Kleidung für Wanderungen in die Berge
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| JusAvgustin14. 01. 2010 21:08:32 |
Gute Kleidung ist nötig! für Bergwandern, besonders wenn ernsthafter, nicht nur Sonntagsausflüge. Jetzt so viele Hersteller, Materialien (xcr, trx, polartec, shelltec... usw). Eins sicher, bei Geld für sowas nicht sparen, kann sich rächen. Kein Übertreiben nötig wenn nicht ernst (Alpinismus, Extreme-Touren...). Meiner Meinung technische Kleidung wo man Vermögen zahlt, technische Schuhe wo Preis dich umhaut. Ich seh's so, wozu technische 3-Schicht-Windjacke wenn für Šmarna oder Rožnik. , weit entfernt dass dazwischen Schrott ist. hehe wieder machen wir ganze Wissenschaft draus, Alpinläden leben von Margen...
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| bridnk14. 01. 2010 21:24:29 |
früher hatten Bergsteiger Pumparzen, Hemden, rote Kniebundstrümpfe, grüne Mütze auf dem Kopf und rote Wangen, heute sind die Gipfel voller Gore-Tex-Snoben  
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| viharnik14. 01. 2010 21:47:27 |
Wie ich mich an die ersten Anfänge von Wanderungen in die Berge erinnere, dominierten bei den Leuten Pumparzen, Wolle, irgendeine Yasa- oder Toper-Normaljacke, Bergmütze im Rucksack aber hausgemachte Wurst, Brot, Apfel und oft ein Schnaps. Zwar sind moderne Kleidung leichter, dehnbar, atmen besser, schützen vor Regen, isolierend, aber vor Jahren, wie Turbo, Igor beschrieben hat, haben wir alle trotzdem Winter und Sommer überlebt. Ich selbst bin lange im Winter nur in normalen Fleece-Hosen und nicht Gore-Tex-Jacke gewandert. Wenn es wehte war es ein bisschen kalt, beim Gehen hat man es nicht sehr gespürt, also gibt es keine riesigen Unterschiede, nur die Neuheiten in den Geschäften sind unverständlich teuer und sie erfinden weiter, nicht für drastische Verbesserungen, sondern oft für Modewahn, denen naive Konsumenten folgen. Auch Ötzi, der berühmte Eismann hat vor 4500 Jahren problemlos 3000m hohe österreichische Pässe mit nur Fellen bekleidet und Stock in der Hand überquert.
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| Santi15. 01. 2010 11:14:42 |
Bridnk, Pumparzen mit roten Kniestrümpfen durften nur Alpinisten tragen... , das war ein Zeichen wer du bist (halb Scherz halb Ernst nach Mihelič), sonst muss man sich bewusst sein, dass Kleidung uns nur isoliert, wir erwärmen uns durch Arbeit, d.h. Wandern und andere Bergsportaktivitäten
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| zippo15. 01. 2010 12:35:31 |
hehe viharnik - und ist dort oben geblieben. Noch vor ihm haben in Fellen überlebt, aber nicht alle. Selektion hat nur die Widerstandsfähigsten übrig gelassen, heute kann jeder unter Top-Materialien versteckt überleben. Wenn die Finger taub werden, wählt er ans Telefon und der Hubschrauber holt ihn. Wenn er noch Helm aufhat, hat er sogar Chance, dass sein Bild nächsten Tag in der Zeitung als Vorbild für andere
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| joža x15. 01. 2010 17:48:27 |
Bravo zippo, heute ist es für einige einfach, sie kaufen Schuhe die sich an die Fels kleben, kaufen Shirts die für sie atmen, kaufen Jacken die sie auf Temperatur halten usw. und was machen sie. Bei all diesen Handelserfindungen sind nur noch Konsumenten übrig, die einfach in die Berge müssen um das alles zu zeigen.
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| JusAvgustin16. 01. 2010 08:13:58 |
ihr und euer Philosophieren... das Thema ist Ausrüstung nicht Geschichte der Materialien. 
