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Viš/Jof Fuart

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urbancek5. 08. 2012 14:15:38
Ich weiß nicht recht, was die Geschichte damit zu tun hat, dass es ein Bergsteig ist und 2012 bzw. heute für die breite Öffentlichkeit geöffnet... Für Leute, die in die Berge gehen, ist das wohl neben den Verhältnissen darauf die primäre Info, und erst danach kann man sich hobbymäßig über seine Geschichte erkundigen. In die Berge geht ja nicht die Geschichte, sondern der Mensch hier und jetzt auf dem Weg, dessen Zustand heute zählt und nicht vor 100 Jahren...zavijanje z očmi
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IgorZlodej5. 08. 2012 17:32:24
Da die Beschreibung des Vorgängerwegs ziemlich lückenhaft ist bzw. über Schlüssel-Schwierigkeiten gar nichts sagt, erlauben Sie mir, die aktuellen Verhältnisse auf diesem Weg zu beschreiben. Bis zur Žabniška krnica natürlich keine Probleme. Als ich mich unter den Mali Viš begebe, sehe ich hoch oben auf dem Firnfeld einen Menschen, ja am Einstieg ist noch Firn und Eis, und eine kurze Rinne, die umgangen werden kann. Offenbar ist er zu hoch geraten, leite ihn zurück unten. Hier und da rutscht er etwas, ein Stein fliegt vom teilweise bedeckten Firnfeld, aber er findet den Quertritt und geht auf den Pfad in der Wand. Ich suche unten den roten Punkt, schon im unteren Teil querte ich das Firnfeld und Eis mit Schutt bedeckt und direkt am roten Punkt klettere ich gerade hoch, schwache II. Höher erreiche ich den markierten Pfad und darum herum, dann durch den Kamin, in dem noch einige Holznägel hoch sind. Bald hole ich den Jungen vor mir ein. Er sagt, er ist Filip aus Beljak, wir steigen zusammen auf. Bald höher im Graben stoßen wir auf einen richtigen Einsturz, offensichtlich frischer Bergsturz, im Graben große Blöcke, Schutt, Staub. An einer Stelle hat ein größerer Block den alten Durchgang versperrt, so dass man die Stelle rechts über geglättete Steine umklettern muss. Ca. 30 m höher ist der einst schwerste Platz, jetzt gut gesichert und verursacht keine Probleme, auch nicht im Weiteren. Bald sind wir auf den Božjih policah, ein Stück rechts darüber, dann bei verblassten Markierungen weiter. Folgt noch etwas leichteres Klettern, dann etwas eintöniger Aufstieg am Hang zum Gipfel. Abgestiegen bin ich über die Normalroute auf die Südseite, unten links abgezweigt auf den Weg A. Goitan, zur Mala špica über die Nordseite und hinunter zur Trbiška škrbina. Da der alte Übergang zur Mrzla voda schon einige Jahre gesperrt ist, bin ich noch etwas tiefer abgestiegen, dann über den neuen Umgehungspfad, der gut gesichert hoch und runter auf die zerrissenen Schuttfelder ist, unten den Weg zur Žabniška škrbina getroffen und darüber zur Hütte Pellarini und ins Tal. Der einst angelegte, gesicherte und markierte Weg Gola Nord-Est ist seit langem aufgegeben. Vor Jahren haben Führer zwar einige Haken und Drahtseil am schwierigen Übergang im mittleren Grabenteil angebracht, ebenso Bohrlöcher mit Ösen an mehreren Stellen für Sicherung und mögliche Abseilungen. Der Weg selbst ist auf Karte Tabacco 019 nicht nummeriert, aber eingezeichnet und daneben ist ein Alpinist gezeichnet, was bedeutet, dass es ein alpinistischer Aufstieg ist. In Italien gibt es Dutzende solcher Wege, einige sind für erfahrene Bergsteiger wahre Perlen, daher ist jeder Kommentar über schlechte Pflege oder gar Vernachlässigung völlig überflüssig.
