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| Janez Seliškar27. 08. 2010 12:11:30 |
lese, denke und sage: Berge und Hütten sind keinesfalls Vergnügungsparks, es gibt geschriebene (Bergsteigerkodex) und ungeschriebene (Bergsteigeretikette) Regeln, die echte Berggänger einhalten. Zum Aufstehen und Abendruhe so: In vielen Hütten im Ausland unter anspruchsvollen Bergen weckt der Wirt morgens die Berggänger, lädt zum Frühstück und sie gehen auf Tour. Wegen frühem Aufstehens kommt niemand auf die Idee abends geschweige denn nachts Lärm zu machen.
Entfernt man 3/4 Eisen um Triglav, gibt's Ruhe, nur Hüttenwirte springen hoch die am Verdienst sind.
Und viele schöne Momente auf Wegen fern kommerzieller Gipfel!
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| turbo27. 08. 2010 14:49:04 |
Diejenigen, die nicht ohne Trinken und Radau können, total sinnlos sich stundenlang bergauf zu quälen. Sauft euch unten voll, ist leichter und billiger. Ich schlafe, bzw. wegen Säufern hab ich geschlafen, in Hütten um nächsten Tag noch irgendwo hochzuklettern. Und wenn PZS so eine Ordnung beschlossen hat, dass von 22 bis 6 Uhr Ruhe, kann ich erwarten, dass es so ist. Und bei uns hab ich nie Hüttenwirt Aufstehen brüllen hören. Eigentlich morgens schreien Wirte nie, nur Säufer waren laut. Wenn ich trinken will geh ich ins Wirtshaus, in Berge geh ich auch wegen Ruhe und Natur. Von der Erste immer weniger und Zweite immer schweinischer. VanSims, bist du wirklich so helle wie dein Aufsatz?!
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| VanSims27. 08. 2010 19:05:09 |
turbo, ich habe nur Jožats Andeutung über den österreichischen (militärischen) Stil in den Hütten etwas parodiert.
Sonst wie macesen1 schreibt war ich nicht so weit von der Wahrheit entfernt, nur dass alles etwas ruhiger und freundlicher abläuft. Auch bezüglich Ausrüstung geben sie wahrscheinlich einen Rat oder warnen jemanden beim Fortgehen.
Nun soweit ich in italienischen Rifugien und französischen Chalets übernachtet habe gibt es das nicht, weiß aber nicht in Österreich. Weckdienst kann man wahrscheinlich bestellen. Auch bei uns vielleicht...
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| turbo27. 08. 2010 19:21:47 |
VanSims, hoffe du hast es nicht ernst genommen. Der Beitrag war so, dass ich nichts anderes als Scheiße dazu sagen konnte. Zur Klarstellung, ich will auch nicht, dass alle um 22 Uhr im Bett sind. Wer am nächsten Tag etwas vorhat, geht schlafen, die anderen können locker eine Stunde länger machen. Auch beim Bier oder Spritzer, angemessen laut (leise) je nach Uhrzeit. Und wer morgens nirgendwo hingeht, soll bis mittags pennen. Ohne Extreme keine Ausfälle. Jedenfalls bin ich nicht für strenge militärische Ordnung, aber wenn ich wählen muss, gefällt mir die Ordnung im Ausland besser als das Chaos hier. Auch die Hüttenwirte im Ausland geben meist konkrete Antworten auf konkrete Fragen. Anders als daheim. Sonst noch etwa vier Monate und Schnee bzw. Winter macht sein Ding. Wieder lustig in den Bergen 
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| skalar5027. 08. 2010 20:51:04 |
"VanSims", nette Parodie über die Ordnung in Hütten! Ich habe selbst einige Erfahrungen mit den nördlichen Nachbarn, meist positiv.
Grundsätzlich haben sie die "Geschichte ordentlicher." Nicht nur rund um die Ordnung, die immerhin dehnbar ist (aber keine, zumindest mir unbekannt, Hochalpen-Partys vom Typ Roblek), ich habe den Eindruck, dass sie grundsätzlich mehr Aufmerksamkeit dem Wissen über die Berge bzw. Wege um "ihre Hütte" schenken. Kurz gesagt bekommt man (zumindest meine Erfahrungen) mehr nützliche Infos als bei manchem unserer Wirte. Besonders da Österreich ganz schön viele Dreitausender hat.
"Turbo", ich stimme deinem letzten Satz voll zu, denke aber, dass das "bergiges Juhej-Schnaps-Syndikalismus" und die meisten Nebenwege, die wir hier beschreiben, größtenteils mit dem Schließen der Saisonhütten enden.
Wenn ich "turbo" paraphrasiere: wieder Ruhe in den Bergen...
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| skalar5028. 08. 2010 01:01:42 |
... und wir werden weniger über Hütten reden, weil die meisten die Türen schließen ...
