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| ljubitelj gora1. 09. 2013 17:49:20 |
Antwort aus dem Netz: Wenn sie einen Bergsteiger retten, bei dem dringende medizinische Hilfe nötig ist oder eine medizinische Indikation festgestellt wurde, übernimmt ZZZS die Transportkosten, aber bei Hubschrauberrettung eines Unverletzten bzw. wenn dieser durch grobe Fahrlässigkeit in Gefahr geriet, muss dieser die Rettungskosten selbst tragen. In solchen Fällen kann es zu langwierigen Gerichtsverfahren und Nichtzahlung kommen, da es keine klare Definition gibt, was grobe Fahrlässigkeit ist und wann wer die Kosten tragen muss.
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| jax1. 09. 2013 18:07:43 |
Wenn ich ganz ehrlich bin, sehe ich hier gar keine Fahrlässigkeit. Die Jungs haben sich einfach verklemmt, wie es schon oft vorher passiert ist. Sicherlich war da eine Überschätzung der Fähigkeiten dabei, obwohl - in Alpinkreisen gilt der südliche Riss der Skuta tatsächlich als schöne Anfängerroute. Nun - reicht das schon, um es als grobe Fahrlässigkeit zu definieren, das ist die Frage, ich neige aber dazu, nein zu sagen. Alkohol (jedenfalls hoffe ich) war nicht im Spiel, die Ausrüstung hatten sie größtenteils (nicht Helm oder Folie, sondern die Schlüssel-Sicherungselemente - Gurt, Kletterschuhe usw.), die Regeln der Seilzugbewegung haben sie (vermute ich) eingehalten. Ich behaupte nicht, dass sie alles richtig gemacht haben. Im Gegenteil, das wird ihnen sicher eine große Lektion für die Zukunft sein, ob sie zahlen müssen oder nicht. Aber zu behaupten, dass das Ganze eine was für eine Fahrlässigkeit oder Herausfordern des Schicksals war, ist meiner Meinung nach übertrieben. Und ich bin nicht überzeugt, dass das Abrechnen solcher Rettungen (zumindest solange die aktuelle GRZS-Regelung gilt) ein gutes Signal an die Bergwandereröffentlichkeit gäbe.
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| Becar1. 09. 2013 19:32:30 |
Ich stimme @jax zu und ergänze, dass verschiedene Steuerzahler jeder Unfall schon Fahrlässigkeit unterstellen würden. Ähnlich geht es in diesem Land in anderen Gesundheitsbereichen, z.B. bei Hilfszuschlägen, wenn jemand in Windeln, der nicht mehr aus dem Bett kommt, plötzlich nicht mehr hilflos ist. Wenn mit einem Finger noch gewackelt wird, ist er teilweise beweglich und bekommt passenden Zuschlag. Damit einige nach Honolulu fahren und es verscheißen können.
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| mirank1. 09. 2013 20:03:45 |
Ich denke Bojan A von vor paar Jahren hat identische Erfahrung. Wenn keine Unterschiede gemacht werden kostet es ca 2500eur...
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| Keko1. 09. 2013 21:08:48 |
Wenn ich richtig verstanden habe, haben in diesem Fall zwei eine alpinistische Route zusammen geklettert, die nach alpinistischen Kriterien gar nicht zusammen in Seilschaft klettern dürften (zwei jüngere Anfänger). Jüngerer Anfänger darf nur mit Alpinist oder älterem Anfänger klettern. Sicher mindestens Unerfahrenheit und bewusste Regelverletzung hier, also...
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| jax1. 09. 2013 21:34:59 |
Der jüngere Anwärter hat schon die Alpin-Schul-Prüfung bestanden und ist dadurch für eigenständige Bewegung in der Wand qualifiziert. Alle weiteren Beschränkungen sind nur interne Regeln einzelner Abteilungen und haben keine allgemeine Gültigkeit.
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| Daaam1. 09. 2013 21:39:15 |
Unmöglich zu markieren, wo die Grenze ist, wann genug Erfahrung und wann grobe Fahrlässigkeit einsetzt.. was wenn nur Fahrlässigkeit, Geflecht von Umständen etc. etc.... Man kann sie nur verteidigen oder ans Kreuz nageln..
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| ljubitelj gora1. 09. 2013 21:44:53 |
Es scheint mir etwas ungewöhnlich, dass eine solche Rettung kostenlos wäre, dann würden alle massenhaft Routen klettern und, wenn sie feststecken, GRS für einen gratis Flug ins Tal rufen. Schließlich ist das Wichtigste, dass die Retter sie gerettet haben, die Rettung ohne Besonderheiten verlief und alle sicher sind.
