 4 Milliarden Euro BIP verloren. Trotz all dieser Patzer gehen wir mutig weiter, schuldig ist eh das Volk.
Wir haben aber viele Idioten z.B. junge Ärztin läuft mit Maske im Wald, oder Arzt entsetzt über offenen Ofen, während in einem Heim mehr Covid-Patienten liegen als in allen Krankenhäusern. Dr. Dušan Keber hat aber im Samstagsbeilage von Delo 6.11. geschrieben: Am meisten haben Bürger beigetragen, die sich aus Angst vor unbekannter Krankheit sehr selbstschützend verhalten haben.