Interessantes Thema!
In Hütten schlafe ich nicht sehr oft, weil es mir momentan noch gelingt, alle Touren an einem Tag zu machen, außer wenn andere Pläne vorliegen und man übernachten muss. Dann bereite ich mich entsprechend vor, bzw. rechne mit wenig Schlaf und anderen möglichen "Unannehmlichkeiten". Man muss wissen, dass es keinen Überfluss an Hüttenwirten oder anderem Hilfspersonal gibt, obwohl die Arbeitslosenzahlen täglich steigen. Nicht jeder eignet sich für solche Arbeit, die natürlich keinen 8-Stunden-Tag mit allen bezahlten Pausen hat wie die meisten im Tal Angestellten, und es passiert, dass PDs beim Suchen und Annehmen von Hüttenwirten sich manchmal verbrennen. Wie ich sehe, beklagt sich die Mehrheit über Unfreundlichkeit, schlechtes und teures Essen, Lärm und ähnliche Kleinigkeiten, auf die man eben rechnen und einplanen muss. Größer als das alles kann das Problem sein, dass jetzt viele Hüttenwirte einem "unwissenden Bergsteiger" praktisch fast nichts über einen bestimmten Weg, Schwierigkeit, Gefahren usw. sagen können. Es passiert sogar, dass sie den "Hausberg" über der Hütte nicht kennen, aber es ist auch wahr, dass man das, womit sich jeder im Voraus hätte auseinandersetzen sollen, bei jedem einzeln bei Haufen anderer Arbeit oft nicht erklären kann. Sonst ist die Lösung ganz einfach. Obwohl der Sommer kurz scheint, gibt es noch reichlich Zeit, in der größesten Enge den am meisten belagerten Hütten und Bergen auszuweichen. Dann gehen wir halt auf weniger belagerte Gipfel oder unter der Woche, wo die Enge merklich geringer ist. Problematisch sind nur ein paar Wochenenden bei gutem Wetter. Sonst sind die meisten Hüttenwirte (ich kenne einige davon) unter ihren Arbeitsbedingungen überdurchschnittlich freundlich. "Probleme" machen meist die, die auch in den Bergen glauben, der Gast habe immer Recht, dort gelten aber leicht andere Regeln. Bettenreservierungen sollte man abschaffen und Zimmer nach Ankunftszeit in der Hütte verteilen. So könnte der, der früher am Nachmittag kommt, schon sein Bett haben, und leere blieben nicht, wenn einige "vergessen" vorausreservierte Betten abzumelden. Viel Erfolg, wohin auch immer ihr geht.