Gestern ein wunderschöner Tag oder besser Morgen auf der V. Etappe PP.
Um 4:30 bin ich schon einer Fuchsfamilie begegnet, die mir bei offensichtlicher Begeisterung für den Stirnlampenstrahl fast eine Stunde gefolgt ist. Das erste Drittel der Rigljice- und Rušice-Bänder war fast eine Autobahnspur. Es sieht so aus, als wären dort vor kurzem etwa 1000 Gämsen umgezogen. Sonst könnte man fälschlich schließen, dass (im Stil moderner verrückter Ideen) einer von ihnen auch eine Schaufel oder sogar etwas Motorisiertes gehabt hätte. Erst beim Hauptsystem der Rinnen (dort wo der Abstieg über Schutt geht) verlieren sich die Spuren, aber oben setzen sie sich wieder zusammen, sodass ich ihnen dann bis zu den Schutthalden unter der Rušica gefolgt bin. Für den letzten Tipp bin ich ihnen überaus dankbar, weil er mir den richtigen Weg zu den Schutthalden gezeigt hat. Den ersten Teil habe ich mit einem verdienten Frühstück unter dem Herzen mit wunderbarem Blick auf die Špik-Vertikalen abgeschlossen.
Die Fortsetzung zum Geröll ist mehr oder weniger "jeder auf seine Art", von dort der einzig mögliche Übergang nach oben. Von dieser Seite sieht es nicht optimistisch aus, aber von hinten sind die Dinge logisch. Wieder ist der Tipp in Form von Gämsenwanderungsspuren in der Rinne mehr als willkommen.
Vor der Drei natürlich himmlische Blicke auf alle durchwanderten und erklommenen Höhen, Mittagessen etwas tiefer bei den Quellen.
Ein wunderschöner Tag!
PS - die nicht einmal ein Jahr alte Drei ist von innen schon (allerdings in geringerem Umfang, aber dennoch) teilweise verbrannt - die Ecke am Kontakt von Ofen und Kamin ist angesengt - es sieht so aus, als könnten einige nicht mehr "Schornsteine machen", andere nicht "verstehen", dass man in einen kleinen Ofen nicht zu viel laden darf. Und der Griff ist wahnsinnig hart (kaum habe ich die Tür geöffnet)...
Der vorige Biwak hat fast ein Jahrhundert gehalten, dieser offenbar nicht
