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| SuzanaM1. 04. 2013 23:50:49 |
Am Ostermontag glänzte Matajur in Sonne und Nebel. Ich bin oberhalb des Dorfes Matajur losgelaufen, wo Sonnenstrahlen schön wärmten. Weiter vorbei am Rifugio Gosnach zur Maršinska Alm und dann zum Teich und Dom na Matajure. Der nächtliche Schneefall schuf ein echtes Winteridyll, das eher vorweihnachtlich als ostern passt. Frischer weicher Schnee nur wenige cm, alte Unterlage meist hart außer in Verwehungen, wo ohne Steigeisen schön einsank. Über der Maršinska Alm noch riesige Schneemengen, doch zwei Vorgänger hatten den Weg mit Steigeisen gespurt und mir so das Vorankommen erleichtert. Der steile Weg zum Dom na Matajure war wie immer gut getreten. Am Teich jagten schon Wolken über den sonnigen Gipfel Matajurs herbei. Beim Dom na Matajure war der Nebel so dick, dass ich nur einen Meter weit sah. Zum Gipfel folgte ich den Spuren der Vorgänger. Im grellen Weiß von Schnee und Nebel sah ich fast nichts. Gefühl, als ginge ich in totaler Leere. Als ich die Kirche sah, atmete ich erleichtert aus. Abstieg zum Rifugio Pelizzo. Bald lichtete sich der Nebel, Sonne schien wieder. Auch hier auf dem Weg noch reichlich Schnee, aber durch Sonne schon weicher. Straße verschneit noch ein paar Kehren unter Rif. Pelizzo, 2/3 der Straße vom Dorf Matajur schon frei. Entsprechend die Besucherzahl auf dem Matajur.
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| SuzanaM4. 04. 2013 23:00:10 |
Heute hatte ich Mali Golak geplant, aber wegen Wettervorhersage und Webcams habe ich den Plan geändert. Und natürlich wohin sonst als zum Matajur! In der Hoffnung, hoch genug zu kommen, um trotz angesagter Nebel einen Sonnenstrahl zu erwischen. Die Vorhersagen haben sich bewahrheitet, meine Hoffnung war umsonst. Zumindest am Anfang. Nebel begann oberhalb des Dorfes Matajur. Deshalb bin ich noch 2 km höher gefahren, bis wo die Straße frei war. Wegen zunehmend schlechter Sicht wagte ich kein Experiment und stieg über den kürzesten Weg am Rifugio Pelizzo zum Gipfel auf. Diese Route nehme ich bei guter Sicht nie bergauf, da das Anstarren des Ziels vom Start bis Ende des Anstiegs für mich reine Qual ist. Andere Wege sind sowieso viel schöner wegen Abwechslung und toller Ausblicke. Zum Gipfel bin ich wegen immer dichterem Nebel kaum gekrochen. Während des Aufstiegs kamen zwei Border Collies und einer auf Bob an mir vorbei aus dem Nebel, unter dem Gipfel noch ein Skifahrer. Schnee war schön kompakt, Gehen mit Schneeschuhen bequem. Abstieg folgte ich meinen Spuren. Trotz null Sicht fehlte es nicht an Genuss. Besonders wegen unermesslicher Ruhe und Wissen, ganz allein auf diesem mächtigen Berg zu sein. Als ich beim Auto ankam, lichtete der Nebel plötzlich auf. Deshalb nahm ich den gleichen Weg nochmal zum Gipfel auf der Suche nach magischen Momenten, der sich nach Minuten wieder im Nebel versteckte. Aber ich ging weiter. Obwohl die Sonne am Himmel nicht geahnt wurde, wärmten ihre Strahlen durch Nebel stark und machten das Weiß noch greller. So ging ich weiter hoffend auf neue Auflockerung. Schnee weichte schnell auf und jeder Schritt schwerer trotz Schneeschuhen. Kurz unter dem Gipfel besiegte die Sonne die Nebelschwaden wieder. Zweites Mal oben gab es sogar einige Ausblicke und wieder endlose Ruhe und Stille. Abstieg meist rutschte ich, da Schneeschuhe auf Süd-Schnee flogen.
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| lubadar6. 04. 2013 07:57:20 |
Suzana M Hast du vielleicht Info, ob der Weg von Avsa begangen ist? LP
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| SuzanaM7. 04. 2013 22:56:06 |
Lubadar, hätte ich deine Frage früher gesehen, wäre ich weiter rumgelaufen und hätte ins Gipfelbuch geschaut, also ist meine Antwort nicht ganz genau. Heute bin ich zum Matajur über Quelle/fonte Skrila gegangen. Im Schnee stellenweise kaum sichtbare Schneeschuhspuren (Vorgänger wahrscheinlich frühmorgens als noch gefroren). Mittags Schnee sehr krustig und ohne Schneeschuhe tief eingesunken. Trotz viel Schnee Weg einfach ohne Besonderheiten. Von Skrila Quelle bis Anschluss alte Weg von Avsa reine unberührte Weiße. Auf altem Weg von Avsa bis Grat, wo normale Weg von Avsa ankommt, schon von mehreren Schneeschuhläufern begangen (nicht zwingend aus Avsa, gleicher Weg aus Mašera Dorf). Noch immer viel Schnee bis Grat. Ich bin etwas höher zum Grat gestoßen, also Weg von Avsa nicht gesehen. Aber wegen der Autobahn auf Grat denke ich, Weg von Avsa ist auch ausgetreten und beschuht. Ansonsten wieder toller Tag auf Matajur heute. Höchste Gipfel in Wolken, Ausblicke fehlte der letzte Schliff. Diesmal hatten italienische Wetterleute recht mit Nebel und Wolken über 2000m, unsere bis 2000m. Wenigstens in der Höhe beide richtig. Heutige Besonderheit Schnee in Sepia-Tönen.
