Ich wähle gerne verschiedene Wege, deswegen bin ich heute vom Vršič-Weg zum Razor aufgebrochen, nämlich von der „Straßenbauerhütte“ in Mlinarica weiter zum Sattel zwischen Planja und Razor. Vom Sattel gehe ich auf dem markierten Weg zum Gipfel. Bei der „Loch“ ist der erste gefährliche Übergang unter dem Steinfall, nur ein paar 10 Meter weiter das Gebiet unter dem etwas älteren südöstlichen Steinfall von vor ein paar Jahren, höher muss man nochmal unter dem alten Steinfall durch, dann hält mich ein Stopp auf dem Weg auf, Markierungen leiten mich aber rechts und bergauf. Nach ein paar Metern bin ich unter der Wand, dem Kamin oder was auch immer. Über die Seile bin ich in unter zwei Minuten oben, Gipfel in Nebel, also nur eintragen und zurück absteigen auf dem alten Weg, natürlich durch alle Stellen, wo Steinlawinen den Weg blockieren, selbstverständlich auf eigene Verantwortung. Glücklicherweise fiel nichts herunter, wie's weitergeht, sehen wir. Als ich am Planja-Sattel ankam, zeigte sich Razor in voller Pracht und Kraft. Abgestiegen zurück nach Mlinarica, dann auf dem Weg Richtung Vršič, aber nicht bis zum Ende, sondern vorher abgebogen hinunter zur Kranjska planina, auf schönem Steig zur Vršič-Straße am 29. Kehre und gute zwei km zum Auto, das bei der Straßenbauerhütte wartete.
Ach ja, dieser neue Weg, über den einige schreiben, den ihr noch gar nicht gesehen habt, ist gar nichts Besonderes, solche Abschnitte gibt's auf unseren gesicherten Wegen reichlich und auch schwierigere, eigentlich gar nicht erwähnenswert. Übergänge unter Steinlawinen sind objektiv immer noch gefährlich und bleiben es, also vorsichtig, ansonsten empfehle ich für diesen gesicherten Wegabschnitt auch SVK, besonders für die weniger Erfahrenen.