Am Samstag gegen 11 Uhr machen wir uns in einer Gruppe von sieben Mitgliedern, bestehend aus Gorenjci und Steirern, von Krma auf nach Kredarica auf. Schon bei der Fahrt nach Krma war ersichtlich, dass die Berge den Gorenjci näher sind und sie die Fahrt auf der vereisten Bobbahn, die nach Krma führt, besser als wir Steirer beherrschen, da ich kaum dem Bergführer folgen kann, der vor mir fährt. Ich hatte das Gefühl, dass ich jeden Moment von der Straße gefegt werde. Die Bedingungen zum Gehen waren ausgezeichnet, die Spur ausgetreten, Schnee knirschte unter den Schuhen. Bei den Hirten machen wir eine kleine Pause, knabbern etwas und setzen den Weg nach Kredarica fort. Wir treffen mehrere Wanderer, die enttäuscht ins Tal zurückkehren. Das Glück war nicht auf ihrer Seite. Der Anstieg zum Triglav war angeblich fast unmöglich wegen der zu starken Windböen.
Vielleicht haben wir am Sonntag mehr Glück, sagen wir uns und setzen den Weg fort. Unter der Kalvarienbergstätte ziehen wir die Steigeisen an und fröhlich fort zum Ziel. Auf Kredarica wehte es etwas, aber nicht zu stark. Der Wind hatte sich bereits merklich gelegt. Nach etwa einer Stunde stoßen zwei weitere zu uns, die später gestartet sind. Die Wetterfrösche prognostizieren für Sonntag ganz günstige Bedingungen für den Aufstieg zum Triglav. Nach dem Stärken gehen wir ins ungeheizte Zimmer, wickeln uns in Decken ein, von denen es reichlich gab, da die Kälte ordentlich drückte und der Wind in der Nacht gut geheult hat.
Morgens rüsten wir uns und bei -16 machen wir uns auf zum Gipfel des Triglavs. Am Einstieg wehte es leicht, dann bis zum Gipfel des Mali Triglava fast gar nicht, entlang des Grats änderten sich die Bedingungen etwas, aber die Windböen waren nicht zu heftig. Insgesamt waren die Bedingungen für den Aufstieg selbst fast ideal bezogen auf Winterverhältnisse, Steigeisen hielten hervorragend, Lawinengefahr gering, Ausblicke ausgezeichnet und unvergesslich im schönen, sonnigen und kalten Wetter. Nach kurzer Pause machen wir uns fröhlich auf den Rückweg ins Tal. Hinter uns liegen zwei wunderbare Tage, besonders für einige von uns in der Gruppe, die den ersten Winteraufstieg zum Triglav erlebt haben, dank der vier Führer aus der Gruppe, die uns diese Erfahrung sicher ermöglicht haben.
Jetzt soll mal jemand sagen, dass Steirer und Gorenjci nicht zusammenpassen.
Grüße an alle und danke an die Führer für die unvergessliche Erfahrung.