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suhy / Neueste Beiträge

suhy - Neueste Beiträge

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suhy10. 02. 2025 00:39:48
Man weiß ja nicht, ob man beschreiben soll, was schon unzählige Male beschrieben wurde, oder nicht. Aber da Lesen heutzutage immer seltener wird, verwelkt die kulturelle Bildung der Gesellschaft leider. Und vergesst nicht, wir wichtigen Glieder dieser Gesellschaft sind auch Skitourengeher. Klar ist, dass ohne Schwenken einer in Tinte getauchten Gänsefeder auf weißem Papier nicht viel bleibt, was das Auge locken könnte, über die Pfade großer und kleiner Buchstaben, Kommas, Punkte, Semikolons, Ausrufezeichen und anderer grammatikalischer Wunder von auf Papier oder Bildschirm festgehaltenen Gedanken zu wandern. Schrift ist ja die basische Grundlage und fundamentale Säule unzähliger Wissenschaften, philosophischen Gedankens, Poetik, Poesie, Dramatik sowie alltäglicher Kommunikation ehrlicher Briefe, Telegramme, Ansichtskarten und Zeitungen, die sich mit der Verbreitung von Nachrichten aus heimischen Tälern und ausländischen Abenteuern beschäftigen. Auch die Gesetze, die uns die weise Obrigkeit vorschreibt, damit unkundige Volksmassen wissen, was richtig und falsch ist, brauchen reichlich Papier und Tinte. Ein schönes Beispiel solcher Tätigkeit bietet uns diese Tage der frische US-Präsident, der mit theatralischen Paraphrasen auf einem Scheiterhaufen von Dekreten nach seiner Weisheit nicht nur Leben und Arbeit des Volkes verbessert, das ihn eingesetzt hat, sondern die ganze Menschheit. Nach der ideologischen Orientierung des Ersten der ersten und großen Nation fürchtet man einen Dekret, dass er mit Zöllen auf Trockenware auch die heimatliche Brust seiner schönen Gattin trifft, wenn wir Skitourengeher mehr Linkskurven als Rechts machen.

Und gestern war der 8. Februar, wir wissen, Prešeren-Tag sollte dieser Tag sein, an dem man sich mit allem Leben und Sein der Kultur widmen und wenigstens einen Tag den revampierten Materialismus, Konsumwahn, Influencer-Deppismus und andere Fortschrittsirrtümer vergessen soll, wo dem Menschengeschlecht, Krone der Schöpfung, nur noch klar ist, dass nichts mehr klar ist, wohin der Fortschrittspfad führt. An diesem Tag hören wir daher aufmerksam den gelehrten Festrednern zu, die mit auserlesenen, ohrenfreundlichen und mild klingenden Worten, rhetorischen Bravuren wissen, etwas über die große Bedeutung der Kultur für den slowenischen Stamm zu sagen, der von jeher auf dieser Brust stehen und bestehen konnte. In diesem Geist bemühen wir uns an diesem Tag schön zu schauen, schön zu sprechen, festlich anzuziehen, zur Seite zu kämmen und Dinge zu tun, die wenigstens ein bisschen wie ein kulturell erleuchteter Sterblicher aussehen. Gilt auch für den Skitourengeher. An diesem Tag wollen wir wirklich nicht zu Unrecht des Grobheits beschuldigt werden. Neben freiem Besuch der Tempel der Kultur nehmen wir vielleicht ein Lesheft in die Hand, möglichst leichteren Inhalts und so dünn wie möglich, und ringen mit der Entzifferung einer Menge Buchstaben, Elemente der Satzstruktur, die der Schreiber hineinhäufte, um dem Leser zu offenbaren, was der Schreiber weiß und meint, der Leser wisse es nicht. Denn Kultur verbindet in dieser Rolle und nähert Menschen an, damit sie sich verstehen, fühlen und lieben. Haben wir kein Lesheft, auf dem Bildschirm mal statt Instagram, TikTok oder Facebook suchen wir, was drauf geschrieben steht, z.B. über Skitouren. Damit Lesen vom Bildschirm, besonders langatmig, nicht langweilig wird, sorgen beigefügte Bildchen glücklicher lachender Skifahrer, wunderbarer Alpenpanoramen und gewundener Spuren im Pulverschnee.

