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Sicherheit in den Bergen

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matdra5. 06. 2012 08:25:39
Hallo!

Da die Bergwandersaison beginnt, steigt auch die Unfallgefahr (hoffe nicht (klopfe ans Holz)). So habe ich ein paar Fragen bezüglich Sicherheit in den Bergen:
- verwendet ihr das Selbstsicherungs-Set überall wo nötig (sehr schwierige Wege) oder nicht (vertraut euren Fähigkeiten)
- ist jemandem schon passiert, dass er das Selbstsicherungs-Set wirklich genutzt hat: ausgerutscht/gefallen und es hat ihn gesichert. Wie fühlt sich das an, war alles OK.
- welche Gurt-Sets sind die besten und qualitativ hochwertigsten

Vielen Dank im Voraus für Antworten und wünsche euch sichere und glückliche Wege in die Berge.
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pohodni5. 06. 2012 12:08:49
Wenn ich mich auf einen sehr schwierigen Weg begebe, fehlt das Selbstsicherungs-Set im Rucksack bestimmt nicht. Meistens ziehe ich es schon am Einstieg in die Kletterwand an und nehme es am Ausstieg wegen leichterem Gehen wieder ab. Natürlich ist der Begriff "sehr schwieriger Weg" ziemlich weit gefasst. Bei der Kletterroute auf die Raduha z.B. ist Sicherung nicht so notwendig wie beim Aufstieg über Kopiščarjeva zum Prisojnik, wo die Absturzfalle viel größer ist. Andererseits gibt es sehr schwierige Wege, die sparsam mit Sicherungen ausgestattet sind, sodass Selbstsicherung fast unmöglich ist z.B. Mrzla gora, Hanzova zum Prisojnik und andere. In jedem Fall ist es gut, mit leichteren Wegen zu beginnen, das Umhängen und die Nutzung des Sets zu lernen und mit Gewinn von wertvollen Erfahrungen zu schwierigeren überzugehen. Auch in Slowenien gibt es genug solcher Wege zum Einstieg.
Einen Sturz mit Selbstsicherungs-Set habe ich noch nicht erlebt (Gott sei Dank), war aber kürzlich dabei, als es einer Bergsteigerin auf der Ferrata in Železna Kapla passierte. Damals endete alles glücklicherweise gut, obwohl so ein Sturz bestimmt unangenehm ist und ich ihn gar nicht haben will. Auch bei Sturz mit Selbstsicherungs-Set kann man schwere Verletzungen davontragen, die sich nicht vorhersagen lassen, je nach Umständen (Sturzhöhe, möglicher Aufprall mit Körper oder Kopf an Fels, Aufprallkraft).
Wenn du eine von Marken wie: Petzl, Camp, Mammut, Black Diamond, Ocun nimmst, kannst du nichts falsch machen.
Viel Erfolg und sicher dort oben.
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lynx5. 06. 2012 15:02:10
Bist du nicht im Konflikt mit dir selbst (kognitive Dissonanz)?

Man merkt, dass wir vor Kurzem alle ohne alles unterwegs waren.
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Janiel745. 06. 2012 15:19:35
@matdra: unbedingt besorg dir ein Selbstsicherungs-Set (ich hab Easy Rider), Kletterhandschuhe und vergiss den Helm nicht, du hast nur einen Kopf! Und lass dich nicht von manchen irritieren, die sagen, du brauchst es nicht...Mindestens fühlt man sich sicherer. Ein Ausrutscher oder Unaufmerksamkeit, vielleicht fallende Steine etc. kann tödlich sein...
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atoamac5. 06. 2012 15:20:46
Seit ich das Set habe, benutze ich es. Für besseres Gefühl. Bei fast senkrechten Ferrata-Abschnitten ist neben Sicherung auch Gelegenheit, beim Ein- und Ausclippen der Karabiner etwas Sauerstoff nachzuholen.
Sehr wichtig für Sicherheit finde ich den Helm, auch wenn er manchmal die Frisur ruiniert. Steinhagel (von Ziegen tierischer oder menschlicher Art) hab ich erlebt und es ist nicht schön.
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neph5. 06. 2012 21:27:26
Selbstsicherungs-Set benutze ich verpflichtend auf schwierigeren Klettersteigen. Wenn ich mich sichere, tue ich es konsequent und vor allem richtig und überall, auch auf etwas leichteren Abschnitten. Nur hier und da an die Stahlseil clippen kommt für mich nicht in Frage, obwohl viele das machen.

