| skrajnik6. 04. 2011 21:11:58 |
Aktuelle Verhältnisse auf der S-Seite: Heute bin ich zum ersten Mal los, um Kramarca zu "begutachten". Gestartet um ca. 7.30, Bedingungen noch super, hielt bis ca. 11 Uhr. Live erlebt - von Beton, Styropor, Eis, Fäulnis bis Wasser. Kurz: alles noch ganz schön nass, außer die unteren drei Sprünge. Schnee auf Nordseite noch reichlich. ********** Aber Fehler gemacht, solo angegangen. Schon bevor ich mitten im 1. Sprung bzw. Umgehung links merkte, dass es ungemütlich ist, lieber woanders, war's zu spät. Klar, kein Weg zurück außer Heli. Also irgendwie weiter, Adrenalin gepumpt, ohne Steigeisen (unterwegs abgelegt), hoch zum Sprungtop. OK, schlimmer geht's nicht. Weiter mit leichtem Unbehagen zum Sprung unter Biwak, rechts umgangen. Beim Biwak überlegt, was kommt.. Wusste von Umgehung 3. Sprung rechts, real und nicht schwer.. Dann Rinne zur Barriere, wieder Solo-Probleme. Für Barriere unter Ruinen: besser Felsen links direkt unter Überhang. Steigeisen passen nicht, ab damit, 1 Eispickel in Hand, klettern. Alles wie Eierschalen, jeder Griff wackelt, rutscht, unter Händen/Füßen bisschen Fels, Eis, Erde, Gras, sehe mich schon in hribi.net-Chronik/Nachrichten.. Irgendwie über Felsen, dann verdichteter Schnee, ich mit 1 Pickel ohne Steigeisen auf 2 Mini-Vorsprüngen am Barrierenrand - hält's oder nicht? 110% Adrenalin, weiter zu Platz, Stand ausgehauen, Steigeisen an, zum letzten Sprung, der nass ist - danke .. Keine großen Probleme mehr, oben zerstört wie lange nicht.. Pause, fünfter Schluck, totale Tauwetter, 0,5m Schneeverwehungen, bisschen aufm Hintern, bisschen springen, bisschen rhythmisch und lebend zum Ausstieg. Wo ich schwöre, solche Solo-Projekte bis nächstes Leben gestrichen. Nächstes Mal viel mehr genießen mit gespanntem Seil, Kumpel und "gesundem Menschenverstand". Danke, Storžič, dass ich noch lebe. Hoffe, ihr habt was Neues gelernt.  **********
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
|
|