Leider gibt's über den heutigen Sprung auf Kopf über Šito nicht viel zu schwadronieren und auch nicht viele genannte Bildchen. Im Nebel sind wir kulturmäßig hochgestiegen und im Diffus kultursmäßig abgefahren. Trotz Bedingungen abnormal viele Besucher, Alpinkurse, kroatische Bergwacht auf Skitour und Sonntagswanderer. Anfangskehre im Kar waren vorsichtiger, nach ca. 40 Höhenmetern Abstieg herrschte harter, etwas verkrusteter Schnee, über den man diesen Winter nicht klagen kann.

Im Diffusen haben wir uns gemacht, als ob wir unermesslich genießen, Jakob, Gregor und Miha.mežikanje
suhy5. 01. 2025 12:54:49
Das Gejammer über katastrophale Schneeverhältnisse im Heimatland war explizit und implizit so präsent, dass es zu öde wurde und es keinen Sinn hat, es endlos zu wiederholen. Daher entscheiden sich vier naive Optimisten, die am Tag vor Jahresende irgendwo weit hinter neun Bergen und fünf Tunneln hoch auf dem Schilchegg (2034 m) etwas Tourenskier-Zufriedenheit im Frischschnee gefunden haben, auch auf dem heimischen Snežnik das Glück zu versuchen. Wir glaubten der Prophezeiung der gelehrten Weisen, die sich mit Sonne, Wind, Regen und Schnee auskennen, dass bis heute Samstag davon reichlich auf den südlichen Enden der Heimat Erde geschneit wird.

In unserem Eifer fahren wir zuerst nach Mašun, dort enttäuscht feststellen, dass zu den 10 km entfernten Sviščaki auf der ungeräumten Straße nicht hinkommt. Die Straßenarbeiter haben sich nicht erbarmt, den Schnee abzuräumen, und als Lehre für alle, die sich bis Mašun bemüht haben in dem Glauben, den CO2-Fußabdruck effizient über Abkürzung zu verringern, auch nett auf die Tafel daneben geschrieben. Die Straße wird die ganze Wintersaison der Laune der Natur überlassen. In jenem Moment leider keinen Traktor oder ähnliches Stück Landmaschinerie zur Hand, z.B. Motokultivator oder Mähdrescher, der allein dem Frischschnee bis zum Ziel gewachsen wäre, daher blieb nichts anderes, als nach Knežak zurückzukehren und nach 50 km Umweg über Ilirska Bistrica zu den Sviščaki zu gelangen. Das Wintermärchen, das die dort gedrängten Autokarosserien mit Sonne, blauem Himmel und frisch verschneiten Wäldern heraufbeschworen haben, weckt sofort Hoffnung in den Herzen, die die Adern belebt, das Herz klärt und das Auge; die alle Tourenskier-Sorgen ertränkt, in niedergedrückten Brüsten Hoffnung auf jungfräulichen Frischschnee weckt. Beeindruckt von der Szene und überrascht vom Geist der Romantik unseres größten Dichters Franceta P., voller Erwartungen schnallen wir die Bretter an und jagen die verschneite Waldstraße zum Snežnik hinauf. Aber sieh da zuck, soweit das Auge reicht, nirgends ein Tourenskier, nur Wanderer. Um Gottes willen hat hier noch keiner gehört, wie traumhaft die Pudra vom Snežnik abfährt? Schon der (eigene geographisch niederlassungsfreie) Name dieses mächtigen Berges, Snežnik, der auf den ersten Blick weiße Rausch assoziiert, hätte den unwissenden Volksmassen, keuchend bergauf, zu denken geben sollen, dass hier Schnee sein muss, soviel das Tourenskier-Herz verlangt. Die aber ohne Bretter! Sehr ernsthaft haben wir angefangen uns zu fragen, ob wir vier wirklich die Einzigen Klügsten in dieser Tourenskier-Welt sind, denen es kristallklar ist, warum dieser Berg hier steht und welche Verwendung – Tourenskier natürlich – ihm durch Tourenskier-Gesetze geboten ist.