Immer faszinierender Blick auf die Berge über Žabniška krnica1
Filip ist zu hoch gekommen2
Frischer Lawinenabbruch in der Rinne3
Unter der einst schwierigsten Stelle4
Filip hat mir die ganze Zeit fleißig gefolgt5
Noch eine Abkürzung zur üblichen Südroute6
Wirklich nicht viele waren oben bei meiner Ankunft7
Steinbock, muss mal wieder hoch8
Das wird der echte Übergang9
Zerfetzte Schuttfelder oberhalb des Kopfes des Mrzle-voda-Tals10
Von den Žabniške škrbine schöner Blick auf Mangart und Jalovec11
Weil man mich überall kennt finde ich schnell Gesellschaft12
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jax5. 08. 2012 18:10:25
Bezüglich des Alpinisten auf Tabacco-Karten, soweit ich mich erinnere, ist der Alpinist bei jeder Kletterroute gezeichnet, gepflegt oder nicht. Ich weiß nicht, was die Legende dazu sagt. Leider habe ich keine solche Karte zu Hause, ich werde mich erinnern nachzuschauen, wenn ich nächstes Mal in die Bibliothek gehe.
Das Andere, was oben erwähnt wurde, ist, dass es eigentlich nicht nur um Gola NE geht. In den oberen Beiträgen wurden noch einige andere Wege genannt, die nummeriert und im CAI-Wegnetz sind, aber trotzdem entweder aufgegeben oder nur sehr schlecht gepflegt werden (ich füge noch eine hinzu - Rio degli uccelli in den Karnischen - diese ist jetzt wohl offen, aber für die Sanierung haben sie ca. 10 Jahre gebraucht). Also - niemandem etwas vorwerfen, aber dass die Wegpflege auf italienischer Seite so super organisiert und effizient ist, ist einfach nicht wahr.
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urbancek5. 08. 2012 18:39:03
Igor, danke für die Ergänzung meines Beitrags und Gratulation zum Aufstieg und zur schönen Tour.nasmeh Wir streiten uns nicht mehr viel, oder...mežikanje Na ja, zumindest hoffe ich das, denn wie schon irgendwo gesagt, Bergsteiger bzw. Wanderer sind wir im Grunde nicht solche Leute... Respektieren wir uns gegenseitig, dann ist alles gut!
Lp!
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zippo5. 08. 2012 19:51:35
unsere Markierer würden dieses Dilemma eleganter und eindeutiger lösen. Am Weganfang hängt man einfach ein Schild auf, dass der Weg unpassierbar ist, jeder der hineingeht weiß, womit er rechnen muss. Nicht so ein vorheriges Studium der Geschichte und Fragen bei Einheimischen. Nicht jeder hat die Gelegenheit, mit ihnen beim Bier zu sitzen und über Besonderheiten jedes ihrer Wege zu diskutieren.
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klm5. 08. 2012 19:57:20
Auf gewisse Weise ist es wirklich seltsam, dass z.B. CAI 649 und GOLA NE noch immer als markiert bzw. gepflegt eingezeichnet sind, obwohl sie quasi seit einigen Jahren aufgegeben sind, aber noch begehbar (na ja der Übergang unter Piparji mehr oder weniger nicht mehr - an allen Einstiegen gibt es Schilder, die darauf hinweisen), während z.B. CAI 619, 655, 651, die ebenfalls über ein Jahrzehnt nicht mehr gepflegt wurden, deswegen auf keiner Tabacco-Karte markiert sind.
Kletterer neben dem Weg markiert bedeutet einen sehr schwierigen markierten Weg mit Kletterabschnitten - also Wege wie Norina, Via Amalia, Anita Goitan usw...
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jax5. 08. 2012 20:49:53
klm, hast du also irgendwelche "offiziellen" Infos von einer CAI-Sektion, dass 649 tatsächlich aufgegeben ist und nicht mehr erneuert wird? Denn ich finde online jedenfalls keine Antwort dazu, ob und wann sie sich drum kümmern.
