Jeden Samstagmorgen fahre ich zu den Weißen Wassern, leider nicht zu früh, sodass trotz Pläscherns des Baches am Weg keine echte Kühle herrscht und ziemlich verschwitzt komme ich beim Brunner-Schutzhütte an. Dort fülle ich Flaschen mit Wasser und setze den Weg fort zum Gorizia-Biwak. Noch Aufstieg zur Scharte und schon bin ich auf dem 100-Jahre-Weg. Im Stollen kommen mir zwei deutschsprachige Bergsteiger entgegen, die ich beim Biwak G. eingeholt habe und fragen nach dem Weg zur Corsi-Hütte. Ich weise sie in die richtige Richtung und setze den Weg fort zu Anita Goitan. Da ich mich für den Aufstieg zur Wilden Ziege nicht gut vorbereitet habe (zu oberflächlich gelesen, in welche Rinne abbiegen vom Weg nach A.G.), bog ich offenbar falsch ab, aber wählte Übergänge gut und erreichte den Gipfel von Norden. Oben begrüßt mich ein freundlicher Italiener, der auf seine Alpinisten-Freunde wartete, die die Nordwand kletterten. Er schaut etwas verwundert, als ich sage, woher ich komme, und zeigt mir, welche Rinne richtig ist, und erklärt den Abstieg mehrmals, da ich fast kein Italienisch kann. Er gab mir sehr gute Tipps, so keine Probleme beim Abstieg (nicht als Spaziergang lesen

), wenn zurück über Zugangsrinne dann ....?
Da es nicht genug war, stieg ich noch zu Viš auf, vorbei an der Mojzes-Scharte zur Corsi-Hütte, wo ich den Italiener und Freunde wieder traf. Es folgte der Abstieg (wenn man das so nennen kann, da der Weg fast öfter hoch als runter geht

) zum Auto bei den Weißen Wassern. Schöner heißer anstrengender Tag