Als wir aus dem Gestrüpp aufs Freie kommen und sich der weite Blick auf Berg und Hänge auftut, wird rasch klar, warum die Skier einfach am Weg warten bleiben. Wir würden wirklich wie verrückte Spinner dastehen, wenn wir auf den Graten zum Gipfel drängen würden, wo schon die Spatzen auf kaum verschneitem Buschwerk piepsen, dass das nur für jene (vier?) ist, die die Weisheit noch nicht getroffen hat. In Sorge um unseren Tourenskier-Ruf, öffentliches Image als Experten für linke Pflugkurve zum Hang und um Medienspektakel und Gelbpresse-Nagen zu vermeiden, sind wir in unseren Tourenstiefeln so unauffällig wie möglich in die Wanderermenge infiltriert und verschmolzen. Von der Gestalt des Tourenskiers, der zur fatalen Erkenntnis gelangt ist, dass kein Tourenski wo kein Schnee, haben wir uns erfolgreich in die Gestalt eines typischen Bergwanders verwandelt. Das Bild des sonnenbeschienen verschneiten Berges war zwar phantasmagorisch, aber Schnee nur genug für Kulisse, zum Fahren zu wenig. Auch in der Rinne, wo es nur machbar zum Abfahren wäre, zu viele Felsen sichtbar.

Als wir vom Gipfel zu den Skiern zurückkehren, gelingt uns auf dem flachen Waldweg ein paar karge Schwünge im Frischschnee, soviel dass wir die Veröffentlichung des ausführlichen informativen Beitrags auf Hribi.net rechtfertigen können. Der Großteil des Weges vergeht sowieso in gemütlicher Abfahrt auf der Loipe, ebene Abschnitte in klassischer oder Skating-Langlauftechnik.nasmeh
Kommentare:
suhy12. 02. 2025 13:09:12
suhy10. 02. 2025 19:42:04
Liebe Bergfreunde, Verschwendung von Zeit und Tinte, um zu beweisen, ob die Rubrik richtig oder falsch ist. Sieht aus wie Streit um den Schatten des Esels. Die Webseite Hribi.net ist völlig in Ordnung und dient ihrem Zweck ausgezeichnet. Wer sich fragt, was hoch über den Tälern los ist, kann hier effizient seinen Forscherdrang stillen. Aber da ohne Wachs nicht mal der Schulschuh angezogen wird, erfordert auch die Webseite ein bisschen mühsames Stöbern durch Rubriken, Autoren, Daten, bis die richtige Antwort ans Licht kommt und den Neugierigen erleuchtet. Das Aussehen der besagten Seite unterscheidet sich, ob man darauf am Heim-PC oder Handy stöbert, und hängt angeblich auch vom auf dem PC installierten Webbrowser ab.

