Schuhe MÜSSEN BEQUEM sein, auch wenn wir auf mehr als 10-stündige Tour gehen. Nach jeder Tour, sei es Ausflug oder ganztägiges Hochgebirge, darf der Fuß nur müde und feucht sein, keinesfalls wund, geprellt oder Gott bewahre wundgescheuert. In die Berge geht man zum Genießen, auf 10 und mehr stündige Touren für Vergnügen, Freude, Glück, daher MUSS die Fußbekleidung BEQUEM sein. Qualitätsschuhe für Hochgebirge SIND BEQUEM, LEICHT und RELATIV "WEICH", weniger bequem höchstens "Winterschuhe", vor allem wegen Gewicht und robuster, harter Sohle, die für automatische Steigeisen nötig ist.
Profi-Alpinisten, z.B. Bergführer und Bergretter, TRAGEN NIE harte hohe Steigeisenstiefel am Rucksack hängend. Schon seit Jahrzehnten nicht. Jetzt verwenden sie LEICHTE und BEQUEME Steigeisenstiefel, geeignet für halbautomatische Steigeisen. Früher, weit zurück, hängten sie schwere Steigeisenstiefel ans Rucksack, wenn sie Kletterschuhe anzogen und ans Klettern gingen (Experte für plus erste Schwierigkeitsstufe würde Kletterschuhe sagen). Lieber als hängend, versteckten sie sie unter der Wand. Heute verwendet man meist niedrige Approach-Schuhe zum Wandfuß, dann wechselt man zu Kletterschuhen.
In 45 Jahren Berggehen, ein Jahr mehr oder weniger, nur EINMAL (EINMAL!) musste ich neue Steigeisenstiefel wegwerfen, weil nach einer Stunde Gehen die Sohle schmerzte und brannte. Weder vorher noch nachher, mit Dutzenden Steigeisenstiefeln - winterlich, sommerlich, ganzjährig, doppelt (Plastik), hoch, mittelhoch und niedrig, keine Probleme. Einige bequemer, andere weniger, einige schwerer, andere leichter, aber alle vom Ersten bis Letzten, mit einer Ausnahme, erfüllten ihren Zweck - BEQUEM und SICHER fürs Berggehen.