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| spetovar20. 01. 2010 12:40:10 |
Ja richtig, früher war das alpine Leben "härter". Aber nicht weil sie wollten, sondern weil es nichts anderes gab. Das bedeutet aber nicht, dass die heutige Flut an technischer Ausrüstung (und Fälschungen) etwas Schlechtes ist. Gott sei Dank gibt es sie! Je mehr desto besser! Damit man wählen kann. Man kriegt immer noch Pumparzen und Flanellhemden. Aber man sieht niemanden (nicht mal Befürworter von "wie stark die Väter früher waren, heute alle Weicheier") der das noch anzieht. Entwicklung geht voran und das ist richtig, denn bei ernster Leistung hilft dir keine Kleidung egal wie teuer, wenn du keinen Elan und Liebe zu den Bergen hast. Und natürlich harte Arbeit. Früher haben Alpinisten um die Taille gebunden. Heute auch möglich mit bester technischer Seil, aber tun sie es? Wenn Mihelič bei seinen Taten WindStopper tragen oder mit Reverso sichern könnte, würde er keine Sekunde zögern, sondern alles nehmen was den Aufstieg erleichtert. Damals dachten sie nicht mal, dass 9a machbar ist...
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| alfaromeo15527. 01. 2010 22:02:13 |
viele Antworten aber ich hab immer noch nicht den Kern was anziehen damit man nicht total nass ist wenn man in Windjacke oder Windstopper schwitzt dass alles tauig und innen nass ist interessiert mich was ihr habt und wie ihr das Phänomen vermeidet lp
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| IgorZlodej27. 01. 2010 22:15:10 |
An mir bleibt alles was ich anhabe sei es von Rašica oder Mammut oder wem auch immer trocken wenn ich stillstehe, aber wenn ich gehe und das ist ziemlich oft, dann ist alles mehr oder weniger nass und da hilft uns der lebendige Gott nicht, weil solche Kleidung einfach nicht existiert.
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| capraibex27. 01. 2010 23:28:20 |
wie Igor sagt stimmt, du kannst alles am Hintern haben, wenn du dich ein bisschen anstrengst im Berg auch bei dieser Kälte, musst du durchschwitzen. Keine Marke egal wie gut hilft. Ich habe alle möglichen Marken und Kleidungskombinationen kombiniert, aber nach verschiedenen Aufstiegen in unseren Bergen bin ich immer auswringbar nass. Na, bei diesem Artikel nutze ich die Gelegenheit und grüße Zlodejs Igor. Alles was er postet ist nützlich od. hilfreich beim Wandern in die Berge, Igor Zlodej hat mit seinen Beiträgen mehr für slowenische Berggänger getan als alle Bürokraten beim PZS.
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| levak28. 01. 2010 07:34:30 |
Meine Ausrüstung diesen Winter ist meist so: - Kraft Shirt (nicht x-warm, normal warm) - Kraft Hose - Skihose (meist zu warm, hab aber keine dünneren) - Goretex Hardshell Jacke (ganz dünn, nur Goretex ohne Isolation) Für rauf reicht das meist, für runter beim Skifahren wird's auch warm und reicht. Trotzdem immer Fleece, Mütze, Handschuhe im Rucksack. Ich schwitze auch beim Rausgehen ziemlich und Kraft und Jacke werden nass, aber wenn ich anhalt, trocknet's in 5-10 Min.
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| -Jerry-28. 01. 2010 08:41:00 |
1.Schicht: Schweißshirt 2.Schicht: dünner Fleece oder Baumwoll-Pulli 3.Schicht: Jacke die nicht durchweicht und nicht durchlässt Noch dazu: wir waren nachts unterwegs in den kältesten Dezembertagen (bis -18 oder gar -20), kein Problem. Wie vor mir gesagt... Körper wärmt sich selbst nicht Kleidung!
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| tol28. 01. 2010 09:02:26 |
Zuerst: Schweiß trocknet nicht in 5 Min, er friert dir ein  Dann: Kleidung wärmt nicht wirklich, aber einige halten Wärme, andere leiten ab. Und solange du gehst sind abführende gut, aber wenn du ruhst (längere Pause, Probleme,...) frierst du suuuuuper suuuuuper kalt. Andererseits wärmehaltende sind gut beim Ruhn und kochen dich beim Gehen wenn nass. Also: im Rucksack gut Wolle haben (Pulli, Handschuhe, Socken,..) beim Wandern atmungsaktiv und nicht zu warm. Und berücksichtigen dass Menschen verschieden sind: manche schwitzen wie verrückt, andere fast gar nicht. Ich weiß von mir dass ich schwitze auch bei schnellem Gehen bei -10 nur mit Kurzshirt, während andere keinen Tropfen schwitzen mit Daunenjacke...
