Da die Beschreibung des Vorgängerwegs ziemlich lückenhaft ist bzw. über Schlüssel-Schwierigkeiten gar nichts sagt, erlauben Sie mir, die aktuellen Verhältnisse auf diesem Weg zu beschreiben. Bis zur Žabniška krnica natürlich keine Probleme. Als ich mich unter den Mali Viš begebe, sehe ich hoch oben auf dem Firnfeld einen Menschen, ja am Einstieg ist noch Firn und Eis, und eine kurze Rinne, die umgangen werden kann. Offenbar ist er zu hoch geraten, leite ihn zurück unten. Hier und da rutscht er etwas, ein Stein fliegt vom teilweise bedeckten Firnfeld, aber er findet den Quertritt und geht auf den Pfad in der Wand. Ich suche unten den roten Punkt, schon im unteren Teil querte ich das Firnfeld und Eis mit Schutt bedeckt und direkt am roten Punkt klettere ich gerade hoch, schwache II. Höher erreiche ich den markierten Pfad und darum herum, dann durch den Kamin, in dem noch einige Holznägel hoch sind. Bald hole ich den Jungen vor mir ein. Er sagt, er ist Filip aus Beljak, wir steigen zusammen auf. Bald höher im Graben stoßen wir auf einen richtigen Einsturz, offensichtlich frischer Bergsturz, im Graben große Blöcke, Schutt, Staub. An einer Stelle hat ein größerer Block den alten Durchgang versperrt, so dass man die Stelle rechts über geglättete Steine umklettern muss. Ca. 30 m höher ist der einst schwerste Platz, jetzt gut gesichert und verursacht keine Probleme, auch nicht im Weiteren. Bald sind wir auf den Božjih policah, ein Stück rechts darüber, dann bei verblassten Markierungen weiter. Folgt noch etwas leichteres Klettern, dann etwas eintöniger Aufstieg am Hang zum Gipfel. Abgestiegen bin ich über die Normalroute auf die Südseite, unten links abgezweigt auf den Weg A. Goitan, zur Mala špica über die Nordseite und hinunter zur Trbiška škrbina. Da der alte Übergang zur Mrzla voda schon einige Jahre gesperrt ist, bin ich noch etwas tiefer abgestiegen, dann über den neuen Umgehungspfad, der gut gesichert hoch und runter auf die zerrissenen Schuttfelder ist, unten den Weg zur Žabniška škrbina getroffen und darüber zur Hütte Pellarini und ins Tal. Der einst angelegte, gesicherte und markierte Weg Gola Nord-Est ist seit langem aufgegeben. Vor Jahren haben Führer zwar einige Haken und Drahtseil am schwierigen Übergang im mittleren Grabenteil angebracht, ebenso Bohrlöcher mit Ösen an mehreren Stellen für Sicherung und mögliche Abseilungen. Der Weg selbst ist auf Karte Tabacco 019 nicht nummeriert, aber eingezeichnet und daneben ist ein Alpinist gezeichnet, was bedeutet, dass es ein alpinistischer Aufstieg ist. In Italien gibt es Dutzende solcher Wege, einige sind für erfahrene Bergsteiger wahre Perlen, daher ist jeder Kommentar über schlechte Pflege oder gar Vernachlässigung völlig überflüssig.