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| VanSims28. 08. 2010 10:29:42 |
skalar50: Ich sehe, dass uns die Dolomiten eine gemeinsame Leidenschaft sind. Nun, dieses Jahr habe ich in einer der Hütten am Passo Fedaia unter der Marmolada übernachtet. Für die, die es nicht wissen, ist das der höchste Gipfel der Dolomiten und in der Hochsaison etwa so belagert wie der Triglav, also vergleichbar. Der Weg dahin (vom Passo Fedaia) entspricht in Schwierigkeit etwa einem mittelschwerem Weg zum Triglav. Aber wahr, kein Ruhm, dass jeder Italiener hinauf muss. Und natürlich war in dieser Hütte und überhaupt am ganzen Fedaia-Pass ruhiger Frieden. Auch wenn tagsüber Touristenmassen und ich kaum Unterkunft bekam. Gäste saßen kulturell bis nach 22 Uhr an Tischen beim Schank, um 23 Uhr GESCHLOSSEN! Auch kein Gebrüll, Singen, Kreischen, alles sauber und ordentlich. Und aus eigenen Erfahrungen in üblichen Tieflanddestinationen (auch außerhalb Italiens) weiß ich, dass Italiener sehr laute und uncultivierte Touristen sind, die laut reden während der Guide vorträgt, schreien und feiern bis 1, 2 Uhr nachts,... Aber zu den Bergen haben sie offenbar viel kultivierteren Umgang als die Slowenchen.
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| skalar5028. 08. 2010 10:59:58 |
Ja, ich habe auch ähnliche Erfahrungen mit Hütten in den Dolomiten, "VanSims". Besonders die in reinem Privatbesitz. Mit Generationen Tradition ist das, was ich mir unter einer anständigen Berghütte im Hochgebirge vorstelle. Auch meine Erfahrungen beim Herumstreifen in den wunderschönen Dolomiten und Treffen mit Einheimischen sagen, dass ihr "Schreien in Tälern" in den Bergen das Verhaltensmuster meist komplett ändert. Die oberen Bilder sind konkret vom letzten September... wirklich märchenhafte Orte, die auch auf Skiern lohnen...
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| mirank28. 08. 2010 11:39:55 |
Ja Dolomiten sind schon etwas Besonderes, und Infrastruktur dort auf höherem Niveau; sogar die immer plappernde italienische Sprache ist dort leiser. Sonst im Sommer ist Karnien das Gesetz, da weniger überlaufen und Hütten ok. Am ungeschicktesten in Italien sind in Hütte Brazza wenigstens von ihren Stationen die ich kenne. Sonst Wirtshäuser à la Komna und Krn-See und noch einige mehr würde ich hier und anderswo weit meiden. Nur nostalgisch erinnere ich mich ans Wecken im Unterstand unter Špik, als Francelj uns morgens mit Harmonika wachrüttelte. Für mich erstes Zeichen, dass sich Dinge ändern, als mich nach Bierbestellung ein Hüttenwirt fragte: welches Bier willst du Union oder Laško?
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| turbo28. 08. 2010 12:01:03 |
mirank, siehst du, da ist der Unterschied zwischen hier und dem Ausland  im Ausland über dreitausend fragen sie dich: Bier in Flasche oder vom Fass 
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| dore29. 08. 2010 10:35:47 |
Turbo, und sie fragen dich, Wiener oder französisches Schnitzel?
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| gams4429. 08. 2010 14:07:17 |
JULIUS DIR KANN MAN WIRKLICH NICHT HILFEN
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| skalar5029. 08. 2010 22:56:05 |
"turbo" sympathisch! ... wer zwischen den Zeilen lesen kann (genießen wie in den Bergen) ...  ...ich denke, dass es auf diesem Forum doch einige solche gibt... 
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| skalar5030. 08. 2010 10:57:20 |
"mirank": Die Karnia ist mir ziemlich unbekannt... könntest du bitte eine Idee geben... etwas mit einer Hütte am Weg... danke!
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| IgorZlodej30. 08. 2010 11:47:52 |
skalar50, schlage vor, auf Ausland in diesem Forum zu klicken, dann Italien und Karnische Alpen, da findest du einige Beschreibungen. Habe viele Hütten besucht, selten geschlafen, aber keine Beanstandungen, Bedienung gut und unterscheidet sich nicht von CAI oder privaten Hütten, viele haben Duschen mit warmem Wasser und berechnen nichts extra, freundlich und kennen Wege und Berge gut.
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| joža x30. 08. 2010 16:23:46 |
Sind wir Slawen schon so verweichlicht, dass wir warmes Wasser in den Berghütten brauchen?
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| mirank30. 08. 2010 17:10:41 |
skalar50, kenne deine Fähigkeiten nicht, kann dir also nichts anderes raten als Igor, der diese schönen und ruhigeren Berge besser kennt. Tabacco ist top mit Stritars Führer Karnijska potepanja für Ideen und Wünsche, die nie ausgehen. Viel Erfolg und sicheren Tritt.
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| IgorZlodej30. 08. 2010 20:09:18 |
joža x, musst nochmal lesen, habe nur gesagt dass sie es haben, nicht dass wir es brauchen und wenn warme Wasser da ist weiß ich nicht warum nicht nutzen. Jeder weiß selbst wie er Hygiene macht, auch in Bergen. Wenn jemand verschwitzt und stinkend rumlaufen will soll er, und anscheinend passiert das hier oft da solche stinkenden Decken und Laken wie ich hier getroffen habe, in Italien natürlich nicht, oder ich bin denen noch nicht begegnet.
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