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| Jernej96829. 07. 2024 16:21:39 |
Mit Sohn sind wir am 27.7.2024 über Kotovo sedlo auf den Gipfel gestiegen, Abstieg über Jalovška škrbina zurück nach Tamar. Weg über Kotovo sedlo ist purer Genuss. Abwechslungsreich, in spannender Umgebung, mit Ausblicken und Kletter-Akzent im oberen Teil. Weg komplett trocken. Abstieg zur Jalovška škrbina ohne Besonderheiten. Nur paar leichte Schritte im Schnee. Gesicherter Teil von Jalovška škrbina zum Gletscher ist offiziell gesperrt. Gerade am Ende, kurz vor Ausstieg aus Wand auf Schuttfeld ist ein herausgerissener Haken, was sicheren Ausstieg erschwert. Etwas freies Klettern nötig. Zusätzliches Problem ist Schnee im Gletscher, den man queren muss, da gesicherter Weg am gegenüberliegenden Gletscherwall weitergeht. Schnee-Höhe hier aktuell über 3m, engste Stelle ca. 1m breit. Wir haben uns durch natürlichen Tunnel unter Schnee mit Pickeln zur anderen Seite durchgekämpft. Steigeisen nicht nötig. Weiterer Abstieg über bekanntes Schuttfeld zurück am Dom in Tamar vorbei und weiter zu Sprungschanzen.
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| Jernej96830. 07. 2024 09:39:14 |
Lijaneja, einverstanden. Auch nur mit schmutzigen Hosen würde es gehen.
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| Coko31. 07. 2024 22:08:00 |
Hallo. Ist vielleicht jemand kürzlich zum Jalovec von Vršič-Jalovec gegangen (vorbei am Schutzhaus unter Špička-Jalovec-Kotovo Sedlo-Tamar)? Gibt es irgendwelche Besonderheiten auf diesem Weg? Ist die Hütte/Schutzhütte unter Špička geöffnet? Danke für die Antwort, Lp
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| bongo1. 08. 2024 09:36:22 |
Hallo, der Weg ist nach allen Infos der letzten Tage ohne Besonderheiten (auch wenn noch eine Schneefläche vorhanden ist, keine Probleme), das Schutzhaus ist natürlich in Betrieb. Lp und viel Erfolg
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| Coko1. 08. 2024 13:25:47 |
Super, Danke für die Antwort. Lp
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| Tomco11. 08. 2024 11:07:23 |
Gestern 10.8. auf Jalovec von Planica über Kotovo Sedlo und gleichen Weg zurück. Leider habe ich keinen so interessanten Bericht wie die Vorgänger (nochmals, Respekt Lukito), aber ich sage, ich habe jeden einzelnen Schritt bergauf und bergab genossen! Da ich relativ noch "neu" im Bergsteigen bin (seit 2019), war das mein erster Jalovec. Was soll man sagen, definitiv eine Tour, die ich so schnell nicht vergesse. Geländekonfiguration genau richtig, Aufstieg zum Biwak wärmt schön "ein" (haha), Exposition im Kletterteil immer respektvoll, Übergänge natürlich und interessant geführt, nicht überall Tonnen von Eisen, Ausblicke vom Weg hinunter zur Loška koritnica göttlich. Auf dem Gipfel riesige Menge, alle Gesichter zufrieden und lachend, Stimmung einzigartig. Abstieg zurück zum Kotovo erfordert enorme Konzentration, war aber nicht übermäßig anspruchsvoll. Nach Pause nahe Biwak Abstieg nach Tamar vergeht im Nu. So viel Keuchen morgens beim Aufstieg zum Schutt, so viel leichter bergab beim Abstieg - Höhe verliert man dort leicht, allerdings wieder etwas mehr Vorsicht an exponierten Stellen nötig. Letzter Teil auf dem Schotterpfad bis Wald sehr knieschonend. Kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so genussvoll zum Ausgangspunkt zurückgekehrt bin. Nur zwei haben wir gesehen, die über das Geröll abgestiegen sind (weiß nicht, ob von Kotovo oder direkt von Škrbina) und es sah nicht so aus, als ob sie es genossen. Also danke an alle Vorgänger für die Berichte, beim ersten Mal extra zufrieden mit der Routenwahl. Nächstes Mal hier hoffe ich auf eine Rundtour über Škrbina, werde mir noch überlegen, in welche Richtung es besser passt.  Im Tamar Essen und Bier ausgezeichnet, Service schnell und Preise sehr fair. Schöne Grüße aus den Bergen.
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| Tomco11. 08. 2024 11:20:09 |
Wenn ich noch eine Frage an die Erfahreneren stellen darf. Wenn man ohne jegliche Hilfe von Eisen aufsteigt, könnten die anspruchsvollsten Passagen im Kletterteil über Kotovo Sedlo mit mehr als Grad II bewertet werden?
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| Tomco11. 08. 2024 12:32:06 |
Oder würde ich die Frage etwas umformulieren - ob irgendeiner der schwierigeren Übergänge mit mehr als II bewertet werden könnte. Ich würde sie laienhaft (!) mit II bewerten, aber es gab mindestens einen Teil, wo mich die Neugier plagte, ob es schon III sein könnte. Wenn nicht gar einer solcher genau sichtbar oben auf Bild 4 - nach dem Queren der Rinne gibt es einen völlig senkrechten Abschnitt, cca 5 m, der zur Bank höher führt. Auf dem Bild sind zwei Wanderinnen hinten genau darunter. Kein sehr wichtiges Frage, aber so, ein bisschen für das Gefühl... 