Uns Bergliebhaber sollte mehr als Streiten über Rubriken und andere Trivialitäten das Geschehen sorgen, bei dem die schicksalhafte Frage steht, ob wir unsere Liebe zu den Bergen noch auf ihren Gipfeln, Pfaden, blühenden Almen, bei Sturmkiefern, auf schneebedeckten Flanken und anderen Lieblingsecken der ursprünglichen Natur ausgießen können, oder ob wir das nur noch fern über Bildschirm-Apps tun können, unterstützt von künstlicher Intelligenz, weil uns lokale Usurpatoren des öffentlichen Gutes im Bunde mit rücksichtsloser kapitalistischer Gier das alles verbieten. Nämlich unter dem Vorwand, dass es notwendig sei, weil die Alpennatur seinetwegen furchtbar leidet, weniger leiden soll sie angeblich, wenn Finanzmogule hier profitable Chancen wittern und anfangen, eigene und kreditangereicherte Finanzmittel in Entwicklung touristischer Kapazitäten, Bau elitärer All-inclusive-Luxus-Glamping-Resorts, prächtiger Hotels an sorgfältig gewählten idyllischen Lagen mit unvergesslichem Blick auf romantische Bergkulisse, Apartments mit Sauna, Fitness, Spa & Wellness und anderen Formen ganzheitlicher Erlebnisse zu stecken, um unübersehbare Massen touristischer Schafe in diesen Paradies auf der Sonnenseite der Alpen zu locken, die nach einzigartigen Erlebnissen lechzen, kulinarische Extravaganzen à la Ana Roš in ihre Verdauungsrohre stopfen und Selfies vor Kulisse einer Kirchl mitten im See oder der Triglav-Nordwand knipsen. Um ausreichende Investitionsressourcen für all diese unnatürlichen Entwicklungsprojekte zu sichern, die Gämsen, Füchsen, Kondoren und anderem Getier einerseits sowie Edelweiß, Kakteen, Lärchen und anderem Alpengebüsch andererseits nutzen sollen, ist selbstverständlich Monetarisierung des Bergbesuchs nötig, was wir sehen und noch besser spüren, wie lokale Sheriffs mit Wucherparkgebühren, Drehkreuzen an Eingängen alpiner Täler, Privatisierung von Hütten und anderen Formen rentablen Managements der Bergwelt betreiben, jenem Teil der Schöpfung, der seit Ewigkeiten hier ist, als behaarte Neandertaler mit Fackeln in Händen über Komarča stapften und im Gegensatz zu heute völlig frei agierten. Ja, absolut frei. Wenn damals zufällig ein etwas weniger behaarter Homo sapiens ihren Weg versperrte und im Namen zivilisatorischen Fortschritts und Erhaltung aussterbender Dinosaurier Eintritt ins TNP verlangte, kassierte statt eines Häufchens Muscheln, damals offizieller Proto-Währung, nur eine saftige Portion Prügel, sodass ihm nie wieder einfiel, Freiheiten anderer einzuschränken. Wäre es einen Versuch heute wert?
suhy10. 02. 2025 09:33:35
Wenn ich die Struktur des Forums für aktuelle Verhältnisse richtig verstehe, kann derselbe kleine Pfad mehrmals auftauchen, in verschiedenen Rubriken, je nachdem ob Bergsteiger, Kletterer, Bergläufer, Radfahrer, Skitourengeher oder Familie darauf geht, die den eifrigen Kindern, Großvätern, Großmüttern und pelzigen Lieblingen die Reize der Bergwelt zeigen will. Dafür sind die Foren der Berggruppen (Julische Alpen, KSA, ...) , Familienausflüge, Berglauf, Mountainbiking, Alpinaufstiege und Skitouren gedacht.nasmeh
suhy3. 02. 2025 21:12:10
Ja, Sonntag gestern auf dem Kanin war für Tourenski-Fahrer Paradies. Relativ natürlich, angesichts dieses kläglichen Winters. Gondel bringt Quintett für 13 € pro Person wegen der deprimierenden Saison demoralisierter Tourenski-Fahrer vom Nevejsko-Sattel nach Prevala, dort nette Überraschung. In der Krnica auf slowenischer Seite gibt's Pulverfeld zum Export, nicht ganz Jungfrau aber noch ziemlich unbefahren, Kandidaten die ihren Signature reinschneiden wollen ringsrum auch ein Meer. Situation den Fünfen sofort glasklar, daher kein Zögern, schnell an den Start, ab in die Mulde und jodelnd zickzack den Hang runter. 400 Höhenmeter Pulver ist nach langer Zeit pure Tourenski-Nirwana. Wir steigen noch zum Sattel unter Prestreljenik hoch und fahren im nicht gerade Tourenski-Stil auf gut gepflegter Piste zum Parkplatz. Zum gelungenen Abschluss analysieren wir das Erlebte bei wohlverdienter Hydration im Hram pri Aljažu in Dovje.
suhy31. 01. 2025 22:50:37
Marko, danke für die Info zum Ausgangspunkt des Pfads. Der Jagdpfad ist vom Gipfel Dolinska gora sichtbar.
suhy19. 01. 2025 23:47:17
Eine Woche später war das Wintermärchen vorbei, auch die Skitour war wahrscheinlich etwas anders, aber heute hat es sich trotzdem gelohnt, mit Fellen zur Großen Mojstrovka hochzuschuften. Die Kleine ist schon fast komplett kahl und ungeeignet für Skitouren. Überraschend wenige Leute, ein paar Wanderer, deutlich weniger Skitourengeher. Von der Straße bis Vratca auf Skiern, oberhalb Vratca wegen Steilheit und Schneemangel ein paar Minuten Skiertragen, dann bis zum Gipfel wieder auf Skiern. Srenaci empfehlenswert.
Und als drei Skitourengeher den Gipfel erreichen, stellen sie schnell fest, dass höher nicht geht, also bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Skier anzuschnallen und den Hang hinunterzufahren, wohin sie gekommen sind. Damit die Abfahrt nicht zu langweilig ist und der unter den Liften ähnelt, sorgen verschiedene Schneesorten, die fröhlich unter den Skiern wechseln. Es gab etwas gepackte Härte, etwas Klöße, hier und da unangenehme Kruste, unter Vratca Ausweichen von Schneeklumpen, Lawinenresten und noch mehr aus dem reichen Repertoire von Skitouren-Herausforderungen, die normalerweise die stilistische Vollkommenheit des Slalomkurven verderben. Mehr oder weniger erfolgreich - abhängig von Skitourenkilometern und Wendigkeit - sind wir zufrieden hinuntergezackelt bis zur Straße.
suhy12. 01. 2025 23:56:15
Wenn man den Karten glauben darf, hieß der Hof, jetzt Ruine, Jamnik. Gestern haben meine Frau und ich ihn vom Kozjekov Graben aus besucht, vor zehn Tagen vom Steinbruch mit einem Kollegen auf Rundtour über Osolnik.
suhy17. 11. 2024 20:15:18
Nach Spuren zu urteilen donnerten die Jungs im Gajser-Stil auf Fahrwegen und Schleppspuren von Pod Košuto Siedlung (830 m) bis Abzweig (1280 m) zu Pl. Šija, dann bissen sie sich in Steilheit entlang und neben Pfad auf Karten zur Mikro-Lichtung (1430 m), wo ich sie einholte beim Rasten und Motor kühlen. Foto durch Tele war, als sie nach verdienter Pause bis ca. 1490 m schoben. Ob höher, schwer nach Geräusch und Benzindämpfen zu sagen, da danach nicht mehr gesehen.