Für moderne "extreme" Klettersteige empfehle ich zusätzlich eine endlose Schlaufe mit Karabiner mit Mutter für mögliches Ausruhen.
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ljubitelj gora6. 06. 2012 01:56:38
Selbstsicherungs-Set JA, denn wenn du es auf einem Kletterweg nicht hast und dich ein Stein trifft, kann es am schlimmsten enden, paar 100m tiefer, im Fall von Selbstsicherung, wenn dich was trifft, starke Schmerzen, das Set rettet vor schwererem Sturz, beim Selbstsicherungs-Set mit Box leider nach Sturz Ablaufdatum abgelaufen, nicht mehr sicher, aber wenn sie das sagen würden, würde keiner so eins kaufen, ich hab es nur 1x auf Via della Vita benutzt, sonst vertraut auf Hände, Vorsicht, Beobachtung, aufmerksam auf Geschehen höher oben, aber das hilft nicht viel wenn's fliegt, fliegt wie Blitz aus heiterem Himmel....man muss wissen, dass es auch viele Kletterwege gibt ohne Sicherungsmöglichkeit, obligatorische Handnutzung zum Vorankommen...Alpinisten nutzen Seile und technische Hilfsmittel für Sicherheit, im Sturzfall endet es gut, wir Berggänger nehmen diese verfluchten Wege zu leicht, nasser Boden, Schlamm, Fels, gute Kombi um in Abgrund zu fallen. Leben ist nur eins, meine Meinung.
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zdomec6. 06. 2012 21:08:25
Wenn wir uns auf anspruchsvolle Klettersteige begeben, braucht es neben technischer Ausrüstung (Helm, Selbstsicherungsgurt) noch einen dritten sehr wichtigen Faktor: Psychische Vorbereitung, die in diesen Kommentaren gar nicht erwähnt wird.
Ich hatte mehrmals Gelegenheit, einen Berggänger super ausgerüstet mit aller Klettersteig-Ausrüstung zu sehen, der sich über dem ersten großen exponierten Abgrund erschrocken hat und nicht weiterkonnte. Wenn das einem Berggänger am Weganfang passiert, hat er Möglichkeit sicher zurückzukehren, natürlich wahrscheinlich ziemlich erschrocken. Aber stellt euch vor, was passieren kann, wenn jemand mitten in der via italiana Schiss kriegt? Rückweg ist praktisch unmöglich. Solche Dinge sind passiert und Bergretter mussten eingreifen.
Wir hatten einen Fall auf der JOHAN-Ferrata (Dachstein), dass Retter den Berggänger in Rettungssack einwickeln mussten, damit er die Tiefe nicht sah, und so ihn ins Tal brachten.
Also jeder sollte sehr gut überlegen, ob er der Schwierigkeit des Klettersteigs gewachsen ist bezüglich Exposition, Hineinsehen in Tiefe und Klettern auf kürzeren ungesicherten Teilen des Steigs.
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ljubitelj gora7. 06. 2012 09:18:09
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keber18. 06. 2012 14:55:06
Ich bin letztes Jahr auf der Železna Kapla abgestürzt. Da ich aber irgendwie an Stürze beim Sportklettern gewöhnt bin, war's nicht so schlimm. Gestürzt bin ich auf schon etwas leichterem Teil, sodass mir der Karabiner mit meinem ganzen Gewicht direkt auf den Finger an der Hand geknallt ist, als ich automatisch mit der Hand greifen wollte. Glücklicherweise nichts Schwereres, aber besser auf überhängendem Teil abrutschen, weniger Verletzungsgefahr.

