Ich führe meinen Hund nicht in die Berge, nicht in belebte Gegenden, wir gehen immer so weit wie möglich von besiedelten Gebieten weg... Warum? Wegen der Menschen! Oder besser gesagt nicht wegen ihnen, sondern wegen Wesen, die wie Menschen aussehen, aber keine sind. Und es werden immer mehr. Sie stinken nach Bier und Schnaps, den sie auf dem Weg bergauf schlürfen, vor Hütten stinken sie nach stinkenden Kippen, die sie einfach hinschmeißen wo es ihnen passt, in den nächsten Busch scheißen sie, wischen sich den Arsch mit parfümierten Taschentüchern ab, die erst in 10 Jahren zerfallen, bis dahin aber Insekten und anderer Wildtiere anpesteln. Außerdem denken sie, weil sie auf einen Berg gekraxelt sind, hätten sie Gott an den Eiern, brüllen in Hütten, auf Gemeinschaftslagerstätten stinken sie nach ihren Mischungen aus uhh und ahh Parfüm und Alkohol-Zigaretten-Schweiß. Sie denken, sie sind die Herren der Welt, ihre Kinder jagen ahnungsloses Vieh, töten Ameisen, Spinnen...
Solche Gesellschaft gönne ich meinem Hund auf keinen Fall. Echte Bergsteiger gibt's in den Bergen immer weniger, wie schon jemand schrieb, die dir vom ganzen Herzen guten Tag wünschen auf dem Weg hoch, die dir in der Hütte am Ofen die Hälfte des Platzes abgeben, die dir auf dem Weg ein Stück Brot anbieten...
Schöne Zeiten waren das... Jetzt verbringe ich lieber Zeit mit meiner Familie, zu der auch ein kleiner Köter gehört, irgendwo ganz am anderen Ende, fern von allen, wo ich in Frieden Vögel höre, Spinnchen beim Netzweben zuschaue, mit dem Welpen spiele.