Berge.info
Berge.info
Anmeldung
Anmeldung
Benutzername:
Passwort:
Anmeldung
Noch nicht registriert? Registrierung.
Passwort vergessen?
      

Sicherheit in den Bergen

Drucken
julius10. 09. 2013 11:48:23
Liebe Freunde!
Das Geschriebene unten gilt nicht für Igor Zlodjej, denn seine Erfahrungen und Kenntnisse der Berge sind wirklich weit über dem Niveau der anderen, die hier auf dem Forum klugscheißen.
Es ist wirklich interessant, wie blitzschnell einige "sehr, sehr erfahrene" auftauchen, die oberflächlich überflogen haben, was geschrieben steht, und sofort mit dem Klugscheißen angefangen haben.
Welches das tatsächliche Niveau der Besucher slowenischer Berge ist, sieht man schon in den Ergebnissen der Umfrage auf diesem Forum, ganz zu schweigen von allen anderen Dingen (Kenntnisse der Berge, Kleidung, Schuhe, Saufen, Unvorbereitetheit usw..)
Leider haben uns Tschechen und Slowaken bei allem oben Genannten überholt, von Kroaten ganz zu schweigen.
Zurück zum Hauptthema. Das Wegweiser-Schild ist da, um dich zu leiten und um darauf alle Daten zum Weg zu bekommen. So ist es auch im Ausland geregelt und so steht es im Gesetz über Wanderwege. Wenn ein Weg gesperrt ist, muss das schon an den Ausgangspunkten klar sichtbar sein und Punkt (das Gesetz legt fest, wie die Sperre gekennzeichnet sein muss). Hier gibt es keine balkanischen Ausreden.
Und wie wird der Wegverwalter und die damit verbundene PZS all unser Gelaber den wütenden ausländischen Bergsteigern am Planja-Sattel erklären? Werden sie sagen "sorry, wir machen nur Spaß"?
Warum denkt ihr, verirren sich so viele in den Bergen? Rate nicht, geht lieber in die Berge zu weniger besuchten Gipfeln und Wegen und schaut nach. Wie ist es markiert? Wo sind die Wegweiser? Wie zugewachsen sind die Wege? Wie jahrelang und jahrelang niemand umgefallene Bäume entfernt?
In einem Wort - große Schande.

gefällt mir
Daaam10. 09. 2013 12:34:18
@julius: Du machst aus einer Mücke einen Elefanten. Wenn gerade jetzt (weiß nicht) am Planja-Sattel ein Hinweis über den gesperrten Weg nach Razor hängt, ist das alles. Na ja, Berge/Verhältnisse ändern sich und wenn jemand am Sattel umkehren musste, bzw. sich mit "nur" Planja begnügen musste, na ja. Das sind Berge, kein Einkaufszentrum, wo jeder Balken mit Leuchtfarbe markiert ist. Wolltest du wirklich solche Wege? Ich weiß wirklich nicht, warum der Trend stärker ist, dass Leute wollen/haben alle Infos auf dem Silbertablett serviert. Wie oben erwähnt, ist Vorbereitung auf die Tour für Unerfahrene entscheidend, die mit viel Kilometern in den Bergen wissen sowieso, wie man's macht und werden nicht sauer wegen fehlender Schilder überall. Und natürlich sind auch im Ausland nicht alle Wege (weniger bekannte) mustergültig gepflegt.
Das Zitat, das du zitierst: "Rate nicht, geht lieber in die Berge zu weniger belebten Gipfeln und Wegen und schaut nach. Wie ist es markiert? Wo sind die Wegweiser? Wie zugewachsen sind die Wege? Wie jahrelang niemand umgefallene Bäume entfernt?" ist fast ein bisschen lustig, weil ich denke, die meisten, die dir geantwortet haben, wandern eigentlich nur noch auf unbelebtem Gipfeln, schlecht oder unmarkierten Wegen ..und ja gerne mal über einen umgefallenen Baum klettern nasmeh

Keine böse Absicht
(+8)gefällt mir
zdomec10. 09. 2013 13:06:54
100 Frauen und großer Zirkus auf dem Triglav

Dieses Wochenende war wieder der berühmte Marsch "100 Frauen auf dem Triglav". Dieser Marsch hatte vor ca. 50 Jahren einen völlig anderen Zweck und eine andere Mission. Heute aber, wenn ich mir die Bilder und die Beschreibung des Geschehens im roten Magazin anschaue, bin ich wütend und traurig. Dieser Marsch ist völlig kommerzialisiert und hat nur einen Zweck. Marketing-Promotion verschiedener Produkte und Firmen. Bitte nicht in Wallung geraten, das ist nur meine persönliche Meinung.
Sie haben sogar die MILCH-Königin da hochgeschleppt.