Aktueller Zustand Fahrwege und Spuren, die ich ablief, ist für Gehen wirklich sehr unangenehm, da mit schwerer Forstmaschinerie gewartet, zerrissen, voll Steine, Felsen, Schlamm und Äste nach Holzabtransport ins Tal. Und vielleicht glaub ich bald, dass effektives Mittel gegen solche Plagen die Enduro istmežikanje
suhy17. 11. 2024 00:10:32
Ja, da oben scheint man offensichtlich nicht allzu häufig hinaufzugehen. Der Blick auf die umliegenden Gipfel ist herrlich, das linke Auge hat's bemerkt, rechtes bestätigt, aber der Weg zum Blick und zurück ist ziemlich beschwerlich und unangenehm. Aber es hat sich gelohnt.

Um halb zehn macht sich der Forscher der nutzlosen Welt also von der Siedlung Pod Košuto auf den Weg über frisch gepflügte, aber fürs Laufen furchtbar ungeeignete Holzschleppspuren den steilen Hang hinauf. In der Annahme, der ruhigen septachordalen Subdominantharmonie aus Stille, Windrauschen und Vogelgezwitscher zu lauschen, dringt statt melodischem Wohlklang der scharfe Klang von Motorsägen in die Trommelfelle, Ambosse und Hämmer, hallend aus den umliegenden Dickichten. Ein ehrlicher Berggänger würde verstehen, dass ohne die ohrenbetäubende Kakophonie, die die Luftmassen unter Košuta füllt, kein Brot für viele ehrliche und fleißige Seelen in diesen waldreichen Gegenden gäbe. Aber bald stellt sich heraus, dass die Motoren nicht für das Leiden des Berggängers Ohres verantwortlich sind. Es ist Samstag, der Tag der Ruhe für die ehrlich Schuftenden seit Urzeiten. Und in den Dickichten sollte Stille herrschen. Woher also dieser Lärm, der ins an städtisches Gewimmel gewöhntes Ohr schneidet, grübelt der Berggänger. Obendrein, wenn man den eigenen Ohren traut, kommt der Lärm nicht aus dem Tal, wie ein Wanderer auf 1400 m erwarten würde, sondern wird hoch oben gehört. Fichten mit Motorrädern auf dieser Höhe messen ist seltsam, da Schleppspuren zum Talholztransport lange nicht gesehen wurden. Der Hang ist so senkrecht, dass der Mann sogar Steigeisen an Schulschuhe geschnallt hat, damit kein Unglück passiert beim Seitwärtsabrutschen. Da mit eigenem Verstand nicht ans Ende kommt, geht er schicksalsergeben den kaum sichtbaren Pfad zum Gipfel weiter. Als weitere hundert Höhenmeter unter Füßen sind und er auf kleiner Lichtung ist, erblickt er plötzlich zwei Milchzahnjungen - nicht mehr als sechzehn oder siebzehn Lenze - sitzend im Gras in bunten Klamotten, mit Knieschützern und Ellbogenschützern, Helmen auf dem Kopf. Und Sache klar dem Mann gleich, warum vor ihnen zwei Enduros ruhen im Gras, um überhitzte Motoren abzukühlen und Atem zu holen. Ja, das war der unerträgliche Lärm, denn die Jungs quälten sich mit ihren Enduros den Hang hoch, wo sich nur Gämsen und Steinböcke heimisch fühlen. Auch auf Frage, ob's weitergeht, sagten sie noch nicht fertig. Scheint, neben Wanderern, Kletterern, Tourenski, Mountainbikern, Läufern kriegen wir neue Sorte Berggänger, die auf Enduros zu Gipfeln reiten. Nun, zum absoluten Gipfel kamen sie nicht, aber beim Gesehenen und besonders stark Gehörtem könnten lokale Sheriffs, Bürgermeister, Ranger, Inspektoren, Supervisoren und andere mit zu viel Macht im Kopf über Rechtmäßigkeit von Absperrungen, Parkgebühren, Eintritten, Verboten etc. nachdenken, mit denen im Namen kvasi-Naturschutzes immer mehr das Leben ehrlicher Bergvolks verbittern, während Motorrad- und Quad-Wildlinge sich uneingeschränkt auf Pfaden, Schleppspuren, Dickichten, Weiden austoben.jezen