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| JusAvgustin28. 01. 2010 19:02:11 |
Ich habe die Praxis im Winter: Unterhemd langarm dünne Wolle, lange Baumwollunterhose, drüber Softshellhose, oben Softshelljacke mit integrierter Kapuze. Jacke im Rucksack, ziehe sie nur an, wenn ruhend. Über Wanderstrümpfe Wollstrümpfe, trage dreifache Handschuhe (besser mehr als zu wenig...) Protektoren, Wolle und Velours. Zur Jacke: hab mir Rag von Trangoworld im Ausverkauf geholt und bin hochzufrieden 
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| alfaromeo15529. 01. 2010 11:50:30 |
@alfaromeo155 wenn du Windjacke meinst wie früher - bemalte Plastik, logisch schwitzt full Wie vor mir normal und gesund schwitzen. Wenn nicht weniger an, langsamer meinte winddichte Jacke von mc kinley mit abnehmbarem Fleece unten orange schon Fleece wenn trägst wird schweißweiß Jacke wie Abnehmkleidung komplett nass
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| BT8829. 01. 2010 13:54:51 |
Na wenn ich sagen darf Schweiß ewiges Problem wie was und wieviel anziehen andere Geschichte. Ich konnte Problem gar nicht lösen bis HORE Schweißshirts das probiert super für mich für Berge, Rad etc... und Preise gut!
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| turbo29. 01. 2010 15:54:40 |
Pumparice, Baumwollunterhemd, dicker Pullover und Nylon Windhose und Anorak. Wollgamaschen und Handschuhe und Mütze. Lange Unterhose auch, klar. Und wir machten tolle Touren, hurra.  Aktive Unterwäsche, Softshell oben und unten, drüber Goretex, und etwas Fleece an Händen und Kopf, und spezielle Gamaschen aus mind. drei Schichten bio eco wasweißich Materialien. Und machen tolle Touren, hurra.  Früher nasser, kälter , heute nicht mehr nass, mal feuchter mal weniger feucht , und frieren seltener. Berge gleich ewig (fast). Wie anziehen oder was an (Marke, Material) hängt von jedem Einzelnen ab. Kein einheitliches Rezept. Jeder weiß was besser passt. Alle viel ausprobiert und besten Näherung ans Optimum gefunden.  Ich persönlich überzeugt keine schlechte Bergausrüstung mehr. Nur solide, besser und sehr gut. Und verhältnismäßig günstig oder frech teuer. Und alles dazwischen. Sonst, mehr Witz als Ernst: habt ihr schon nen Bergfreund Bekannten etc gefragt beim Treffen wie er angezogen war zum Berggehen ?!? Ich frag meist wo er war, wie's war, Bedingungen etc !?! Ach, Kern, mit meinen Klamotten zufrieden. Nicht mehr nicht weniger!!!
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| Fusion30. 01. 2010 13:45:53 |
@alfaromeo155 zwei Möglichkeiten: - ganze Jacke schlechte Materialien gar nicht atmungsaktiv (mc kinley nicht Top-Ausrüstung) oder - zu viel anziehen und schwitzen folglich. Unschriftliche Regel Zwiebelprinzip, Schichten. Dann aus/ab je nach Bedingungen. Bin mal mit jemandem in Berge gegangen angezogen wie -15, nach 15min Schweiß runter Rücken konnte nicht ausziehen weil einfrieren Erkältung. Dann gelitten bis Gipfel. Andere aus/angezogen oben fast trocken. Dünnere Schichten an, wenn warm Schicht weg, wenn kalt drauf. Oder Pech dass du einfach voll schwitzt. Mich gestört wenn leicht angezogen jeder Windhauch durch, deswegen jetzt immer dünnen Windstopper und ohne geh ich nirgends mehr.
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