| VanSims27. 08. 2013 20:48:46 |
Samstag (10.8.) bin ich zum Montazh gegangen. Wegen Urlaubsvorbereitungen erst ca. 12 Uhr in Pecol angekommen. Wettervorhersage nach Regentagen gut, Richtung Rateče schien noch Sonne, Richtung Na žlebeh und Pecol aber Wolken aufgezogen. In Pecol lassen mich Feuerwehrleute zuerst nicht durch, nach 10 Min. zurück am Abzweig sagen sie, geh aber beeil dich. In Pecol natürlich voll mit Feuerwehrleuten, italienischen und österreichischen. Schau zum Montazh, Gipfelgrat im Nebel. Hmm... Zu Brazza, keiner geht weiter. Normalerweise Massen. Na gut, wohin ich komme. Richtung Forca dei Disteis. Unterwegs ein Murmeltier. Am Pass kurze Pause dann weiter, vielleicht Nebel zieht auf. Vorbei an Gedenktafeln am Anfang des Kletterteils. Auch Tafel für vor 2 Jahren verstorbenen Triestiner Bergsteiger, der nach Montazh kam, um Asche seines ebenso verstorbenen Bruders (ungewöhnlicher Tod) zu verstreuen und auf Pipan-Leiter vom Blitz getroffen wurde. Mutter ohne beide Söhne...  Starte Aufstieg durch Schlünde, bald im Nebel, der tiefer zum Sattel gesunken war. Weiter? Sicht 20-30 m, Markierungen gut sichtbar, aber Angst vor Verdichtung. Tal unsichtbar, nur Hubschrauber beim Abladen von Wasser aufs Feuer. Nach Schlünden und Anfangs klettern vorbei Abzweig Leva zur Pipan-Leiter stoße auf Ziege mit Jungtier genau auf Weg. Bewegt sich nicht. Was tun? Näher, und sie reagiert verteidigend. Rechts umgehen möglich, aber Nebel unsicher (Abstieg Nebel weg, sah einfach aus), also links in Schutt, genau rutschig genug. Ging aber. Nach 10-15 Min. PIPAN am Fels, dann Haken zur Leiter. Hakenabschnitt beim Aufstieg am kniffligsten, Leiter weniger. Kurz vor Leiter kommen 2 Kroaten herunter. Einzige Bergsteiger des Tages. Leiteranfang wirkt kurz (60 m nicht vorgestellt). Beim Viertel schauen: steil weiter, Nebel verdeckt Rest. Leiter wackelt leicht, nicht schlimm. Verdacht: absichtlich für Adrenalin. Bei Leiter Selbstsicherung empfohlen, besonders Abstieg. Nach Leiter leichte Schlünde zum Grat. Technisch einfach, exponiert mit tiefen (und schönen im Rückweg) Blicken. Gratweg zieht sich, endlich Kreuz mit Glocke. Klingeln für sicheren Rückweg. Bei Pause tauchen ferne Berge auf. Kanin kurz. Blauer Himmel.  Beim Abstieg öffnen sich Blicke rechts Pecol, Reklantal, Kanin... links Zajzera, Kamniti lovec, Višarije, Viška-Gruppe, Ponce, andere Julier, Karawanken Kepa. An Schlünden Nebel fast weg. Ab Lojtra mühsamer Abstieg steil Schutt. Leider keine einfachere Abstiegsroute von Montazh. Nachmittag zu klarem Abend. Wieder Ziege mit Jungtier (vielleicht dieselbe), dann Schlünde und unangenehmes Abklettern, Sattel nah. Ganzen Weg gefragt, wo die Steinböcke, die hier so gerühmt sind? Nebel? Vielleicht, am Sattel Überraschung: 22 gezählt. Starre sie an, als posiert für mich. Vielleicht die zwei Hörner rammenden demonstrierten! Wie es klirrt, wie Hammer auf Fels! Abstieg Pecol, Blick zurück zum Sattel und Steinböcken. Großartig! Rückweg direkt Pecol raus vor Feuerwehrbasis. Fast Nacht. Auf Straße zum Auto große Fässer für Hubschrauberwasser. Zum Auto nach Trbiž Bier Eis zurück Slowenien Sonntagsziel.
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