Wolkenloser blauer Himmel und Kühle in der Loška Koritnica klärt den Kopf. Brausende Koritnica übertönt Vogelgesang, aber nur bis ich bei den ausgedehnten Lawinenfeldern bin.
Dass die Pausenstelle unter den "Štengami" groß sein würde wusste ich vorher, rate ab, da sie täglich tiefer wird. Irgendwie kam ich drüber und fuhr auf dem Pfad fort, der stellenweise stark zugewachsen ist. Als ich beim Schnee unter Ozebnik ankam, zog ich Steigeisen an, da der Schnee hart gefroren war, Eispickel hatte ich sowieso schon in der Hand. Ich gehe hoch unter der Ozebnik-Wand und hinter Veliki Turn ab zum Eingang des Loški-Žleba. Viel Schnee, hart und sehr bequem zum Gehen. Schnell steige ich auf, der Žleb verengt sich. Fast oben sehe ich schon von weitem die Spalte. Davor hatte ich wirklich Angst, denn ich könnte nicht drüberkommen und müsste umkehren. Nun war sie nicht so groß, trotzdem hieb ich ein paar Stufen in den Schnee und kletterte fast senkrecht 3m rechts hoch, zum Žlebkopf war's dann nicht mehr weit. Über Jezerca öffnet sich schöner Blick auf die Trentarske-Berge. Ich gehe weiter bis Schneeende, dann Steigeisen ab, da bis zum Grat blank ist, und weiter. Nur wo der Weg von Kotovo sedlo kommt, etwas Schnee, den umgehe ich problemlos. Auf dem Gipfel allein, etwas Nebel schlich sich um die Gipfel, aber egal, die Aussicht kenne ich gut.
Für Abstieg wähle ich Weg nach Kotovo sedlo. Muss drei Gräben mit Schnee queren. Mit Steigeisen und Pickel natürlich, da sehr exponiert. An einer Stelle verlasse ich markierten Weg. Oberer Grabenteil steinig und stark zerklüftet. Ich klettere runter, was immer schwerer als rauf, aber dann auf Schnee runter zu Dolge prode viel leichter. Unten schließe ich mich morgendlichen Spuren an und steige auf Pfad nach Loška Koritnica ab. Letzten Teil auf "Zajlen", die Winter gut überstanden haben, nur einige Haken verbogen, waren schon vorher.
Alle Wege zum Jalovec sind schön, auch anspruchsvoll. Dieser aus Loška Koritnica ist sicher einer der edelsten. Aufstieg für Geist und Seele.