| Gast16. 08. 2007 11:33:40 |
Gestern war ich an einem gut besuchten Mittelgebirgsziel. Viele Bergsteiger hatten Hunde dabei - vom Alaska-Malamute über zahlreiche Golden Retriever, einige Spaniel, Pudel und noch einige mir entweder unbekannte Rassen oder gelungene Mischlinge. Alle Hunde waren eine wirklich angenehme Abwechslung dort herum, als wir bei der Jause saßen und sie sich um uns herum vergnügten. Natürlich war keiner angriffslustig, übermäßig aufdringlich oder Ähnliches, und auch keiner der Bergsteiger, die dort ohne Hunde waren, sah verängstigt oder entsetzt aus (und es waren wirklich viele von uns). Ich bemerke auch, dass ich viele Hundeführer sah, als sie am Gipfel ankamen, Wasserflaschen und Näpfe für den Hund aus dem Rucksack nehmen und ihm zu trinken gaben, bevor sie es selbst taten! Ich denke, dass wir in all dieser Debatte trotzdem die Hundeführer unterscheiden sollten, die ihre Tiere gut erzogen haben, von denen, die mit einem "scharfen" Hund protzen im Sinne von "was könnt ihr mir schon?". Und natürlich die, die ihre unangeleinten Hunde auf engen, felsigen, exponierten Bergwegen schleifen (vor allem im Hochgebirge), wodurch sie die Sicherheit der Menschen gefährden, und die, die mit ihrem Hund angenehme Spaziergänge im Mittelgebirge machen, auf weichen, breiten Wald- oder Wiesenwegen, wo sie niemanden behindern oder gefährden. Und noch etwas worüber ich bei all dieser Debatte nachdenke - sicherlich haben auch "Hundegegner" wahrscheinlich keine Angst vor kleinen geselligen Hunden wie Pudel oder Ähnlichem, und die ganze Debatte dreht sich eigentlich um große, potenziell gefährliche Hunde? Ich muss aber sagen, dass mir gestern eine sehr gelungene "Erfindung" einer Hundeführerin aufgefallen ist, die ihren ziemlich großen Hund so angeleint hatte, dass sie auch selbst ungehindert Wanderstöcke in beiden Händen benutzen konnte. Sie hatte nämlich einen speziellen Gürtel um die Taille geschnallt, an dem die Leine für den Hund befestigt war, der vor ihr auf einem etwa zwei Meter breiten Weg ging und ihr so sogar ein bisschen beim Aufstieg helfen konnte . Sie sagte mir, dass der Hund eigentlich sehr friedlich ist (ich kenne die Rasse, sie sind wirklich nicht angriffslustig), da er aber ziemlich groß ist und manche Menschen große Hunde nun mal fürchten, befestigt sie ihn auf diese Weise bei Wanderungen in die Berge.
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