Vom Gipfel spaziert der Mann noch paar hundert Meter Gratrand nach Veliki vrh, als's links rechts zu luftig wird, klug umkehrt, zurück zum Gipfel und abseilt ins Tal auf Steigeisen. Neugieriger Natur, Umweg pathless zu Pl. Šija, Alm nur noch namengebend, da nur Dickicht steht, keine Spur von Alm.nasmeh
suhy6. 11. 2024 13:03:59
Aufgrund der Jahreszeit natürlich kein Bärlauch mehr, aber Zecken so viele wie gewollt. Ich selbst habe sie gegen meinen Willen eingesammelt und zu Hause entfernt, glaub's oder nicht, siebenundzwanzig (27)mrk pogled
suhy30. 10. 2024 23:42:16
Ja, alles, was j. über die Verhältnisse um Kopa beschrieben hat, stimmt wie festgenagelt auch ein halbes Jahr später. Heute waren die Absichten des Steigforschers ambitionierter - neben Kopa wollte er auch Rzenik besteigen -, aber die wundervollen Ausblicke von Kopa, Martinj-Steig und Biwak guten Willens waren so viele, dass keine Zeit dafür blieb. Egal, statt Gipfel mehr schöne Momente für die Erinnerung in der Kamera gesammelt. Die letzten 200 Höhenmeter Abstieg von Pl. Rzenik durch Dolski Graben bis zur Straße in pechschwarzer Nacht. nasmeh
suhy28. 10. 2024 23:59:14
Der Verbrecher kehrt zum Tatort zurück. Nun, kein echter Verbrecher, um präzise zu sein, er ist nur ein passionierter Berggänger, der sich wieder sehnsüchtig die Požgana Mlinarica gewünscht hat. Genau wie vor drei Jahren und fast am selben Tag. Ja, er liebt diese einsamen, abgelegenen und wilden Winkel über alles. Und da diese Winkel nach dem 4. November, wenn laut verlässlichen Gerüchten aus den Kneipen und anderen offiziellen Quellen auf Befehl der Bürgermeisterin von Kranjska Gora eine gebührenpflichtige Schranke am Eingang zu den Vrata in Betrieb gehen soll, für normale Sterbliche viel weniger zugänglich werden, grübelt der Mann, der bis ins Mark von Volksweisheit durchdrungen ist, nicht lange über sein Tun nach. Er weiß nämlich: Verpasste Gelegenheit kommt nie wieder, und besser Spatz in der Hand als Taube aufs Dach, und außerdem: Schieb nicht auf den 4. November, was du eine Woche vorher erledigen kannst.

Und so plant er in diesem frühen Morgen, sein Velo zur Turkov rov zu fahren, von wo aus Winter-Skitourengeher bergauf zum Cmír starten, und es dort am Wegweiser anzuketten. Der Mann beabsichtigt eine Rundtour, die nach Bergsteigerlogik nicht alltäglich ist, sondern ziemlich besonders, denn es wird teils zu Fuß, teils mit pedaliert werden. Etwa so, nur ein bisschen weniger hektisch als unsere Helden Pogi und Rogla, die mit Freude, Lust und Siegesrausch die Herzen des Volkes südlich der Alpen füllen.