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| lubadar8. 04. 2013 12:37:22 |
SuzanaM danke für die Antwort. lp
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| miranm11. 04. 2013 19:51:40 |
Montag für Matajur reserviert. Interessiert an Bedingungen aus Matajur Dorf und Zugang zur Hütte Rifugio Pelizzo. Sind Schneeschuhe Pflicht? Danke für die Antwort.
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| SuzanaM12. 04. 2013 14:03:15 |
Sonntag 7.4.13 haben sie die Straße fast bis unteres Parkplatz unter Rif. Pelizzo geräumt, also noch 500m Schnee zum Rif. Pelizzo (Bilder 3 und 4 vom 7.4.). Nehme an, sie räumen bald ganz (falls nicht schon), da Rif. Pelizzo am Wochenende offen und Betreuer zahlen Räumung wahrscheinlich. Wanderweg aus Matajur Dorf unten trocken, bei Temperaturen und heutigem Regen denke ich trocken bis Maršinska Planina. Auf diesen Südhängen schmilzt Schnee schnell, falls Wind es nicht vorher wegbläst. Ansonsten ganzer Winter direkter Weg aus Matajur Dorf gut begangen, ebenso direkter von Rif. Pelizzo. Also Schneeschuhe auf diesen belebtesten Wegen nicht nötig. Natürlich Gehen mit ihnen meist leichter. Für andere Zufahrten (von Maršinska Planina vorbei kleinem See oder unter Rif. Pelizzo vorbei Skrila Quelle/fonte) Schneeschuhe Pflicht. Über 1m Schnee dort. Bei angesagten Temperaturen und Sonne sehr weich und nass. Vielleicht springe ich morgen hoch, um Neues zu sehen.
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| miranm12. 04. 2013 20:29:20 |
SuzanaM, danke und hoffe, wir sehen uns mal und grüßen auf Wegen in unseren schönen Bergen.
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| SuzanaM13. 04. 2013 22:40:32 |
Heute wollte ich um Matajur eine Runde machen, aber nasser rutschiger Schnee verhinderte es. Also nur 3/4 erfolgreich. Begann Gehen am unteren Parkplatz unter Rifugio Pelizzo. Heute Straße bis Gipfel geräumt, ganz trocken. Über Rif. Pelizzo links nach Maršinska planina und umgangen SW-Hänge Matajur. Auf diesem Abschnitt ca. 0,5m Schnee, obwohl nass nicht zu tief eingesunken. Gefährlich Löcher unter Schnee, ein paar Mal eingebrochen daher Schneeschuhe angelegt. Auf Steige bald Schlamm, da dieser Teil schnell getrampelt, jetzt ohne Schnee auf Straße auch für Radfahrer interessant. Weg zur Maršinska planina aus Matajur Dorf fast trocken. Direkter (steiler) Weg zur Hütte auf Matajur wie immer unproblematisch, sehr wenig Schnee drauf. Fortgesetzt mit Querung unter Westhang Matajur zu Hütten und weiter zum Seelein. Querung steiler Hang kein Problem, Schneeschuhgriff gut und Schnee nicht rutschig. Vom Seelein zur Hütte auf Matajur alte Spuren verwischt, aber dieser Zufahrt trotz viel Schnee meist nie problematisch. Mit Schneeschuhen weiter unter NW-Hängen Matajur zum Ende der Planina und weiter zum Sattel unter Nordgrat. Auf Planina-Weg einmal eingebrochen und mit Schneeschuhen in 1,2m tiefer Mulde unter Schnee gelandet. Sonst angenehmes Gehen. Unter Nordhängen mehrere ausgelöste Lawinen bemerkt, fast vom Regen weggespült. Auf diesem Teil auch Gerät italienischer Zivilschutz für Lawinenüberwachung. Jemand angezogen von diesen rutschenden Hängen, mehrmals Fußspuren auf gefährlichster Stelle gesehen. Fortgesetzt Querung zum Sattel. Auch am Nordgrat alte Spuren. Aufstieg diesen Weg noch eine Weile nicht empfohlen, noch viel Schnee. Bei hohen Temperaturen bleibt nass und rutschgefährlich. Vom Sattel abgestiegen unter NE-Hänge Matajur und weiter zum Kreuzung mit Weg aus Avsa. Dieser Teil reine Schneeschuh-Idylle, nur Tier-Spuren keine anderen. Weg aus Avsa gut ausgetreten, obwohl Regen alte Spuren etwas verwischt. Im Schnee frische Spuren eines Wanderers/wanderin bei dem Kruste nicht einsank. Auf Grat zum Gipfel ohne Besonderheiten. Vom Gipfel abgestiegen Südhang zum Abzweig nach Livek. Plan noch SE-Hänge auf altem Weg umgehen dann vorbei Skrila Quelle zurück zum Start unter Rif. Pelizzo. Diesem Teil bisher ausgewichen, da von Skrila Quelle gesehen oft rutscht hier. Letzte Woche schien Schnee nur noch unter Piste rutscht, darüber trocken. Deshalb heute probiert. Nicht weit gekommen. Riesig Schnee, statt breiter Piste steile nasse Schnee-Hänge noch rutschig. Keine Adrenalin-Fan, bald umgedreht und weiter auf normalem Weg zu Rif. Pelizzo. Unterer Teil fast kein Schnee mehr, außer ganz links (hinauf rechts) etwas. Gefolgt weißem Streifen, vor Observatorium unter Haus abgebogen und Abstieg zum unteren Parkplatz. Richtung Skrila Quelle noch meine Spuren von letzter Woche sichtbar.
