Schöner Gruß an alle zusammen. Gestern habe ich mich mit Admin Rok geeinigt, alpinistischen Aufstieg als Kategorie unter Schwierigkeit aufzunehmen. Für besseres Verständnis und damit nicht jedes beschriebene Weglose AS wird, wichtig dass ihr wisst was alpinistische Route, AS fortan, ist: Kletterroute in schneeigen, eisigen oder trockenen Bedingungen, höher als 100 m, wobei mind. 60% mind. I. Schwierigkeitsstufe nach UIAA-Skala.
Ich habe einige neue "Wege" in Vorbereitung, vor allem in Ruten (Martuljek), hoffe meine Beschreibungen helfen euch beim Entdecken der ungenutzten Welt. Wahrscheinlich nicht überflüssig zu bemerken, dass NICHT jedes Weglose AS ist... Für leichteres Verständnis:
Alpinistische Schwierigkeitsleiter
Alpinisten haben ihre Klassifikation, die ungefähr sagt, welche Schwierigkeiten auf einer Route sind. Alpinisten sprechen nicht von Wegen, sondern Routen. Sie geben ihnen alle möglichen und unmöglichen Namen. Wundert euch nicht, wenn es eine Route "Štefkina roža" oder "Janezov strgan čevelj" gibt. Alpinisten haben auch Humor. Nun, ihre Schwierigkeitsleiter interessiert uns.
I. Stufe - LEICHT
Wand wird gerade Wand, nicht zu steil, genügend Griffe und Tritte. Genügend strukturiert, keine Probleme beim Auf- oder Abstieg. Seil selten oder nie verwendet, Hände meist für Gleichgewicht. An solchen Stellen manchmal gesicherte Wege, meist anspruchsvolle gesicherte Wege, selten sehr anspruchsvolle gesicherte Wege.
WARNUNG: Wenn es bröcklige Spezialität ist, ist angegebene Schwierigkeit arg täuschend. Besonders Martuljki voll solcher Spezialitäten (Gornja Kopica, Veliki Oltar), die scheinbar niedrige Schwierigkeit ordentlich würzen.
II. Stufe - MITTELSCHWER
Vielleicht mittelschwer für Alpinisten mit voller Ausrüstung, aber für Berggänger sehr anspruchsvolles Wegloses oder alpinistischer Aufstieg. Wand schon steiler, Muss-Regel "drei Punkte Halt", manchmal Nagel für Sicherung oder späteren Abstieg schlagen. Wissen nötig um bestimmte Stellen zu meistern. Oft Abstieg per Seil. Mit Bergschuhen noch Reibungseffekt nutzbar. Markierte Wege an solchen Stellen ohne Ausnahme sehr anspruchsvolle gesicherte Wege.
WARNUNG: Bei uns viele Wände (was viele, die meisten!) bröcklig, daher diese Schwierigkeit extra Benzin. Besonders aufpassen nicht außen ziehend klettern, sondern Griffe innen mit Händen belasten.
III. Stufe - SCHWER
Kurz und bündig! Wand solide steil, Griffe und Tritte nicht viele. Techniken kennen müssen um verschiedene Konfigurationen zu meistern. Das ist äußerste Grenze für Bergschuhe, Tritte zu klein für sicheren Halt auf Bergschuhsohle, mit Reibung nicht auf solcher Steilheit mit Bergschuhen klettern. Nägel für Standplätze nötig (nicht vergessen rausnehmen), Abstieg nur per Seil. Hier fangen + und - an. Berggänger brauchen hier meist erfahrenen Alpinguide. Solche Schwierigkeiten auf seltenen Abschnitten anspruchsvoller gesicherter Kletterwege und gründlich verschraubt.
WARNUNG: Gleiches wie bei II, aber mit zusätzlichen Gewürzen.
IV. Stufe - SEHR SCHWER
Glaub ich schon. Merkmal solcher Wände große Exposition, Griffe und Tritte wenige und können klein sein, Zwischensicherung essenziell. Nur unterster Rang "vier" zugänglich besten trainierten Berggängern mit Bergschuhen. Sinnlos zu erwähnen Bedarf an Wissen aller Klettertechniken und passender motorischer Fertigkeit. Fast obligatorisch adäquate Sicherung und/oder Begleitung erfahrener Alpinguide zu gewährleisten. Markierte Wege hier selten mit solchem Fleck. Solcher Fleck voller Stahl, klar wie der Tag.
WARNUNG: Gleiches wie bei III, aber mit zusätzlichen Gewürzen.
Mehr beschreiben macht keinen Sinn, da jenseits Reichweite alpinistisch untrainierten Berggängers. Schon IV. Stufe mehr oder weniger jenseits, aber wegen Vergleich hinzugefügt. Alpinistische Stufen gehen bis XI., aber schon bei VIII. Stufe sinnlos zu reden welche Schwierigkeiten Alpinisten erwarten. Aber... Alpinismus ist Spitzensport wo technischer Erfolg primär. Bergsteigen ist Amateur-Körperkultur-Aktivität, technischer Erfolg sekundär, Vordergrund kulturell-ästhetisches Erlebnis. Natürlich viele Alpinisten sind im Herzen Berggänger.
Quelle: Jani Bele: Proti vrhovom (© 2000 PZS)
Grüße! Juš
P.S. Bei jeglicher Frage stehe ich auf ZS zur Verfügung!