Viel ist schon über diesen wunderbaren Berg in früheren Beiträgen gesagt worden und seine Größe ist wirklich groß. Die meisten Forenbeiträge beschreiben Erfolge und erreichte Ziele, weniger wenn nicht alles nach Plan läuft. Meine Beschreibung im Folgenden wird so etwas sein, daher möchte ich sie mit euch teilen. Ich war schon mehrmals in unmittelbarer Nähe der Matkova Kopa, am Matkovo Sedlo und Matkova Krnica beim Queren des Grats von Mrzla Gora, aber nie auf den Hängen der Matkova Kopa. Gestern spätnachmittags nach Wetterbesserung sind meine Liebe und ich nur zum Jerebičje aufgebrochen, aber dann habe ich mich instinktiv entschieden, allein noch zur Matkova Kopa zu gehen, sie ist zum Pavličevo Sedlo zurückgekehrt. Keine Probleme beim Anstieg zum Gipfel. Aus Foren hatte ich im Kopf, dass es über die Rinne beim Matkov Zob zum Gipfel geht. Es gab einiges Buschwerk und exponiertes Klettern. Am Gipfel um 20:00. Abstieg zum Schuttfeld dann zurück zum Zob. So komme ich zum doppelten Fenster, wo es schon dämmert.
Quer weiter rechts und ab zum Zob-Wänden. Abwärtsfortschritt blockt Sprung. Kein Zurück, bleibt nur Variante hoch über Sattel beim Matkov Zob od. unter Wand. Von da durch Rinne zur Ansteigspur, die ich sofort erkannte. Im leichteren Waldgelände lässt Konzentration nach, denkend an leichteren Weg zum Matkovo Sedlo verschwindet Spur plötzlich, Hang wird sehr steil. Denkend zu tief lenke links hoch und nach ca. 30 Höhenmetern pralle auf Sprung vor mir, tagsüber kein Problem. Erfahrungen aus vielen anderen Nachtmärschen, die Nacht selbst und Müdigkeit lösen Alarmsignal im Hirn aus, "Zeit zum Stoppen". Obwohl nachmittags nur zum Jerebičje gestartet hatte ich alles für Biwak im Rucksack. Melde: gestoppt und komme nicht ins Tal, ziehe mich warm an, trinke Restwasser und döse ein. Bei fast vollem Mond, Sternen und Windstille döse bis zur Dämmerung. Morgens bei Tagesanbruch ziemlich überrascht, als ich links Umrisse des Matkov Zob sehe. Wie möglich, sollte auf Hang zu Matkov Kot sein nicht nach Österreich. Aber Fakten sprechen anders. Fakt: gestern Nacht beim Abstieg vom Gratrücken verfehlt am einzigen Wegekreuz, wo rechts zum Matkovo Sedlo abbiegen sollte, stattdessen links (nachts geradeaus) zur Spur unter Matkov Zob. Denkend auf Südhang od. über Matkov Kot, mit Korrektur links hoch eigentlich zurück zur Rinne beim Matkov Zob. Morgens stellte sich heraus, nur 10 m unter der Spur gebivakt, über die gestern zweimal. Morgens ausgeruht bei Tageslicht zurück zum Jerebičje, wo im Morgensonne umliegende Gipfel bewundere.
Glaub, es gibt verschiedene Kommentare zu meinem Beitrag, daher keine besonderen Schlüsse, jeder möge sein Meinung bilden. Für mich bereichert jede Berg-Erfahrung und mehrt Respekt vor Bergen, zugleich ist erleben eines einzigartigen Moments so großartig wie heutiges morgendliches Kuckucksrufen mitten im Wald statt Dorfhahn.