Hatte nicht das Gefühl "oh Schreck, gestürzt, furchtbar", sondern "aha, gestürzt, weiter." Adrenalin wirkt.velik nasmeh
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som698. 06. 2012 19:51:48
Wenn Übung in übermäßiges Selbstvertrauen umschlägt, kann es tödlich sein.
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matdra10. 06. 2012 18:15:10
Danke für alle Tipps. Ich wünsche allen vor allem sichere Abenteuer in den Bergen.
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garmont10. 06. 2012 21:02:45
Nur eine Replik auf bestimmte Aussagen rund um das Sicherungs-Set. Jedes Set, sei es mit Bremsplättchen oder das Neuere mit dehnbarer Seil ist nach einem einzigen vollen Sturz unbrauchbar!!!
Daher ist es obligatorisch, noch ein Paar 8 mm Seile mitzunehmen, um nach dem Sturz (falls man ihn überlebt) neue Selbstsicherung einrichten zu können. Natürlich ohne bestimmte Kenntnisse (Knoten) geht es nicht.
Lp
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keber111. 06. 2012 13:58:44
Was zählt als "voller Sturz"?
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neph11. 06. 2012 15:24:38
Auf einer Ferrata ist nach meiner Auffassung "voller Sturz" alles, was kein Sturz z.B. in eine Leiste ist, wo man nur hängt.

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rasto_r13. 06. 2012 15:27:57
Auch ich plane, einen Klettergurt und ein Sicherungs-Set zu kaufen. Aber einige Dilemmata quälen mich noch. Einteilig oder zweiteilig? Angesichts dessen, dass ich ihn auf Via Ferratas und mit Rucksack nutzen will, schien es sinnvoller, einen zweiteiligen zu kaufen. Aber im Angebot gibt es mehr einteilige... (gibt es so viele mehr "Kletterer" als "Ferratisten" oder reicht einteilig völlig?). Und heute im Iglu haben sie mir gesagt, dass zweiteilig praktisch sinnlos ist, sie empfehlen einteilig, dass (zumindest ich hab's so verstanden) zweiteilig gar nicht mehr aktuell ist, dass es nur noch unsere Bergführer empfehlen...?! Ja, einteilig ist wahrscheinlich wirklich bequemer, aber die Wirbelsäule wegen falscher Belastung bei möglichem Sturz würde ich mir wirklich nicht brechen wollen. Was empfehlt ihr?
Was ist mit dem Sicherungs-Set? Platte oder genähtes Seil? Im Iglu haben sie auch so eine Aktion mit Platte, aber geht's um Abbau von Lagerbeständen oder sind beide Technologien gleichwertig?
Da (hoffe ich) keine Notwendigkeit für Neukauf von Teilen der Ausrüstung (zumindest nicht wegen Stürzen) besteht, möchte ich vor allem Sicherheitsgefühl, Komfort und einfache Handhabung. Könnt ihr empfehlen, was ich kaufen soll?
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neph13. 06. 2012 16:14:36
Für Ferratas ist grundsätzlich ein einteiliger Gurt geeigneter, das ist Fakt. Der Schwerpunkt positioniert sich bei möglichem Sturz höher, so geringere Chance, dass es dich "durchbricht". Die Situation ist noch ernster, weil normalerweise ein (schwerer) Rucksack im Einsatz ist.

Wie auch immer, in der Praxis benutzt die Mehrheit nur den unteren Teil des Gurts. Natürlich trägt dazu bei, dass auf Ferratas "nicht gefallen werden darf" und nur ein kleiner Prozentsatz der Leute hat, die wirklich erlebt haben, wie ein Sturz aussieht.

Falls der Gurt ausschließlich für Ferratas genutzt wird, empfehle ich einen einteiligen, oder kombiniert unteren und oberen Teil. Bezüglich des Sicherungs-Sets würde ich persönlich so eines mit "Täschchen" wählen.
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garmont13. 06. 2012 19:00:24
Einteiliger ist schon zusammengesetzt. Deshalb heißt er so.
Zweiteilig ist mit "Zusatz des oberen Teils". Das ist Gurt zusammengesetzt aus Sitz- und Brustteil, jedes separat.
Lp
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neph13. 06. 2012 20:47:39
Garmont, danke für Korrekturen, ich habe die Begriffe etwas vermischt. Schon korrigiert.
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rasto_r14. 06. 2012 09:10:50
Wenn ich richtig verstehe, empfehlt ihr einteiligen, aber einen mit Brustteil, nicht nur Sitzteil. Was ist mit Vergleich Platte/genähtes Seil beim Sicherungs-Set?
lp, Rasto
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socialac14. 06. 2012 11:46:44
Sicherungs-Set mit genähtem Band ist nur für Einmalgebrauch (bei Sturz ist das genähte Band nicht mehr brauchbar).
Mit Platte und Seil ist es etwas anders. Beim vollen Sturz "verbrennt" nur das Seil und man muss es später austauschen, was wesentlich günstiger ist. Kurz so!
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