Ich habe Abrahams Alter schon hinter mir, gehe aber gerne bei jeder Gelegenheit in die Berge, könnte sagen, sie ziehen mich immer mehr, je älter ich werde. Ich beneide die, die schreiben, sie machen pro Jahr fünfzig Touren, persönlich habe ich diese Möglichkeiten nicht. Bezüglich Sicherheit in den Bergen könnte ich aus eigenen Erfahrungen Folgendes anmerken:
Ich stimme voll zu, dass es am besten ist, eine Tour das erste Mal mit jemandem zu gehen, der sie schon gemacht hat, oder sich mit ihm über Schwierigkeit und mögliche Gefahren zu beraten. Wandern in Gesellschaft ist sowieso schöner und sicherer.
Die grundsätzliche Einteilung von Wegen in leichte, anspruchsvolle und sehr anspruchsvolle kann sehr irreführend sein, denn auf einem „leichten“ Weg trifft man auf exponierte Stellen ohne Sicherungen, und umgekehrt.
Ich finde, dass an den Stangen mit Informationsschildern über Zeitentfernungen zu Stationen oder Gipfeln auch ein Schild mit dem Namen dieses Ortes fehlt (Bogatinsko sedlo, Krnska škrbina..). Bezüglich der Zeitangaben finde ich viele unrealistisch, passend vielleicht nur für sehr geübte, auf diesem Gelände erfahrene Wanderer mit überdurchschnittlicher körperlicher Kondition. Für Wanderer, die unterwegs die Aussichten genießen und Fotos machen wollen, können sie Quelle von Unannehmlichkeiten oder sogar Gefahren sein.
Ich verfolge fast täglich Beiträge auf diesem Forum und würde warnen, dass die meisten mit großer Reserve zu nehmen sind. Zu viele „springen“, „stürmen“, „machen es nebenbei“ usw. auf ernste und respektable Gipfel und Touren. Ich erinnere mich aber nicht, wann jemand darauf hingewiesen hat, ernste Probleme gehabt zu haben, sich verheddert, zu wenig Wasser gehabt oder schlecht ausgerüstet gewesen zu sein...
Ich habe den Eindruck, dass es einen gewissen Elitismus bezüglich Bergsport gibt, dass nicht jeder in die Berge gehen kann, dass es Privileg der Auserwählten Glücklichen ist, die anderen sollen auf Wiesen herumlaufen. Soweit ich mich erinnere, ist die Slowenische Bergweg als eigene Art Anreiz gedacht, dass jeder, der ihn geht, nicht nur fast-professionelle Bergsteiger, die Schönheiten Sloweniens genießen und kennenlernen kann, die nicht mal alle bergigen Charakters sind. Und wenn das so ist, frage ich mich, ob es gerechtfertigt und angemessen ist, dass dem Umgeher dieses Weges der Jalovec und vielleicht noch ein paar sehr anspruchsvolle oder schlecht gesicherte Punkte fast unmöglich gemacht werden, nur weil er nicht erfahren genug ist, nicht klettern kann oder einfach ein bisschen Angst hat?! Soll er sich weniger wert fühlen oder riskieren und Unglück herausfordern, nur um diese paar Stempel zu bekommen?