| sabina19672. 10. 2012 20:19:05 |
Nu ist der Tag gekommen, an dem auch ich schreiben kann "heute zum ersten Mal auf Jalovec". Es ist mir gelungen, es ist meinem ganzen heutigen Team gelungen. Schon gestern Nachmittag machen wir uns auf nach Tamar, wo wir übernachten. Morgens um 5 Uhr vor der Hütte leuchten unsere Lichter und alle Augen richten sich auf den dunklen Himmel. Schwere graue Wolken bedecken das Tal und versprechen nichts Gutes. Da uns der Optimismus nicht verlässt, entscheiden wir uns, sicher bis zum Biwak auf Kotovo sedlo zu gehen, dann wird, was wird. Der Weg zum Biwak ist schnell vergangen, obwohl an manchen Stellen der nasse Boden spürbar ist, da es gestern geregnet hat. Blick zum Gipfel Jalovec klar, obwohl ein nebliger Schleier begonnen hat, ihn zu bedecken. Trotzdem gehen wir weiter und als auch Mangart seine Kappe verliert, sind wir entschlossen, zum Gipfel zu gehen. Nebel, der immer stärker wird, öffnet sich vor uns, als wollte er uns helfen, die Richtung nicht zu verlieren. Vielleicht erbarmt er sich mit etwas Sonne, doch diese Hoffnung geben wir bald auf. Glücklich und sicher erreichen wir den Gipfel. Obwohl kein Ausblick, sind Zufriedenheit und Glück in uns. Wir schreiben uns ein, stempeln die Bücher, als sich über uns der Himmel gerade so weit öffnet, dass die warme Sonne uns umarmt. Nur für einen Moment, doch ein unbeschreiblicher Moment. Unter uns wieder dichter Nebel, der den Weg abwärts öffnet und sich hinter uns schließt. Als ob heute dieser wundervolle Berg nur für uns bestimmt wäre. Nach dem glücklichen Abstieg beginnt es zu nieseln, doch in Tamar erwartet uns warme Sonne. Ein Tag, der tief in allen Herzen bleibt, mir besonders, da ich weiß, dass ich heute ohne meine wundervollen Freunde nicht erfolgreich gewesen wäre. Danke euch !
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