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| Becar2. 09. 2013 05:23:57 |
Eines Tages passiert ein Unfall wegen dieser wahnsinnigen Komplizierung, wer zahlen muss und wer nicht, jemand wagt nicht, Retter zu rufen, und drückt weiter. Mich interessiert auch, ob sie einen Bekannten als unverantwortlich markieren würden, wenn er irgendwo stecken bleibt. Damit wir nicht auch hier zu "Verbindungen" kommen.
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| jedriličar2. 09. 2013 09:28:52 |
Bei uns in HR werden derzeit alle Rettungskosten übernommen, obwohl Jahr für Jahr mehr Forderungen (Vorschläge), irresponsible (fahrlässige) vor allem Touristen zu belasten, die GSS stur von Biokovo, Mosor etc. holt... in Flipflops, Crocs etc. Natürlich muss dann eine Grenze definiert werden, was Verantwortungslosigkeit und Unvorbereitetheit ist und was Unfall etc., natürlich sehr schwer zu ziehen. Und dann unvermeidlich wie Becar schrieb, Unfall, weil jemand GSS nicht rief aus Angst vor Abrechnung der Rettungskosten. Meine Meinung bzw. Unterstützer davon, dass besser alle gratis retten, sogar unverdiente durch Verhalten (frech-überheblich fahrlässig etc.) als dass jemand stirbt aus Angst, GSS wegen evtl. Kosten zu rufen. Aber nur meine bescheidene Meinung...
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| rohc4. 09. 2013 15:52:25 |
Der genannte Kletterer und Kletterin haben schon den Einstieg in die Route verfehlt. Für die halbe Route über 6 Std. verbraucht. Geklettert mit kleinem Rucksack, fast ohne Überlebensausrüstung in den Bergen. Als sie bei der Ledge nach der zweiten Mulde ankamen, hätten sie bei der verbrauchten Zeit den Abstieg entscheiden können. Route heißt Südlicher Raz, geht entlang Raz, sodass man nicht viel verfehlen kann bei etwas Erfahrung natürliche Übergänge zu finden oder mindestens die Menge Haken in der Wand. Diese Erfahrung gewinnt man durch Klettern mehrerer Routen mit erfahrenen Alpinisten. Abgeschlossener Kurs, egal wie erfolgreich, gibt nicht diese Erfahrungen. Meiner Meinung nach so viele Fehler gemacht, dass man Fahrlässigkeit sagen kann. Wenn Trend anhält, werden wir alle etwas "verklemmt" und vor Dunkelheit Transport auf Steuerzahlerkosten bestellen. Natürlich froh, dass es gut ausging. Alpinismus kein Tourismus.
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| ljubitelj gora8. 09. 2013 18:21:52 |
GRZS: Viel Arbeit für unsere Retter, In Aktionen involviert Einheiten GRS Bovec, Kamnik, Ljubljana, Rateče und Tržič. Bis heute 310 Einsätze, im gleichen Zeitraum letztes Jahr 321 Rettungen. Hubschrauber 116-mal im Rettungseinsatz, meisten Einsätze in Bohinj, Tolmin und Kamnik. Unter Geretteten 122 Unverletzte, leider auch 23 Tote! Und ein weiteres Stereotyp muss gebrochen werden:  unter Geretteten nur 3 tschechische Staatsbürger und 212 Slowenen!
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| pikica18. 09. 2013 19:13:57 |
Wie sonst, wir Slowenen leben hier 12 Monate im Jahr, Tschechen nur ein paar Wochen.
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| tol8. 09. 2013 20:06:47 |
@rohc Ich stimme zu, es ist toll, Kilometer mit erfahrenem Alpinisten zu sammeln, aber heutiger Zeitgeist erlaubt das leider auf vielen Sektionen nicht.... Schwierig, erfahrenen Kletter-Alpinisten zu finden, wer freut sich heute bei Zeitmangel jedes Jahr wiederholt, eifrige Kursanten und jüngere Anwärter in Dreiern und Vierern zu führen... haben ihre "Pläne und Vorhaben" - und die meisten Erfahrenen haben Familien, Karrieren und freie Tage, die sie nicht immer den eifrigen Kursanten widmen. Bereits opfern sie viel Zeit für die Alpinistenschule Darin liegt das Problem, denn Alpinistenschule produziert (in starken Sektionen) ca. 10 + Kursanten. Sektion hat jedes Jahr Schule, die schon mehrere erfahrene Alpinisten + 10 eifrige jüngere Anwärter nimmt, die Schule letztes Jahr abgeschlossen haben. Also für 20 "Unerfahrene" braucht man 20 erfahrene Alpinisten. Realität ist, dass auf den meisten Sektionen unter sich klettern: Kursant + kleiner Anwärter oder mP + mp oder sp + mp.... Wenn man klettern gehen und "Erfahrung" sammeln will, ist es halt so... und solche Seilschaften wählen "leichte" Ziele, was auch der südliche Raz der Skuta ist... und wenn dir eine solche Route Orientierungs- und Kletterprobleme bereitet, die offensichtlich ist und schon aus der Ferne sichtbar, wo sie verläuft (am Raz) und die fast so ausgerüstet ist, dass du fast nichts Eigenes brauchst, dann weiß ich wirklich nicht, ob Alpinismus für solche Leute ist....
