In den letzten Jahren war der Wanderweg nach Dražgoše nie ausgefallen, und auch dieses Jahr nicht. Diesmal leider nicht von Pasja ravn, aber trotzdem sind wir gegangen. Zuerst einige Bedenken wegen frisch gefallenem Schnee und noch hundeekaltem Wetter, haben wir uns entschieden, von Tržič zu starten. Wir parkten in der Nähe der Tankstelle in Bistrica/Tržič und entlang der Straße durch die Dörfer vorbei an Zvirč, dem Kreisverkehr in Podtabor, unter der Autobahn vorbei an der DARS-Basisstraße, dann in einer scharfen Linkskurve bogen wir von der Hauptstraße auf den Schotterweg (Abkürzung) ab, der sich wieder der Hauptstraße in der Nähe des Kreuzes für Gobovce anschließt. Wir setzten die Fahrt über die Brücke über die Save links durch Gobovce bis zum Dorf Ovsiše fort, wo wir den Bach Lipnica überquert haben, dann direkt zur Straße nach Dobravica hochgeklettert und weiter nach Češnjica. Obwohl wir schon mehrmals organisiert nach Dražgoše gegangen sind, kamen wir hinter dem Dorf Dobravica zum Kreuz mit der Kapelle und dahinter eine Markierung gesichtet, niemand erinnerte sich, wo wir damals gewandert sind. Wir einigten uns und fuhren nach Češnjica weiter. Natürlich kamen wir bald in eine Sackgasse, die Navigation versagte (hätten in Richtung der zuvor genannten Markierung gehen sollen), wir kehrten um und dann mehr nach Gefühl, nach gut einer halben Stunde fanden wir den markierten Weg, den wir kurz vorher aufgegeben hatten. Was die Orientierung betrifft, war es von da an alles leichter, aber auf dem Weg immer mehr Schnee und als wir zur Straße Dražgoše – Kropa kamen, wateten wir die letzten Dutzende Meter tief über die Knie. Nach weniger als einer halben Stunde Gehen auf Asphalt kamen wir zu einer scharfen Rechtskurve mit Infotafel. Hier hatten wir mit PD Tržič die zweite Pause, wo sie uns mit heißem Tee versorgt haben. Aber diesmal ohne Halt entschlossen zum Ziel, noch die letzten km. Die Kälte ließ etwas nach, das Ziel kam näher und als wir zur Kirche sv. Jedrt kamen, wo PD Tržič Tee und Wurst angeboten hat, haben wir auf dem letzten Kilometer, der schon Blick zum Ziel bietet, etwas beschleunigt.
Nach guten fünf Stunden erreichten wir das Ziel. Der Rest der Statistik, denke ich, ist nicht wichtig ;-)
Am Ende stellten wir fest, dass wir auf dem ganzen Weg nirgends angehalten haben, um etwas zu trinken, zu essen und uns wenigstens ein bisschen auszuruhen. Beide hatten wir angenehm beladene Rucksäcke mit aller notwendigen Ausrüstung, voller Essen und Trinken (worum sich PD Tržič immer gekümmert hat), die wir zum Ziel gebracht haben. Aber damit der Inhalt der Rucksäcke nicht umsonst getragen wurde, haben wir am Ende sogar etwas mit Essen gestopft, am besten hat der türkische Kaffee gepasst, den wir auf dem Brenner gekocht haben, das Wasser aus geschmolzenem Schnee, von dem es reichlich gab.
So haben wir trotz der wegen Covid ausgefallenen organisierten Wanderungen auch in diesem Jahr (8.1.2021) den gefallenen unschuldigen Dorfbewohnern und Kämpfern gegen den Okkupator die Ehre erwiesen und die Erinnerung bewahrt.