@jax und andere Befürworter fauler Abhängigkeit von anderen:
Ich bemerke immer mehr, dass gerade die, die nicht checken, dass sie für alles im Leben Verantwortung übernehmen müssen und sich nicht auf andere Leute, Institutionen,... verlassen, noch keine negative Erfahrung gemacht haben, die sie auf den Boden der Tatsachen stellen würde od. sie war noch so erträglich, dass sie sich mit einem der oben genannten Ausreden trösten konnten und weitermachen.
Leider hab ich's. Ja, die Pflicht des Staates war, mir in diesem Fall Sozialschutz zu geben. Aber nix da. Pflicht des Gesundheitssystems war, mich zu heilen. Hat's nicht. Musste ich selbst. Vor allem dank unfähiger Hausärztin (mittlerweile gewechselt). Pflicht des Rechtsstaats war, mir Gerechtigkeit am Gericht zu geben. Nix da! Vor allem dank beschissener Anwalt, der mit dem ganzen Prozess fette Kohle kassiert hat statt mir gleich am Anfang zu sagen, dass ich im konkreten Fall vor Gericht keine Chance hab!
In voller Grausamkeit hat sich erfüllt, was Josef Kirschner im Buch Kunst des Egoismus sagt: "Macht rechtzeitig was für euch selbst und wartet nicht auf andere. Übernehmt selbst Verantwortung für euch und euer Leben. Wenn ihr's anderen überlasst und wartet, dass sie was für euch tun, tun sie's vielleicht, aber nur wenn's in ihrem Interesse ist, sonst nutzen sie euch gnadenlos aus. Wenn ihr nichts mehr könnt, werfen sie euch weg, keiner kümmert sich mehr um euch."
Na und genau das ist mir passiert, das war die Erfahrung! Und seitdem seh ich das Leben anders. Die, die so was noch nicht erlebt haben, können weiter in Wolken leben und sich einbilden, andere machen alles für sie und der einzige Sinn des Lebens ist Delegieren von Verantwortung an andere.
Pflicht des Staates ist Wohlergehen zu sichern, ne? Ja und da hört's auf. Bei der Pflicht nämlich! Aber schau mal, wie der Staat diese Pflicht einhält! Sieht man schön. Nur sag mir nicht, es ist gut,...
Nein, ich meinte gar nicht Arbeit ohne Extra-Vergütung, sondern in 8 Stunden so viel wie möglich machen od. so produktiv wie möglich sein. Und natürlich gut mit Chefs umgehen können,... usw. damit nicht jetzt über alle Strategien für Erfolg im Job reden, die wir wissen, hängt nicht nur vom Arbeiten ab.
Sonst über 8 Stunden auch ich nicht. Oder Sondervertrag und Sonderlohn. Dann ja. Aber was in Deutschland und Amerika Realität ist, ist für unsere Arbeitgeber Science-Fiction. Als ich nach der oben beschriebenen persönlichen Krise wieder Job suchte, war ich bei Vorstellungsgespräch in einer Firma, wo sie erwarteten, dass ich für normalen Lohn nicht weiß wie viele Überstunden und noch zu Hause und weiß nicht was mach. Hab schön gedankt. Wenn mehr geboten, hätte ich nachgedacht. Und wenn's gepasst hätte od. ob ich nicht besseres bezahlten Nebenjob statt der Extra-Arbeit finde.
Was das Gesundheitswesen angeht: Letztes, was ich erwart, ist dass mir ein Bergkamerad damit droht, pass auf, wie gefährlich Bergsport ist,... Normal hör ich das von Nicht-Bergleuten od. normalen Berg-Plebs, die selten höher als Krim oder Kum waren (natürlich fast Hälfte war auf Triglav). Und ich frag sie, ob sie wegen Verkehrsunfällen (wo Wahrsch. viel höher) aufhören Auto zu fahren. Und nur die können Bergsteiger und deren mögliche Bedarf an Gesundheitsleistungen in dieselbe Schublade wie Raucher, Alkis stecken.
Bergsport ist vor allem verantwortungsvoller Sport. Na, wieder bei Verantwortung. Nicht nur dass du selbst aufpasst, beste Ausrüstung besorgst, versicherst,... nicht alles wiederholen. Auch hier darfst du Verantwortung nicht auf andere schieben. Z.B. darauf vertrauen dass der oben keine Steine lostritt - schütz dich mit Helm. Kann aber jedem passieren trotz bester Absicherung. Das wissen wir alle hier.
Was 700 EUR angeht bin ich kompromisslos: Ja so einer soll arbeiten gehen, denn sonst ist er fauler Parasit, der Geld kriegt und nix dafür tut! Das Geld vom Staat könnten wir für jemanden brauchen, der wirklich keinen Job kriegt. Und wenn er arbeitet, trägt er mit seiner Arbeit Steuern in die Staatskasse. Sache, die dem, der aktuelle Arbeitsgesetzgebung entworfen hat, offenbar nicht klar war.