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| ljubitelj gora8. 09. 2013 20:55:23 |
Um 1:17 drei Alpinisten nach der Tour in Mali Mojstrovka abgestiegen unter die Nordwand von Mali Mojstrovka durch die Rinne Richtung Vršič. Da sie unsicher waren, ob sie auf dem richtigen Weg waren, sind Bergretter der Station GRS Kranjska Gora ihnen entgegengegangen und haben die Alpinisten sicher nach Vršič gebracht. GRZS: "welche guten Alpinisten laufen um halb zwei nachts an der 300m-Wand von Mali Mojstrovka rum?". Dann hallo Mama? Wollen nicht zynisch sein, aber alles hat seine Grenzen....
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| Trobec9. 09. 2013 22:04:53 |
310 Einsätze, unter den Geretteten 212 Slowenen. Also Gesamtzahl der Geretteten mindestens 310 (tatsächlich mehr, da manche Rettungen 2, 3 oder mehr betreffen). Also Slowenen weniger als 2/3, vielleicht nur die Hälfte. Und da wir hier leben (wie pikica sagt), für mich relativ kleiner Anteil oder anders gesagt: Ausländer proportional öfter in Unfällen beteiligt. Was den unteren Kommentar angeht... solche würde ich wirklich mit dem Stock auf den Hintern hauen! Hoffe, sie bekommen wenigstens die Rechnung (obwohl klein, kein Heli).
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| ljubitelj gora11. 09. 2013 10:27:27 |
Für "crknt"  Um das erste Septemberwochenende traditionell beim Tag der Nationaltrachten in Kamnik, Bier trinken und mit Gummiautos rumspielen. Dieses Jahr alles anders. Geschichte beginnt Freitagnachmittag, Höhepunkt Samstagnacht und hinterlässt Haufen Lektionen. Wie Primož schrieb, Freitagnachmittag nach Logarska (geplant seit Dolomiten), erst chillen, Samstag in die Berge. Wegen meines Schritts halbtoter Gams mit Neža spät unter Wand. Starke Beförderung in Route, lange am Einstieg gewartet aber reingegangen. Nebel weg, mutig Schwierigkeiten der Route gemeistert. Z.B. Reibung für crknt gleich erste Seillänge, Kamin Drei ("real feel" keine Drei), tolle Platten, Vier in Route, Steinschlag in Route etc. Dann noch Kamin unter Überhang raus. Mutig rechts, keine Haken oder Weg-Hinweise. Ok. Zeit zum Einschlagen Haken. Dann Route wiedergefunden. Zu viel Reibung gesichert, als Neža kommt weiter. Zu weit rechts! Wieder queren nach Bruch großer Trittstelle und kleinem Ausrutscher Route gefunden. Aber Maß voll (und mehr), Nacht naht, nicht weiter. In Raumfolie gewickelt um 20 Uhr 112 gerufen. Kurz davor Luk-SMS ob Sonntag Staniča. Huh… Glück gehabt, Celje GRS hatte Arbeitsaktion Okrešelj und uns schnell geortet, abgeholt. Dazwischen am Stand ernstes Gespräch mit sich selbst und höherer Macht. Dann Peter vom Himmel, kurz drauf Brane zum Janko geworden durch Umstände. Mitternacht dank Brane in Basis 1 mitsingend, Nejc-Kommentar genug Ausrüstung für Matterhorn. Und vorher informieren vor Abgang. Und besser ciknt als fliknt. Dann Peter und Neža. JUHU! In Basis 2 noch Basketball-Sieg unserer dann über turski Žleb nach Okrešelj, ca. halb 3 angekommen. Mit Neža ungebeten Party gecrasht, wo natürlich raus dass alles Schuld savinjski želodec nicht essen (Marjeta hat mich gleich enttarnt). DANKE gesamtes GRS Celje Team, dass es da ist und Essen Trinken Lager Lächeln gegeben hat. Und Versprechen zurückzukommen nach Okrešelj mit Bier ausgeruht zum Abstauben, Aufräumen, Transport Biwak etc. Es war zu spüren, Schule war stark. Foto-Material diesmal schlecht aber aussagekräftig. Quelle: http://www.aozeleznicar.org/index.php/domov/771-vzhodna-v-mali-rinki-nea-grs-in-jaz-ter-robijev-komentar-na-mestu
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