Warnung
Die Hauptsaison im Bergsteigen steht vor der Tür. Alpenhütten öffnen und die Zahl der Bergbesucher steigt. Aufgrund der großen Schneemengen, die diesen Winter gefallen sind, sind einzelne Abschnitte von Wanderwegen, besonders die an nördlichen Anstiegen und die Gräben queren, noch immer schneebedeckt. Es ist vergeblich zu erwarten, dass Berggänger, die jetzt erst mit dem Gehen in die Berge anfangen, Ausrüstung dabei haben, die ein Abrutschen verhindert (Pickel und Steigeisen), daher ein paar Tipps:
bei der Tourenplanung erkundigen wir uns über die Verhältnisse auf dem Weg (Hüttenwirte, Web-Forum hribi.net, Bergsteigergruppen auf FB),
wählen wir Wege, die zu Gipfeln über die südlichen Seiten führen.
Und noch einige Fakten:
auf Schnee kann man sehr schnell ausrutschen,
mit jedem Meter steigt die Rutschgeschwindigkeit,
vertrauen wir nicht zu sehr den Fußspuren, die Vorgänger in den Schnee getreten haben. Oft ist unter den Spuren harter Schnee oder Eis,
mit Wanderstöcken können wir das Rutschen keinesfalls stoppen,
herabgefallenes Gestein gibt uns auf Schnee trügerischen Halt,
bevor wir ein Schneefeld überqueren, schauen wir, wo wir zum Stillstand kämen, wenn wir abrutschen,
wenn das Schneefeld nicht schon nach wenigen Metern einen sicheren Ausgang hat, treffen wir die einzig richtige Entscheidung – den Aufstieg abbrechen und ins Tal zurückkehren,
wenn wir diesen Rat aber nicht befolgen und irgendwo in der Mitte des Schneefelds beim Blick in die Tiefe die Hosen zittern beginnen, suchen wir nicht selbst den Ausweg und rufen lieber die 112. Seien wir uns aber bewusst, dass die Bergretter nicht im nächsten Moment bei uns sein können.
Jani Bele, Kommission für Information und Analysen bei der Bergrettungsvereinigung Sloweniens
Auf dem Bild: Weg von Okrešelj nach Kamniško sedlo (Foto Matjaž Šerkezi)