Da ich diesen Weg schon einigen Kollegen erwähnt habe im Stil "da drüben gibt's was Interessantes, definitiv lohnenswert hinzugehen, aber warten wir, bis sie ihn endlich richten". Hast du also Info, dass solches Warten umsonst ist und es gar nicht mehr erneuert wird? Danke für jede Antwort.
ach ja, falls Igor etwas dazu weiß, empfehle ich mich auch für seine Antwort mežikanje
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IgorZlodej5. 08. 2012 21:08:01
Vielleicht gibt Alessio, der erste Markierer auf Trbiž, noch eine neue Info. Man muss wissen, dass Bergwege nicht von Firmen gepflegt werden, sondern von Freiwilligen, na ja in Italien sind für die Installation von Sicherungen ausschließlich Bergführer zuständig. Abhängig von zahlreichen Verletzungen kommen einige Wege früher dran, andere später, einige gar nicht, weil es wegen ständiger Felsstürze nicht mehr sinnvoll ist, sie zu pflegen.
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klm5. 08. 2012 21:10:05
Eine Infoquelle ist die Webseite www.sentiericai-fvg.it
dann gibt es noch Webseiten von CAI-Sektionen, die für einzelne Wege zuständig sind. Wegen beruflicher Tätigkeiten muss ich mit solchen Neuigkeiten auf dem Laufenden sein.
Wie ersichtlich, ist CAI 649 nicht mehr auf dieser Liste, ansonsten steht an allen Einstiegen "sentieri 649 inagibile" also "unbenutzbar"
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rant26. 08. 2012 13:38:14
Route von Pellarini-Hütte (1499m).
Bild zur Orientierung. Rot aktuelle gesicherte Route. Blau markierter Weg in sehr schlechtem Zustand, angelegt als Gletscher ca. einige Dutzend Meter höher war.
Rot ist der aktuelle gesicherte Weg. Blau markierter Weg in sehr schlechtem Zustand, angelegt, als der Gletscher ca. einige Dutzend Meter höher war.1
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janez.novak9. 09. 2012 23:26:50
Am Samstag sind wir über den Anita Goitan Weg von Corsira zum Viš gegangen. Am Weg völlig einwandfreie Sicherungen - genau wie auf allen italienischen Wegen (locker Drahtseil, großer Abstand zwischen Haken). Einige Stellen (Rinnen bzw. Kamine) sind ganz anspruchsvoll, besonders da sie in Abstiegen sind. Ausblicke wunderbar und zugleich wild - wirklich einmalig. Blick vom Gipfel war einmalig. Am Gipfel überwiegend Slowenen.
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PFranci6. 07. 2013 21:35:53
Von den Koštrunspitzen sind wir heute weiter zum Viš. Von der Mojzesscharte sind wir über den Anita-Goitan-Weg zum Gipfel gestiegen. Auf dem Weg gibt es ein Schneefeld, das man über die Police oberhalb des Schnees umgehen kann. Heute wenig Besuch auf dem Gipfel, nur einer vor uns. Da das Wetter hielt, haben wir beim Abstieg den Weg über Anita Goitan bis zur Trbiškascharte verlängert. Kein Bedauern, da er zwischen wilden Polizen und Türmen führt.
Abstieg zur Corsi-Hütte, weiter zur Viš-Alm und etwas mühsamer Straßenweg ins Tal. Wieder ein schöner Tag. Lp
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Laško ist Gesetz...21
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klavdy611. 07. 2013 09:50:06
Mich interessieren die aktuellen Verhältnisse (Schnee) auf dem schwierigen Weg ab Corsi-Hütte. Danke für die Antwort nasmeh
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PFranci11. 07. 2013 13:18:07
Auf meinem 19. Bild sind die Verhältnisse zu sehen. Es gibt noch Schneeflächen, die umgangen werden können.