ohne böse Absichtjezenjezenjezen
gefällt mir
JusAvgustin10. 09. 2013 13:47:02
Was, ist die Kuh auf den Triglav gegangen?!eek Arme Vieh!
gefällt mir
mpurg10. 09. 2013 17:05:57
Stimme zdomec zu...Berge sind keine Autobahn!!! Nirgends mehr Ruhe!
gefällt mir
Trobec10. 09. 2013 18:10:43
@julius, du musst dir bewusst sein, dass Markierer Freiwillige sind und du nicht erwarten kannst, dass sie jeden umgefallenen Baum schon am nächsten Tag wegräumen. Nach PZS-Normen 10km Weg pro Markierer, Realität ist etwas anders und es sind mehr km (in unserem PD 20km). Und wie Daaam schon schrieb, Bergwege sind Bergwege, kein Einkaufszentrum. Sicher sind einige Stellen schlecht oder zweifelhaft markiert, aber wie ich schrieb, unmöglich alle Mängel über Nacht zu beheben, manche Sachen dauern einfach länger bis erledigt.

Wenn du Schande vor Ausländern erwähnst...weiß nicht wie viel du im Ausland gewandert bist, aber unsere Wanderwege sind meistens sehr musterhaft gepflegt im Vergleich zu vielen anderen Ländern.

@zdomec, voll einverstanden. Der ganze Triglav ist zu kommerzialisiert, inklusive Hütten in der Nähe (Kredarica, Planika...). Kann mir nicht vorstellen, wie Kredarica z.B. am 15.8. aussieht.
(+4)gefällt mir
ljubitelj gora15. 09. 2013 21:56:49
Alpinismus ist kein Sonntags-Picknick
In diesem Jahr vermerken Bergretter einen Anstieg bei Rettungen unverletzter Alpinisten. Wo liegen die Fehler?

In den letzten drei Jahren registriert der Bergrettungsdienst einen Anstieg von Kletterunfällen – aber im letzten Jahr stechen Interventionen heraus, bei denen unverletzte Alpinisten gerettet wurden.

Jani Bele, Präsident der Kommission für Information und Analysen bei der Bergrettungsvereinigung Sloweniens (GRZS), erklärte uns, dass ein Grund ist, dass Kletterer oft ihre Fähigkeiten überschätzen. Sie lernen Klettern an künstlichen Wänden, berücksichtigen aber nicht, dass das etwas völlig anderes ist als Klettern an natürlicher Wand. So z.B. an künstlicher Wand – wo sie auch schwierigere Routen beherrschen – können sie schnell zurückkehren, an natürlicher Wand, wo sie z.B. 400 oder 500 Meter hochsteigen, ist ein solcher Rückweg schwieriger.

Zweiter Grund ist später Einstieg in die Route, sie berücksichtigen nur die geschätzte Kletterzeit, nicht aber, dass beim Klettern etwas schiefgehen kann, dass sie schnell abbiegen und die Route verlieren können. Deshalb nehmen sie keine Ausrüstung mit, die sie für Bivak brauchen würden, keine Stirnlampen, zusätzliche Kleidung. Es passiert, dass Alpinisten durch späten Einstieg die Nacht überrascht – nächtliche Rettungen sind besonders anspruchsvoll.
Vertrauen auf "die kommen schon"

Nach Bele ist die Qualifikation der Alpinisten nicht Ursache für Probleme, da "Schulen in Slowenien zu den besten gehören".

Ausrüstung und Vorbereitung sind also kein Problem, aber die Einstellung hat sich geändert. "Das sind wohl moderne Zeiten, in denen auch der Blick auf Alpinismus anders ist," sagt Bele. Er schätzt, dass sich die Einstellung geändert hat: "Früher haben wir alles versucht, bevor wir Hilfe riefen, jetzt rufen sie sehr schnell die Retter."
Ausstellen von Rechnungen ist keine Lösung

Das Ausstellen von Rechnungen für Rettungen vor Jahren hat sich nicht als effektive Lösung bewährt – in manchen Fällen zeigte sich sogar ein negativer Effekt, da sie zu lange mit dem Anruf warteten, weil sie nicht zahlen wollten. In einigen Fällen stellte sich heraus, dass sie eine Rechnung stellten, aber später herauskam, dass Alpinisten richtig gehandelt hatten, aber einfach Pech hatten. Nach Bele muss dieses Gebiet systemisch geregelt und präzise definiert werden, was "grobe Fahrlässigkeit" bedeutet. Die Kosten für Hubschrauberrettung, bei der Teilnehmer unverletzt sind, übernimmt die Krankenversicherung sowieso nicht.