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| dprapr11. 08. 2024 18:03:30 |
Warum Schwierigkeit auf einem markierten Pfad bewerten? Tritt einem AO bei und du lernst in den Wänden die Schwierigkeitsgrade kennen. Und auf einem gesicherten Weg gehen und absichtlich die Sicherungen nicht nutzen, ist gefährlich und unverantwortlich. Gegenüber sich selbst und möglichen Begleitern.
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| Tomco11. 08. 2024 21:55:59 |
@dprapr: Du hast recht, Sicherheit muss immer an erster Stelle stehen. Ich hatte nicht die Absicht, dieses Verhalten zu fördern und es ist keinesfalls eine ständige Praxis meinerseits. Am wenigsten auf noch anspruchsvolleren Wegen, wie diesem, über den hier die Rede ist. Ich stimme zu und kann deinen Kommentar nur bestätigen. Aber dennoch. Es können Ausnahmen geben. Konkret hier auf dem Weg vom Kotovo sedlo ist der Fels meist sehr kompakt und super strukturiert, es war eine echte Freude, ihn zu greifen. Ich verstehe auch Leute, die manchmal kommentieren, dass auf manchen ZPP mehr Eisen ist, als nötig. Was "nötig" bedeutet, ist natürlich oft völlig individuell, daher denke ich, es ist keine Sünde, auf ZPP statt eines Hakens guten Fels zu greifen manchmal. Natürlich solange man die Sicherheit anderer nicht gefährdet. Ich selbst kann sagen, dass ich nichts gemacht habe, was außerhalb meiner eigenen Komfortzone war, auch würde ich so etwas auf einem solchen Weg nicht machen, wenn ich in einer "anfänglichen" Phase wäre. Aber ja, um nicht zu sehr zu philosophieren, langfristig muss ich über den Beitritt zu einem AO nachdenken. Bevor ich tatsächlich anfange, größere Dummheiten zu machen 
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| dprapr12. 08. 2024 06:17:57 |
In österreichischen Bergen gibt es tolle Wege, die nur markiert und nach Schwierigkeit bewertet sind. Sie sind aber mit Bohrhaken für mögliche Sicherung ausgestattet. Gerade gestern war ich auf einem tollen Berg, Admonter Reichenstein, der nur einen solchen Weg zum Gipfel hat. Solche Wege vermisse ich bei uns. Bei uns machen sie jeden Weg zu sehr eisenverstärkt und berauben dich der Kletterfreude. Deshalb tauchen dann solche Verhaltensweisen und Fragen ähnlich deinen auf. Ich wünsche dir sichere Wege.
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| turbo12. 08. 2024 06:42:43 |
Gleich in ITA, z.B. Karnische. Bolli rossi, rote Markierungen für via attrezzate, an schwierigeren Stellen Bohrhaken, entweder zum Sichern beim Aufstieg oder Abseilen beim Rückweg. Dazwischen Klettern bis konkretes II. Grad, stellenweise etwas mehr. Es geht um "Weglose Pfade", also nicht als CAI-Wege eingestuft/markiert/nummeriert. Echter Genuss, für mich besser als gesicherte Wege, Klettersteige und Ferraten.
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| Lukito12. 08. 2024 09:25:23 |
Wenn du's wirklich "verantwortungsvoll" probieren willst, nimm 'nen Klettersteigset und hänge dich ein. Dann, wenn du eingehängt bist, klettern ohne Haken oder Drahtseile. Wenn du fällst, fällst nicht bis zum Start, Folgen nur 'n Stoß oder... schlimmer. Klar auf eigene Verantwortung.
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| Trobec12. 08. 2024 13:24:48 |
Visoka Rezjanka ist so 'n Beispiel für "markiertes Wegloses" (nur Markierungen ohne Sicherungen) und der ist wenigstens halb unser...Hauptteil entlang der Grenze  Oder von Bavški Grintavec über Brdo. Noch im Wegregister, aber keine Sicherungen, fast keine Markierungen mehr.
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| Lukito12. 08. 2024 13:29:14 |
Ist der Weg am B. Grintavec nicht gesperrt?
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| Trobec12. 08. 2024 13:37:02 |
Über Kanjo. Über Brdo soweit ich weiß nein...außer Neues.
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| darinka412. 08. 2024 13:37:59 |
Von Bavšica über Vrh Ruš, Vrh Brda und über Mali Grintavec ist der Weg lang aber offen.
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| lijaneja30. 08. 2024 15:48:23 |
Der diesjährige Winteraufstieg ist den Bach runtergegangen, daher habe ich ihn gestern durch einen Sommeraufstieg ersetzt. Jetzt bin ich gewohnt früh aufzustehen , noch im Dunkeln marschiere ich auf der weißen Straße nach Tamar. Vor der Hütte friedliche Stille, ich störe die Idylle nicht und lege gleich den zweiten Gang ein. Wundervolles Gehen in der Morgenkühle, im Mali kot biege ich rechts in die Steilheit ein, wo mich bald die Sonne grüßt. Am Biwak halte ich nicht an, sondern eile vorbei, in den ersten Felsen über Kotovo sedlo lege ich die Stöcke ab. Fast bis zum Gipfel genieße ich den schattigen Kletterspaß. Oben treffe ich drei, vier Leute, runter eilt es nicht. Einige Drahtseile sehr locker, ein Haken baumelt, ein riesiger Fels lehnt an einem Drahtseil, das straff wie eine Saite gespannt ist. Da ich genug Zeit hatte und das Wetter keine Veränderung andeutete, besuchte ich noch Mali Jalovec und Špica v Planji, im kühlen Biwak blieb ich eine gute Stunde. Nach dem Schmaus in der Hütte dann dooooolanges Wandern auf der weißen Straße.   
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