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| miranm16. 04. 2013 20:58:18 |
Gestern mit Frau an schönem Tag zum Matajur aufgebrochen. Als Start Rifugio Pelizzio auf italienischer Seite gewählt und weiter Richtung "Monte Matajur" und "Dom na Matajure". Weg zu Beginn völlig trocken (auch befahrbar bis Parkplatz vor Hütte) und nur zwei Abschnitte Schneefelder queren. Von "Dom na Matajure" weiter auf moderatem Weg zum Matajur-Gipfel. Dieser letzte Teil noch stark schneebedeckt, aber ohne Schneeschuhe machbar. Aber Vorsicht nötig, da man "einbrechen" kann und unnötige Knöchelverletzungen riskiert. Wirklich toller Tag gehabt und tolle Ausblicke von Matajur-Gipfel genossen. Lp, Miran
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| bojan794. 05. 2013 17:42:15 |
Heute war es ein bisschen windig, es hat sich etwas bezogen. Radfahrer haben die Gelegenheit auch genutzt...
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| SuzanaM26. 05. 2013 19:20:52 |
Frisch gefallener Schnee hat mich heute zum schön weiß bedeckten Matajur gelockt. Da der Morgen noch ganz trüb war und Matajur auf der Webcam im Nebel, bin ich erst um 9 Uhr von zu Hause aufgebrochen in der Hoffnung, dass das Wetter live nicht so elend ist wie durchs Fenster oder auf der Kamera. Schon vom Weg aus hat mich bald der atemberaubende Blick auf die weiße Kette der Dolomiten in bessere Stimmung versetzt, die die grüne Friauler Ebene umgab und Matajur, das sich über den Nebelschwaden erhob. Ich bin bis Rif. Pelizzo gefahren. Die Straße war bis zum Gipfel trocken. Schnee ab dem Ausgangspunkt ab 20 cm, höher in Verwehungen bis 1 m. Da Nebel aus dem Tal aufstieg, bin ich den direkten Weg zum Gipfel gegangen, der schon gut ausgetreten war. Ansonsten war der Schnee so weich, dass die Schneeschuhe durchsanken. Aber ich wollte trotzdem etwas Schneeschuhlaufen auf unberührtem Weiß, daher wollte ich zunächst vom Gipfel am Skrila-Quell vorbei ins Tal, aber wegen des Nebels, der das ganze östliche Hang bedeckte, habe ich lieber nach Westen zum Dom na Matajure umgedreht. Von dort wollte ich zum Seechen und dann über Maršinska planina zu Rif. Pelizzo, aber schon nach wenigen Minuten wurde ich vom Nebel eingeholt, der so dicht war, dass ich kaum zum Dom na Matajure fand. Von dort folgte ich der Spur zu Rif. Pelizzo. Am Ende des Wegs hat es noch mehrmals gedonnert, der Gipfel war noch ziemlich im Nebel, im Tal schien aber schon die Sonne. Trotz wechselhaftem Wetter waren auf Matajur einige Wanderer und ein paar Skifahrer. Auch aus Avsa ist nach dem Buch mindestens ein treuer Matajur-Besucher hochgestiegen. Da in der Tal die Sonne schön wärmte, habe ich auf dem Heimweg noch Krminska gora (Monte Quarin) besucht, eine 274 m hohe Erhebung über Krmin/Cormons, von der bei gutem Wetter der Blick übers ganze Friaul bis zum Meer, auf die Hügel und Julische Alpen bis Vipava-Tal und Kras geht. Heute versteckten sich die Alpen in Wolken, also komme ich für besseren Ausblick wieder.
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