Bele hebt hervor, dass dieses Jahr trotz mehr Alpinisten kein Todesfall registriert wurde.


Einige jüngste Rettungen:

Abstieg um ein Uhr nachts

Eines der nächtlichen Einsätze führten Retter letzte Sonntag durch. Drei Alpinisten riefen kurz vor ein Uhr nachts um Hilfe, da beim Abstieg unter der Nordwand der Mala Mojstrovka sie nicht mehr sicher waren, ob sie auf dem richtigen Weg sind.

Wie uns Grega Oblak, Mitglied GRS Kranjska Gora, sagte, gingen er und sein Mitretter den Alpinisten entgegen, als sie deren Lichter sahen, wussten sie, dass sie im richtigen Graben sind. „Sie suchten hauptsächlich Information, aber niemand konnte es ihnen ganz richtig sagen. Sie waren top ausgerüstet. Sie wussten selbst, wo sie Fehler gemacht hatten,“ erklärte Oblak.

Er sagt, die Alpinisten haben den Großteil selbst gemacht, waren für Bivak gerüstet, entschieden sich aber für Abstieg wegen möglicher Wetterverschlechterung nächsten Tag. Die Retter warteten unter der Wand und begleiteten sie dann nach Vršič.

Diesmal endete alles glücklich, aber wie Oblak sagt, hätten sie das Klettern früher beenden sollen, sie stiegen um neun Uhr in die Wand ein.


Freunden eilte es weiter

Am Tag zuvor, letzten Samstag, machten sich GRS Celje Retter an eine nächtliche Rettung. Am Abend auf Okrešelj waren neun Retter, die abends Nachricht bekamen, dass zwei Kletterinnen in der Wand der Mala Rinka in Schwierigkeiten waren. Sie waren ca. 150 Meter unter Wandgipfel und unangemessen bekleidet für Nacht in der Wand. Sie halfen ihnen mit Seiltechnik aus der Wand, gesichert führten sie sie durch Turski žleb nach Okrešelj. "Das war eine der schwierigeren Rettungsaktionen wegen aufgeladenem Geröll am Wandrücken und bröseligem letzten Zug direktem Ausstieg aus der Route, vor allem wegen Dunkelheit, da alles im Schein von Stirnlampen geschah," schrieb Brane Povše auf GRZS-Seite.

Die Kletterinnen waren sonst mit Kollegen aus Alpinistik-Abteilung, die sie aber nicht warteten, da sie nächsten Tag in Klemenča Peč klettern gingen.

Unpassendes Team

Auch Rettung zweier Wanderer, die am letzten Augusttag auf Skuta steckenblieben, fand spätabends statt. Sie retteten GRS Kamnik Retter und Bereitschaftsteams GRS Brnik mit slowenischem Heereshubschrauber. Diesmal verursachte unpassend gewählter Ziel bezüglich Fähigkeiten und Unerfahrenheit des Kletterteams den Einsatz.

Feststeckend unter Špik-Gipfel

Am 11. August nachmittags steckten zwei Alpinisten unter Špik-Gipfel fest. Mit Winde hoben sie sie in den Hubschrauber und brachten unverletzt ins Tal.


60 Meter an Stahlseil und Teleskopstange

Auch anspruchsvolle Rettungsaktion Anfang August in Triglav-Nordwand. Im Čopov-Streb steckten zwei Wanderer, griffen ein Bereitschaftsteam GRS Brnik und Slowenische Armee Hubschrauberbesatzung. Nachricht um 19:30, flogen zur Wand. Aber mussten wegen Wind, der kein Hovern erlaubt, abbrechen. Rettung nächsten Tag erfolgreich.

Wie Boštjan Griljc schrieb, ist Wand dort extrem steil. Trotz maximaler Annäherung Hubschrauber musste Retter 60m an Stahlseil abseilen, Teleskopstange nutzen um Kletterer zu erreichen.

Quelle: http://www.zurnal24.si/alpinizem-ni-nedeljski-piknik-clanek-205683
gefällt mir
JusAvgustin16. 09. 2013 05:40:16
Wie können zwei Wanderer im Čopov steber stecken bleiben?! Und zwei Alpinisten am Špik? Offensichtlich haben die, die solche Beiträge schreiben (hier žurnala24-Journalist) keine Ahnung wer wer ist, bzw. unterscheiden keine Äpfel von Birnen! Sehr belehrender Artikel! Die Wand ist kein Kindergarten! Wenn du das nicht respektierst, kriegst du früher oder später eins drauf! Hier ist mehr besser als weniger und nicht weniger ist mehr!
(+3)gefällt mir
zippo16. 09. 2013 08:04:31
Etwas Unwissenheit, etwas Inkonsistenz bei der Berichterstattung.

