Jalovec von Tamar ist ein schöner Aufstieg, aber das richtige Gewicht hat doch der Aufstieg aus Loška Koritnica. Nicht zu früh fahre ich nach Loška Koritnica. Parke am "Eisenbrücke", denn weiter geht's nicht. Mit aller notwendigen Ausrüstung schreite ich die Straße zu den letzten Häusern entlang, dann direkt den "Bach" hoch zum großen Schneefeld am Ende des "Eisfelds". Ich nutze den "jägerischen" Übergang "Čez štenge" und versuche den Graben, wo mich bald ein großer Felsblock ohne Schnee stoppt. Bleibt nichts anderes, als ca. 10 m zurück abzusteigen und zum markierten Weg zu gehen, der zum Sattel Brežice führt. Der Weg ist natürlich verschneit, nur einige Drahtseile ragen aus dem Schnee, erfordert ziemliche Vorsicht, da der Weg schon im Sommer recht exponiert ist, jetzt noch viel mehr. Als ich oben unter Bäumen ankomme biege ich links ab und quere Schneefelder, bis ich wieder im "Eisfeld" bin und hochgehe. Da überall mehr oder weniger verharscht ist, sinke ich kaum ein und komme schnell voran. Nun erscheint in einem Graben ein vereister Felsaufschwung. Mit meinen Eisäxten keine Chance dort drüber, daher wähle ich den Übergang ganz rechts. Höher komme ich zu weiten Schneefeldern, und dichter Nebel. Da ich diese Seite des Berges recht gut kenne, treffe ich ohne große Mühe den Fuß des Loški-Grabens. Dass ich richtig bin, überzeugen mich auch die vielen Fußspuren der Kollegen von Dienstag, als dort Rettung stattfand. Ich steige den Graben hoch und stoße bald auf Skier, die die Retter nicht mehr mitnehmen konnten. Ich fahre fort zum oberen Loški-Grabens, nutze die Tritte, die Iztok und Saško beim Abstieg gemacht haben (von letzterem bekomme ich auch Info zu guten Verhältnissen im Graben), natürlich hart, die Eisäxte beißen gut und bald bin ich bei Jezerca. Leichter Wind, gelegentlich zeigt sich sogar die Sonne, daher zögere ich nicht lange und setze zum Jalovec fort. Bald auf der Loipe, schön hart, reiner Genuss beim Aufstieg. Am schmalen Durchgang durch den Felsbereich teilweise vereist für ein paar Meter, aber nichts Besonderes, weiter gute Tritte bis zum Grat, wo aber SW-Wind ganz schön weht. Loipe schön, gar nicht eisig, nur Wind am Grat stellenweise schon etwas lästig. Je näher am Gipfel desto mehr öffnet sich der Himmel, für einen Moment erblicke ich Mangart, Triglav, ital. Westliche Julier. Am Gipfel gehe ich zur Südseite, wo Schutz ist, sitze kurz, dann zurück runter zu Jezerca und Abstieg in den Loški-Graben. Als ich zu den Skiern komme, binde ich sie auf den Rucksack, deswegen bin ich ja hoch, um sie den Eigentümern zurückzubringen. Abstieg verläuft gut, etwas vorsichtig quer über steile Stelle beim Eisfall, na der Übergang auf markiertem Weg ist etwas mühsamer, "Čez štenge" nichts Besonderes, da es der bequemste Winterübergang ist, den ich mehrmals auch ohne Schnee nutze. Folgt Abstieg zur "Eisenbrücke". Nur für gute Kenner. Ich folgte dem Hund, gesehen hab ich ihn nicht, also wahrscheinlich schon zu Hause. Niemanden getroffen, nur zwei Gämsen.