Dann fährt der Mann mit dem Auto zurück nach Mojstrana und Richtung Radovna zum Abzweig Kot, von wo er zu Fuß die Steilheit zur Črna gora angeht. Die eingestürzte Hütte bei ca. 1200 m, wegen der von der Spur nichts übrig ist, stört den in Weglosem gestählten Mann nicht viel. Wissend, dass alle Wege nach Rom führen, und von der Ewigen Stadt nicht weit zu heimischen Wiesen, und dass das alles nur gewöhnlicher Katzenhusten ist, blickt er in alle sieben Himmelsrichtungen und bricht rechts an der traurigen Holzr ruinierenden Szene vorbei fast senkrecht zum Biwak durch wie im Scherz. Dort die Überraschung. Fest überzeugt, am heutigen Arbeit-Montag in seliger Einsamkeit und Stille den ganzen Grat solo bis Požgana Mlinarica und talabwärts zum angeketteten Velo zu laufen, überrascht ihn – na so was, verdammt, wo kommt der her – ein Bergsteiger, der wohl dasselbe dachte. Wie es unter Berggängern schöne Sitte ist, Wort auf Wort, und aus der Wortflut erraten die Männer schnell, dass sie ganz ähnliche Absichten haben. Darum regen sie sich und marschieren gemeinsam in dieselbe Richtung. Zumal der eine Roman heißt, der andere Miha. Da beide unabhängig vom Namen offene Köpfe haben, dazu noch schwatzhafte Naturen und die Zungen nicht schonen, auf dem Weg über Črna gora, Predelov vrh, Lengarjeva glava, Požar und über Rušnata Mlinarica zur Požgana, wie es sich für echte Kerle gehört und nur sie es draufhaben, diskutieren sie mannhaft über alles für Leben und Dasein allgemeinnützlich Wichtige. Für leeres Geschwätz, beliebtes Futter dort, wo Federn und Schnäbel sich tummeln, interessiert sie herzlich wenig. Der Gratweg ist lang wie eine Frühlingsnatter, hier und da braucht's ein bisschen Klettergeschick am Fels, damit der Bergsteiger nicht versehentlich ins traurige Verderben kullert, doch in so angenehmer Gesellschaft ging der Weg schnell vorbei.

Obwohl die Männer anfangs von der Požgana Mlinarica jeweils ihren eigenen Abstieg planten, einigten sie sich am Ende auf denselben (Planica – Pokljuka) ins Vrata. Nach anderthalb Stunden erreichen sie die Straße, wo das Velo auf einen wartet, der andere muss leider noch nach Mojstrana laufen. Bevor sie auseinandergehen, reichen sie sich die Hände und verabschieden sich. Miha schwingt sich aufs Velo und nach gut halb Stunde am Auto pinnelt er die Wurst, die sich zu 21 km Länge und stolzen 1587 m Höhenmeter aufgehäuft hat. nasmeh
suhy24. 09. 2024 00:45:56
Wäre der Mensch Hellseher, wär er nicht arm. So in etwa gilt's für Samstagsabenteuer von Beli Potok zu Vrtaško Sleme, das an manchen Stellen anders verlaufen wäre, hätte der Abenteurer vor seinem Streich gelesen, was Vorlieber dieser vergessenen Winkel vor ihm schrieben.

Es war Samstag, als der Mann mit Auto nach Mojstrana fährt, dort manuell Bike ablädt und anknüpft, dass kein Strolch es klaut, an Laterne wo Weg von Vrtaška planina endet. Dann vorbei Belce zum Parkplatz am alten Eisenbahnbrücke, von wo keck in Steig in Beli-Potok-Tal beißt. Während Höhenmeter unter Gojzarn fröhlich fallen, starrt Mann in Beli Potok und grübelt, was tun wenn nicht die Stez über Skočniki an zerstörter Jägerhütte hoch Smolo (1789 m) zu Votlega slemena sticht. Obwohl hübsch eingezeichnet auf Karten, verliert sie in Natur wo Leute sie lang vergessen, oft in solchem Dickicht, dass Wanderer, wenn nicht geübt im Wilden und wenig weiß wie man's dort macht, nicht ans Ziel sondern ins Verderben führt, aus dem nur göttliches Wunder rettet. Sieht nach ersten Schritten nur letztjährigen Schnee an Steg, beschließt Kluger lieber zu Rutarski vršič, wo oft stand und weiß wie's zum Gipfel geht.