Wanderer im Čop, das ist wirklich gut und ich erinnerte mich, wie vor Jahren ich eine Gruppe aus dem Büro führte. Als wir hinter Aljažev dom vor der Wandtafel standen wo Routen eingezeichnet sind, fragte eine Kollegin nach welcher wir gehen würden. Ich sagte keiner, und sie war ganz überrascht velik nasmeh Wir gingen natürlich nur über Prag
(+12)gefällt mir
VanSims23. 09. 2013 14:02:24
Als ich diesen Samstag durch die Ziljska dolina nach Plöckenpass (für Cellon) fuhr, hörte ich im Kärntner Radio eine interessante Geschichte über die 'Rettung' eines slowenischen Staatsbürgers im Maltatal-Gebiet.

http://www.kleinezeitung.at/kaernten/spittal/spittal_an_der_drau/3414781/vermisster-fuhr-dem-zug-heim.story

Slowenen halt... mežikanje
gefällt mir
JusAvgustin23. 09. 2013 14:08:28
hehejezik
gefällt mir
lizika23. 09. 2013 16:40:21
Hey, ich würde euch gern sehen wenn ihr alt seid jezen was für Waisen ihr dann wärt jezen
(+6)gefällt mir
VanSims23. 09. 2013 18:22:04
Mich wundert nur, dass sie sich nicht zählen konnten, wer den Nachbarn vermisst,... bevor sie weggefahren sind (wie üblich bei Gruppenausflügen) von dort und sofort merkten dass jemand fehlt. Hätten vielleicht mit Handy Kontakt aufnehmen können (OK Signal dort fängt vielleicht nicht). Weiß nicht wie sie einfach ohne ihn wegfahren konnten, er als er in Gmünd ankam hat nicht mal jemanden angerufen oder Polizei verständigt. Einfach jeder seinen Weg, Retter suchten... etwas unverständlich.

Offtopic: Sind unsere Rettungshubschrauber mit Infrarotkameras für nächtliche Suche ausgestattet?
gefällt mir
pohodnik3823. 09. 2013 20:05:28
Ich denke nein da Rettung mit Hubschraubern bei uns nur im sichtbaren Tageslicht...gibt einen Heli in Slowenien der alle möglichen Geräte hat von Infrarot bis starkem Reflektor nur der wird nicht für Rettung benutzt...für Besänftigung von Demonstranten,Fans,usw.
gefällt mir
IgorZlodej24. 09. 2013 05:38:05
Thermografie wurde schon mehrmals bei Suche nach Vermissten eingesetzt, ebenso Nachtrettungen durchgeführt, soviel zur Kenntnis. Natürlich sind bestimmte Bedingungen für Nachtfliegen nötig.
(+6)gefällt mir
viharnik24. 09. 2013 19:46:05
Angeblich haben sie vermisste Touristen im Bohinj-Dreieck auch mit Thermovision gesucht.
gefällt mir
Becar24. 09. 2013 21:38:56
Lass ein Paar da oben in den Bohinj-Dreieck hineingezogen werden, kein Schaden.
gefällt mir
herman829. 09. 2013 08:13:14
Vor ein paar Samstagen führte ein Bergführer aus Zasavje 17 Wanderer zum Prisojnik. Mich interessiert, ob das normal ist oder was die PZS-Norm ist. Eine Teilnehmerin verunglückte und musste sich in Jesenice nähen lassen. Vor Jahren habe ich über einen tragischen Unfall am Košutnikov-Turn gelesen, wo auch viele Teilnehmer waren.
gefällt mir
viharnik29. 09. 2013 08:38:36
Man sagt, vom Überfluss tut der Kopf nicht weh. Sonst bei schwereren Touren üblich kleinere sogar bestimmte Anzahl Bergsteiger in Seilschaft abhängig von Sicherungsmöglichkeiten und Begegnungen am Berg. Spielt auch Rolle die geforderte Geschwindigkeit der Tourdurchführung wegen Bergspezifika.
gefällt mir
1mitjas29. 09. 2013 08:50:54
Hallo

Zweifle dass Führer Bergführer war. Haben keine exakt festen Normen aber die meisten von uns haben für solche Wege Normativ 4 Gäste pro Führer akzeptiert.

LG
gefällt mir
Seite:123...1516171819
Um einen Kommentar zu veröffentlichen, müssen Sie sich anmelden:
Benutzername:
Passwort:
Anmelden
Falls Sie noch keinen Benutzernamen haben, müssen Sie sich zuerst registrieren.
         
Copyright © 2026 Berge.info, Nutzungsbedingungen, Datenschutz und Cookies