Es kommt ein Tag, an dem man nicht weiß, wohin man gehen soll, also entscheide ich mich für Kriške pode und Razor.
Schöner Morgen in Zadnjica versprach einen schönen Tag, aber der Schritt wollte auf dem ansonsten schönen Weg zum Pogačnikov dom nicht so recht kommen. Nach 2 Std. erreiche ich endlich vor der Hütte, freundlich begrüßt von Wirtin Polona, ein anderes Mädchen draußen will mir etwas verkaufen, also konnte ich einem Heidelbeer-Schnaps nicht widerstehen. Noch etwas sitzen, reden übers Wetter, das angeblich nicht gut ist, und Schnee, der noch in den Bergen hält, daher wenige Besucher. Dann aufbrechen, weiß, dass es vor einiger Zeit Felssturz am Razor gab, da Anfang des Monats vom Triglav lange braune Spur auf zentralen Schneefeldern unter Razor gesehen, aber solche Verwüstung hätte ich mir nicht vorstellen können. Erste Felsstufen überwunden und im zentralen Teil unter Sattel zwischen Planja und Razor erwartet mich totale Zerstörung, hauptsächlich auf Wegbereich, verschieden große Felsen und große Mengen Schutt haben markierten Weg stellenweise komplett zugeschüttet. Vom Sattel weiter zum Razor, dort ausgedehnte Schneefelder, also mit geeigneter Ausrüstung. Wo Weg unter Höhle verläuft, alles mit Schnee und Schutt bedeckt, Weg praktisch weg, überquere so vorsichtig wie möglich. Fortsetzung auf Schneefeld, höher wo Weg westwärts abbiegt und südliche Hänge von Razor quert, am alten Sturz nichts Besonderes, schon nach unter 50 m westwärts auf frischen Felssturz, Weg ca. 20 m lang komplett zugeschüttet oder weg, darüber ausgedehntes Sturzgebiet. Auch das extrem vorsichtig queren und zum Gipfel hochsteigen, schon am Gipfelgrat sehe ich, dass großer Teil Südhang abgegangen ist, direkt über Sturz wartet noch mehr Gestein und Schutt zum Absturz. Vom Gipfel melde ich den Sturz direkt an PZS-Beauftragte und Polona in Hütte und steige vorsichtig ab. Angesichts der Lage unter Razor rate ich komplett vom Besuch ab, da durch instabilen Untergrund hohe Gefahr fallender Steine, die tödlich sein kann.