Und wahrlich, über Skočniki kämpft Mann übers Bach zum Ort ex-Hütte, jetzt Stämme wie Zahnstocher verstreut und darunter Blowdown einst Jägerhütte. Angeblich hat Riesensturm vor Zeiten seine Pranken gezeigt. Von Steg dort keine Spur, aber Falkenauge (+2,5 Dpt.) des abgehärteten mit allen Kniffen geschmierten Steigfolgers erblickt, er ist nicht Erster, etwas vor ihm über Stämme gekraxelt und drunter gekrochen. Mann braucht nicht 2,5 Mal bitten, macht gleich mit. Wendet hier da, wiederholt Übung, wenn Pechvogel in Holzlabyrinth steckt, bricht doch durch Hütten-Schutt zu Ziegenpfad, einst Jägersteig. Zur Sicherheit holt Mobil-Pametaner aus Tasche und wirft Blick in heutige gelehrte Orientierungs-App, die künstliche Satellitenstrahlen im Kosmos um Erde speichert, die Flugzeuge, Hubschrauber, Schiffe, Zeppeline, Autos, Raketen etc. sicher leiten. Glaubt man App, abgelenkt nur 50 m zu hoch. Egal, denkt er, wenn Hand-Elektromechanik stimmt, per ZKP (gesunder Bauernverstand) genau so viel Tal runter. Durchbricht noch zwei steile Žlebnica-Kuloiren und tiefer auf deutlichen Steig, Zweifel keiner. Mit ein paar 10-m-Richtungskorrekturen links rechts dank selbstloser Taschen-Elektro-App kämpft erfolgreich zu Smole-Gipfel (1796 m), weiter über Votlega Slemena (2049 m) und triumphal zu Vrtaško Sleme (2077 m). Kleiner Schritt für Wandern, riesiger für Wanderer!

Was nun? Wildnisirren und Knienbeißen reicht, also locker trabend schön markierten Pfad nach Mojstrana, dort an Laterne als Amphibie (Wanderer-Radler) aufs Rad, gemessener Takt auf Radweg zum Start und nach 9,5 Std. versiegelt herrliche Abenteuerwurst.nasmeh
suhy18. 08. 2024 09:41:39
Zuerst wollte ich Stanič-Hütte nicht kritisieren, aber zu Tomcos Kommentar: mein Schnurrbart wäre sicher um halben Liter Radler schwerer, Portemonnaie 7€ leichter, hätten sie uns mit Begleiter nicht volle fünf Min am leeren Tresen warten lassen, gerade genug um Brille finden und astronomische Preise studieren. Stattdessen kühlte Quelle bei Abzweig Macesnovec erfrischend, überhitzter Körper nach vier Seillängen halbprofi Kraul schön abgekühlt im Kreda-See. Zugang erschwert, zweiter Holzbrücke Richtung Krma weg, Radovna durchwaten, für Helden an alles Üble gewöhnt reiner Kinderspiel velik nasmeh
suhy17. 08. 2024 22:43:46
Auch gestrigen Freitag, 16.8.2024, war richtig schön. Im morgendlichen Kühle Sprung aus Kot über Klettersteig zur Rjavina, dann Gratenweg zu Dovška vratca und in Sonne zur Stanič-Hütte. Wenn bis Hütte nichts Flüssiges im Rucksack, Durst mit Radler oder Bier für bescheidene 7€ löschen mrk pogled.
Abstieg über Vrbanove Špize in Nachmittagshitze viel leichter als Anstieg umgekehrt, gekostet von manchen schweißnassen Wanderern. Richtig kläglich Anblick erschöpfter Tschechen, Spanier, Franzosen etwas oberhalb Quelle, naiv erwartend leichten Zugang zur Stanič-Hütte, aber in heißesten Tagen schwer bepackt aus Kot erst nach 14 Uhr los - statt Bergfreuden wohl nur Qual und Leid. Schade jede Schule kostet...nasmeh
         
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