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ksena18. 08. 2013 16:13:25
Vom Parkplatz Nr.2 in Zajzera haben wir uns entlang Weg 616 zur Pellarini-Hütte aufge wähmt, dann Richtung Nabojs-Scharte und bei Schilder Gola NICHT links zur Police des Kleinen Viš abgebogen. Diese führt zu engem steilem Kamin mit Stahlseilen, zum Aufstieg helfen verkeilte Holzstämme. Nach zerklüftetem Gelände auf den Grat des Kleinen Viš geklettert, wo das Couloir beginnt. Mit Sicherungen an Schlüsselpunkten, wo keine, Beherrschung der Felsbewegung, Klettern bis II nötig. Nach Ausstieg aus dem Couloir der Police „Božje police“ gefolgt. Nach gut 50 m verlassen und über steinigen Abschnitt unter normale Viš-Route. Angeschlossen und in paar Minuten auf Gipfel. Abstieg zur Corsi-Hütte, vorbei an Viš-Alm ins Jezersko-Tal.
Morgen in Zajzera1
einfallsreiche Kapelle am Weg2
Viš3
wir sind links abgebogen4
Das Überqueren des Schneefeldes ist unproblematisch, mit Schutt bedeckt5
entlang der kleinen Felssicherung um Mali Viš6
Einstieg in engen und steilen Kamin7
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einst schwierigster Teil des Aufstiegs, heute mit Stahlseilen gesichert12
vom schönsten Teil des Weges zum unangenehmeren Schutt13
vor dem Gipfel14
auf dem Gipfel einige Bergsteiger15
Montaž16
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Einsamer auf der Weide18
Abstieg zur Hütte Corsi19
vor der Viška planina20
Viška planina mit Viš21
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serznoz28. 10. 2013 13:19:06
Wer am Samstag im Tal blieb, hat viel verpasst, da es im Jahr nicht viele Chancen für außergewöhnliche Ausblicke wie diesen Tag gibt. Samstag über Viš-Alm und Corsi-Hütte auch heiß, Schweiß floss vom Kopf stärker als oft im Sommer. Schmetterlinge auf Gipfel. Serpentinweg uninteressant, aber Ausblick ab Alm beeindruckend. Höher nichts Besonderes, etwas Schnee zum Gipfel, kein Problem. Manche von vielen Verzweigungen mangelhaft markiert, unklar, verblasste Inschriften an Felsen, viel logisches Denken und Rotpunkt-Suche nötig.
Wenig Wanderer. Ausblicke entschädigen alles. In Corsi-Hütte herrscht slowenisches Bier. Nebelgrenze ca. 1800m, schön zu sehen, wie weit der Adriatische Einfluss reichte. Dolomiten wie auf der Handfläche 120km entfernt, komplette Hohe und Niedere Tauern, Osten klare Heimatberge, Süd unser Eck und Italien weißes Meer.
Fotos folgen.
Viel Glück und sicheren Schritt!
Viška Alm1
Eine der Wegkreuzungen, die Aufmerksamkeit erfordern2
Weißes Meer3
Mangart, Jalovec und alles dazwischen4
Monte Coglians5
Großvenediger6
Veliki Klek7
Ankogel8
Očak9
Kanin10
Civetta, Pelmo, Marmolada, Antelao, Sorapiss11
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Grosses Wiesbachhorn13
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Rabeljsko: See und Spitzen16
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jedriličar28. 10. 2013 13:40:52
Ist Rif. Corsi noch geöffnet?
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serznoz28. 10. 2013 13:42:43
Dieses Wochenende war die Hütte geöffnet. Slowenisch verstehen sie nicht, haben aber unser Bier und Radler.
Lp
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pepč28. 10. 2013 15:43:25
Bis 4. Nov
Lp
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čeček76. 07. 2014 15:35:15
Samstag 5.7 auf Viš. Wetter schön, Ausblicke wunderbar! Weg ausgezeichnet markiert, Sicherungen top Zustand. Hatten Steigeisen und Eispickel aber nicht nötig, sehr wenig Schneefelder leicht umgehbar. Rückweg Stopp für verdientes Bier in geöffneter Corsi-Hütte. Eine der schönsten Touren für mich nasmeh

Kurzes Video aus schönen Gegenden im Link unten nasmeh LP, Blaž
https://www.youtube.com/watch?v=3NN2AxPLVGE
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