| VanSims28. 08. 2013 19:46:32 |
Die Nacht von Samstag auf Sonntag (10.-11.8.) habe ich auf dem Parkplatz in den Vrata verbracht. Wegen der Parkgebühreneintreiber bin ich zu dem da unten etwas abseits der Straße abgebogen. Aber morgens als ich aufwache und kurz nach sieben zum Aljažev dom gehe, sehe ich sie nirgends. Auch nicht auf dem Hauptparkplatz! Seltsam!  Vom Aljažev dom gehe ich weiter vorbei am Abzweig zur Tominškova bis zum Abzweig des Weges über Prag. Nach dem Überqueren des Baches fängt gleich das Klettern an den Haken an. Das ist gut! Aber nach ca. 20 Min. hört es auf. Und es beginnt ein Weg, der am Anfang noch nicht so steil ist. Dann steigt er an und wieder muss man hier und da mit den Händen zugreifen. Hier treffe ich drei junge Kerle, Ausländer - der letzte in Sneakers!  Dann komme ich langsam zur Medvedova skala. Dort lege ich das komplette Zeug an und rein. Mir hat es keine großen Probleme gemacht aber für Anfänger kann es ganz unangenehm sein. Deshalb würde ich diesen Weg als 'sehr schwierig' einstufen. Die Schwierigkeit dieses Teils lässt sich meiner Meinung nach mit den Klammern vor der Pipanova-Leiter am Montaž vergleichen. Weiter folgen noch einige Kletterabschnitte, die zumindest beim Aufstieg keine Probleme machen und ich bin schon am Anschluss zur Tominškova. Ich gehe vorbei am Begunjski studenček, der symbolisch tropfte, was wahrscheinlich Folge des Regens vor zwei Tagen war sonst wäre er in der Hitzewelle völlig ausgetrocknet. Vom Abzweig zur Staničeva koča Richtung Kredarica beginnen die mühsamen Triglav-Platten, dann vor ihr noch einige Drahtseile. Auf dem Weg war nicht viel Betrieb aber umso mehr an der Kredarica. Ich gehe schnell an dieser berühmtesten Hütte Sloweniens vorbei und zur Planika. Auf dem Weg unter dem Konta traue ich mich wegen des Schneefeldes, das ich sah, nicht, na vielleicht gäbe es keine Probleme. Also gehe ich drumherum was den Weg um ca. 10-15 Min. verlängert. Nach Ankunft an der Planika, wo der Andrang deutlich geringer war, folge ich der Masse nicht mehr. Ich biege zur Gorjanska pot oder Weg über Noga oder über Triglavska škrbina ab. Aber wer kennt noch andere Namen? Nach ca. 10 Min. komme ich zu einem Schuttfeld, das noch verschneit war. Darüber gab es einige Spuren aber der Aufstieg war trotzdem ganz mühsam. Besonders dann war es schwierig, den richtigen Weg auf die Markierungen zu finden. Als ich einmal durchkomme zum Einstieg in den Kletterteil, atme ich da erst mal auf. Na, der Kletterteil selbst überrascht mich, da ich gehört habe, er sei nicht so schwer, dieser Weg sogar leichter als der von Kredarica. Der untere Freeclimb-Abschnitt (wenn man einige Haken abzieht) erinnert mich an den NW-Grat des Gartnerkofel, wo es am Anfang vielleicht noch etwas steiler in die Wand geht. Dort ist der Fels etwas strukturierter (hier simulieren einige eingebohrte Haken das), auf dem Schutt auf dem Weg muss man auf beiden Wegen aufpassen. Dann fangen langsam die Drahtseile an, die immer häufiger werden. Dort ist es etwas leichter aber immer noch steil. Auch die Blicke nach unten sind ganz großartig!  Der Übergang von den Seilen zum Schuttfeld unter der Scharte kam mir etwas verwirrend vor, na nach ca. 10 Min. bin ich da - öffnet sich der Blick zur Nordseite (Mangart, Jalovec,...). Von Planika zur Škrbina war ich allein unterwegs. Das ist für Triglav in der Saison schon Komfort! Von da ist der Weg nicht mehr schwer, weder technisch noch konditionell. Muss aber zugeben, dass ich schon ziemlich geschafft war und es anfing zu ziehen. So hab ich kein genaues Gefühl, ob ich von da zum Gipfel nur eine halbe oder gar eine Stunde gebraucht habe  Oben wieder voll mit Leuten, die z.B. wieder ihre Unkenntnis der umliegenden Berge zeigten. So wurde mein unverzichtbarer Dobrač zuerst zu den Višarje erklärt (was wegen der relativen Nähe vielleicht noch kein so großer Fehler ist) dann sogar zum Obir! Ich pause kurz und hau ab, da ich rechne, vielleicht noch bis Abend zurück in die Vrata zu kommen. Auf dem Grat zum Mali Triglav sichere ich mich selbst und das erlaubt mir, praktisch runterzulaufen! Eine Dame mault zwar und deutet mir sogar an, dass ich runtermuss (was sie genau damit meinte, ist mir unklar ) aber ihr Problem. Soll sie sich auch sichern sonst die Zunge binden! Am Mali Triglav merke ich, dass es nicht klappt und ich oben übernachten muss. Zur Kredarica, der vulgär-plebejischsten Hütte in unseren Bergen hatte ich keine Lust und steige zur Planika ab. Als ich ankomme, kriege ich noch Unterkunft. Wie der Schlaf dort lief, hab ich unter 'Hüttenwirte' beschrieben. Morgens wache ich um sechs auf, frühstücke und mache mich zurück zur Kredarica und runter in die Vrata. Ich hab das Gefühl, die Zeiten an den Tafeln um den Triglav sind etwas zu ambitioniert. Zu den Vrata brauche ich statt zweieinhalb Stunden vier, abzüglich zwei Pausen. Nach der Medvedova skala war es etwas verwirrend, auf den unteren Haken ging's aber gut. In den Vrata wo ich ca. 12:00 ankomme wieder keiner, der für Parkgeld nervt. Wo sind also diese berüchtigten Parkgebühreneintreiber?  Mit dem Auto fahre ich nach Mojstrana, ins dortige Mercator für einen Happen dann im Urlaub Richtung Österreich...(Fortsetzung folgt - natürlich unter anderem Thema).
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